Excel sucht den Superjasser

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Die bedingte Formatierung markiert die sieben besten Resultate in der Liste.

Die bedingte Formatierung markiert die sieben besten Resultate in der Liste. Bild: schü.

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Excel
Wie die Tabellenkalkulation den Jasskönig kürt
Mit Excel 2010 erstelle ich die jährliche Rangliste unserer Jassgruppe. Dabei zählen von den 12 möglichen Resultaten nur die 7 besten für die Rangierung. Nun möchte ich die 7 für die Rangierung berücksichtigten Resultate optisch hervorheben. Geht das? Alois Schmed, Bachenbülach

Das geht. Sie verwenden dazu die bedingte Formatierung. Diese zeichnet Zellen anhand ihrer Werte aus. Diese sind auch in komplexen Tabellen sofort ersichtlich, und wenn sich die Daten verändern, passt sich auch die Formatierung sofort entsprechend den neuen Gegebenheiten an.

Sie finden die bedingte Formatierung im Menüband «Start» im Abschnitt «Formatvorlagen». Markieren Sie die erste Zelle, die die Jassresultate enthält. Klicken Sie auf «Bedingte Formatierung > Neue Regel». Im Dialogfenster selektieren Sie «Formel zur Ermittlung der zu formatierenden Zellen verwenden».

Nun tragen Sie die Formel ein, die die besten sieben Resultate ermittelt. Sie basiert auf der Funktion «Rang». Diese arbeitet mit zwei Parametern. Der erste ist eine einzelne Zelle, der zweite ein Zellbereich. Das Ergebnis gibt an, an welcher Stelle in einer absteigenden Sortierung die Zelle zu finden ist. Die Zelle mit dem grössten Wert hat Rang 1, die nächste Rang 2 – und so weiter.

Nehmen wir also an, dass das erste Jassresultat unter B1 gespeichert ist und der Bereich mit den Jassresultaten die Zellen B1 bis B30 umfasst. Unter diesen Voraussetzungen ist das die Formel zur Hervorhebung der besten 7 Resultate: =RANG(B1;$B$1:$B$30)<=7

Sie gibt zurück, ob die Zelle B1 einen Rang von kleiner/gleich 7 hat. Achten Sie auf die Dollarzeichen: Der erste Zellwert muss mit einer relativen Adresse (ohne Dollarzeichen), der Bereich mit einer absoluten Adressierung (mit Dollarzeichen) angegeben werden.

Das liegt daran, dass Sie, nachdem Sie die erste Zelle B1 mit der bedingten Formatierung ausgestattet haben, diese mit dem «Format übertragen»-Werkzeug auf alle anderen Jassresultate übertragen. Der Bereich darf für diese Formatübertragung nicht verändert werden, was durch die absolute Adressierung sichergestellt ist.

Update vom 19. Januar 2014:

Der Leser hatte zur publizierten Antwort folgenden Kommentar:

Dort, wo das siebenhöchste Resultat im Juni und im Dezember identisch ist, werden beide Resultate optisch hervorgehoben. Fazit: Beim betreffenden Spieler werden 8 Resultate optisch hervorgehoben!

Excel verhält sich für den geschilderten Fall richtig. Rang errechnet die Position in einer Rangliste. Wenn mehrere Resultate des gleichen Werts vorhanden sind, gibt es auf einer Position mehrere Einträge. Es kommt auch im Sport immer mal wieder vor, dass vier oder noch mehr Leute auf dem Podest stehen, weil es mehrfach die gleiche Punktzahlen gab.

Für Ihren Fall müsste grundsätzlich entschieden werden, was in so einem Fall passiert: Ob beide Resultate zählen oder nur eines von mehreren, und wenn ja, welches (das neueste, das älteste?). Dass ein solches Entscheidungsverfahren u.U. in der Tabellenkalkulation relativ schwer abzubilden ist, liegt auf der Hand.

Eine praktikable Lösung wäre, eine Spalte in Excel einzuführen, die zählt, ob ein Resultat weiter oben bereits vorhanden ist. Das geht über folgende Formel:
=ZÄHLENWENN($A$1:A1;A2)

(Im Beispiel werden die Werte in der Spalte A gezählt; die Formel steht in Zeile B2 und wird ab der zweiten Zeile eingefügt. In der Zelle B1 steht null, da dort die Zahl der Duplikate logischerweise immer 0 ist).

