Private Mails am Geschäfts-PC?

Was ist zu tun, wenn nach der Kündigung private Daten auf dem Arbeits-PC verbleiben? Warum geraten bei Mobilgeräten die Bilder oft durcheinander? Und wie bringt man externe Festplatten auf Linie?

Vor der Kündigung genau hinsehen.

Vor der Kündigung genau hinsehen. Bild: Steve Wilson/Flickr.com

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Was passiert nach der Kündigung mit privaten Mails?
Mein Arbeitgeber speichert alle, ­wirklich alle, Mails in Outlook. Ich habe gekündigt und möchte, dass alle privaten Mails gelöscht werden. Kann ich sicher sein, dass da kein Zugriff mehr möglich ist nach meinem Weggang und dem damit verbundenen Löschen der geschäftlichen Mailadresse?
D. B., Zürich

Diese Frage hat eine arbeitsrechtliche Seite. Es liegt in der Verantwortung von Ihnen als Arbeitnehmer, dafür zu sorgen, dass keine privaten Daten am Arbeitsplatz im Umlauf sind. Ihr Arbeitgeber darf nur Daten über Sie sammeln, die etwas mit der Ausführung Ihrer Arbeit zu tun haben. Allerdings können Sie Ihrem Arbeitgeber keinen Vorwurf machen, wenn er unabsichtlich in den Besitz Ihrer Daten gerät. Etwa, weil diese in Outlook zusammen mit beruflichen Informationen gespeichert sind.

Sie müssen daher Ihre privaten Informationen wohl oder übel von Hand aus Outlook entfernen. Das sollte garantieren, dass Ihr Nachfolger (der mutmasslich Zugriff auf Ihre geschäftliche Kommunikation benötigt) nicht zufällig über private Nachrichten stolpert.

Das bedeutet aber nicht, dass die Daten komplett weg wären. Es ist denkbar, dass Ihre privaten Mails in Sicherungen enthalten sind und so bei einer Wiederherstellung wiederauftauchen würden. Die Wahrscheinlichkeit ist gering. Ausgeschlossen ist der Fall nicht, zumal es mit vertretbarem Aufwand nicht machbar wäre, die privaten Inhalte auch aus den Datensicherungen zu entfernen.

Darum gibt es nur eine Empfehlung: Trennen Sie private und berufliche Kommunikation ganz. Für (gelegentliche und im Rahmen des akzeptierten Masses) stattfindende private Mailkommunikationen am Arbeitsplatz verwenden Sie nicht Outlook, sondern Ihr privates Mailkonto. Loggen Sie sich via Browser in Ihre private Mailbox ein, dann bleiben auf dem Arbeitsrechner keine Spuren zurück, die gelöscht werden müssten. Sie können auch Ihr privates Smartphone nutzen. Das ist für kurze Mailnachrichten bestens gerüstet.


Rang und Ordnung in die Bildersammlung bringen
Ich nummeriere Bilder am Computer manuell, um die richtige Reihenfolge zu erhalten. Wenn ich diese Bilder auf mein Tablet mit Android trans­feriere, werden diese Bilder in einer eigenen Reihenfolge abgelegt. Wie kann ich den Transfer so gestalten, dass die Bilder bei der tiefsten Zahl beginnen und dann fortlaufend ­erscheinen?
Guido Kueng, Zollikerberg

Die falsche Reihenfolge bei den Digitalfotos gehört zu den grossen «Kummerbox»-Klassikern. Der Grund liegt in der unterschiedlichen Handhabe der Bilder bei PCs und Mobilgeräten: Am Computer werden die Fotos normalerweise nach Datei­namen sortiert. Dieser Dateiname ist leicht änderbar, sodass sich Fotoserien problemlos individuell nummerieren lassen. Die Dateiverwaltungsprogramme (der Explorer bei Windows, der Finder beim Mac) können Bilder bei Bedarf auch nach anderen Kriterien sortieren, beispielsweise nach dem Datum der Aufnahme oder der Bearbeitung.

Die mobilen Geräte (Android und auch iPhones und iPads) verstecken die Dateinamen typischerweise und sortieren automatisch nach den Eigenschaften der Datei, typischerweise nach dem Aufnahme- oder Änderungsdatum. Bei dieser Sortierung spielt der Dateiname keine Rolle. (Ein ähnliches Problem ergibt sich gelegentlich, wenn Bilder per USB-Stick direkt an einem Fernseher gezeigt werden. TV-Geräte neigen mitunter zu komplett willkürlichen Abfolgen; die mutmasslich davon bestimmt werden, in welcher Reihenfolge die Dateien auf dem Speichermedium abgelegt sind.)

Der Ausweg führt, natürlich, über eine App. Bei Android gehört QuickPic zu den beliebtesten alternativen Bildverwaltungsprogrammen. Bei iPhone und iPad sollten individuelle Sortierungen in den Alben berücksichtigt werden, wenn Sie sie in iPhoto im «Ereignis» vorgeben. Sie können sich ebenfalls mit einer App behelfen, etwa mit Photo Manager Pro.


Mit externen Festplatten jonglieren
An meinem PC verwende ich drei USB-Festplatten. Gibt es eine Möglichkeit, den USB-Einsteckplätzen eine permanente Bezeichnung zu vergeben?
Igor Uherkovich, via Mail

Windows pflegt einen archaischen Umgang mit externen Laufwerken, der noch aus der DOS-Ära stammt. Beim Anschliessen weist das Betriebssystem dem Laufwerk einen Buchstaben zu. Welcher das ist, hängt davon ab, welche Laufwerke bereits präsent sind. Es ist nicht gewährleistet, dass ein Laufwerk immer mit gleichem Buchstaben erscheint. Darum sollten Programme stets auf dem Laufwerk C installiert werden. Dieser Buchstabe ändert sich nicht. Zur Not weisen Sie über die Datenträgerverwaltung einem Laufwerk den passenden Buchstaben zu. Sie starten dieses Programm, indem Sie die Windows-Taste und «r» drücken und «diskmgmt.msc» ins «Ausführen»-Feld eingeben. Markieren Sie das Laufwerk unter «Volume» und klicken Sie auf «Aktion > Alle Aufgaben > Laufwerkbuchstaben und -pfade ändern».

Ein Nachtrag vom 17. Februar

Das Programm USBDLM (für USB Drive Letter Manager) reserviert Laufwerkbuchstaben nach diversen Kriterien. Das Programm wird ausführlich im Beitrag Die Sache mit den Laufwerkbuchstaben vorgestellt. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 12.02.2015, 08:11 Uhr

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