Nun lässt sich in der dritten Spalte C das Resultat anzeigen, wenn es einzigartig ist, d.h. die Zahl der Dubletten auf 0 steht:
=WENN(B1=0;A1;0)

Wenn Sie die bedingte Formatierung nun via Spalte C durchführen, gibt es immer nur 7 Resultate. Bei Dubletten wird das erste Resultat gezählt. Um das letzte Resultat zu zählen, würden Sie «Zählenwenn» von unten nach oben durchführen.


Browser
Firefox, von Chromecast gekillt?
Für Chromecast wird Chrome als Browser verlangt. Seit vielen Jahren bin ich zufriedener Firefox-Benutzer und fürchte nun, meinen Browser zu verlieren. Was erwartet mich? Werner Dinkelacker, Zürich

Googles Fernsehstick nimmt Videos inzwischen aus vielen Quellen entgegen. Sie können Chromecast nicht nur per Android, sondern auch aus diversen Apps für Apple- oder Microsoft-Mobilgeräte ansteuern. Wenn Sie Webinhalte von einem Windows-PC oder Mac senden wollen, dann benötigen Sie den Google-Chrome-Browser.

Es ist indes aber kein Problem, mehrere Browser parallel zu benutzen. Im Gegenteil, das ist eine gängige Praxis. Webentwickler müssen typischerweise alle gängigen Browser bereithalten. Viele Leute nutzen fürs Onlinebanking einen separaten Browser. Er erhöht die Sicherheit, weil sich in diesem kaum unerwünschte Erweiterungen einnisten und keine Gefährdung durch parallel geöffnete Websites entsteht.

Ein Zweit- oder Drittbrowser ist angesagt, da manche Websites (auch 2015 noch) nicht mit allen Surfprogrammen harmonieren. Manche Leute trennen das Surfen von der Arbeit im Webmail, Blog oder in einem Content-Management-System – dann geht nämlich kein Text verloren, wenn eine fehlerhafte Site einen Absturz auslöst. Und schliesslich ist eine Ausweichmöglichkeit auch für die Diagnose und Umgehung von Browserproblemen unverzichtbar.

Bei der Installation fragt Google Chrome nach, ob er sich zum Standardbrowser aufschwingen darf. Der Standardbrowser ist derjenige, der vom Betriebssystem geöffnet wird, wenn Sie in einem anderem Programm, zum Beispiel in Ihrer E-Mail-Anwendung, auf einen Internetlink klicken. Wenn Sie Chrome nicht zum Standard erheben, steht Ihnen Firefox wie gewohnt weiter zur Verfügung.

Sie können den Standardbrowser jederzeit ändern. In Windows klicken Sie dafür in der Systemsteurung auf «Programme > Standardprogramme > Standardprogramme festlegen». Wählen Sie in der Liste links das bevorzugte Programm aus und klicken Sie auf «Dieses Programm als Standard festlegen». Bei OS X wird der Standardbrowser über Safari festgelegt (selbst wenn Sie nicht Safari nutzen möchten): Sie klicken auf «Safari > Einstellungen» und treffen Ihre Wahl in der Rubrik «Allgemein».

Sie verfahren genauso, um weitere Standards fürs Betriebssystem festzulegen: Das Standard-Mailprogramm erscheint, wenn Sie auf Websites auf eine Mailadresse klicken. Sie können bei Windows auch Vorgaben für die Foto- und Videoanzeige, für die Internettelefonie oder fürs CD-Brennen festlegen.

Fehler bei der Definition der Standardprogramme treten bei Windows übrigens recht häufig auf und sorgen für die gestörte Kooperation zwischen den Programmen. Wie Sie solche Probleme beheben, beschreibt unsere Anleitung. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 12.01.2015, 02:19 Uhr

Hier werden die Standardprogramme festgelegt, die beim Aufruf aus anderen Anwendungen Verwendung finden. (Bild: schü.)

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