Synchronisation ist eine Frage des Vertrauens

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Vertrauenswürdigkeit des verbundenen Computers bestätigen. Screen: TA

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iPhone, iPad, iPod Touch
Synchronisation ist eine Frage des Vertrauens

Wenn ich mein iPad am PC anschliesse, erscheint es nicht in iTunes. Es gibt stattdessen eine Warnung, die mich auf die Sicherheit des PC hinweist. Was kann man da machen? Kurt Isler, via Mail

Apple hat eine zusätzliche Massnahme zum Schutz von iPhone, iPad und iPod Touch eingeführt. Nachdem Sie die Verbindung per USB-Kabel hergestellt haben, müssen Sie den Zugriff an beiden Geräten bestätigen. Um das Vertrauen am iOS-Gerät auszusprechen, muss dieses mit dem Passcode bzw. dem Passwort entsperrt werden. Ein Dieb, der den Code nicht kennt, kann nicht über die Hintertür der Synchronisation an Ihre Daten gelangen. Sie müssen das Prozedere nur einmal ausführen, nachher erfolgt der Abgleich wie gewohnt.


Windows 8.1
Ohne Kachel-Zwischenhalt zum Desktop

Ich habe neu Windows 8.1 installiert. Beim Aufstarten komme ich immer zu den Kacheln. Gibt es eine Möglichkeit, diesen Teil zu überspringen und direkt auf den Bildschirm mit den Programm­ikonen zu kommen? Ruth Bürki Schärer, Lachen SZ

Ja. Schalten Sie die Option «Beim Anmelden oder Schliessen sämtlicher Apps anstelle der Startseite den Desktop anzeigen» ein. Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste auf eine freie Stelle der Taskleiste und wählen Sie «Eigenschaften» aus dem Kontextmenü. Öffnen Sie den Reiter «Navigation».

Mit ein paar Handgriffen gestalten Sie nun Ihre Arbeitsumgebung so, dass Sie Ihre häufig benutzten Programme via Taskleiste oder über eine Programmverknüpfung auf dem Desktop aufrufen und nicht zur verpönten Startseite wechseln müssen. Fürs Einrichten benötigen Sie diese Startseite allerdings erst einmal: Klicken Sie dort bei gedrückter «Ctrl»-Taste auf die Kachel eines Programms, das Sie im Direktzugriff haben möchten. Es erscheint ein Kontextmenü oder ein Menüband am unteren Rand, aus dem Sie den Befehl «An Taskleiste anheften» auswählen.

Sie können alternativ auch den Befehl «Speicherort öffnen» betätigen. Dann wird der Ordner «Start Menu > Programme» geöffnet. Er enthält die Verknüpfungen der Programme, die in der Kachelübersicht erscheinen. Wenn Sie diese Verknüpfung direkt auf den Desktop kopieren, lässt sich das dazu­gehörende Programm inskünftig ohne Umweg über die Kacheln in Betrieb setzen: Halten Sie einfach die «Ctrl»-Taste gedrückt und ziehen Sie das Programmsymbol per Maus auf den Desktop.

Das funktioniert übrigens auch mit Programmen, die Sie über die Suchfunktion aufgestöbert haben oder in der Übersicht «Alle Apps» vorfinden. Diese Auflistung aller installierten Programme erscheint bei Windows 8.1, wenn Sie die Kacheloberfläche nach oben wischen oder in der linken unteren Ecke auf das nach unten zeigende Pfeilchen klicken.

Wie schon früher erwähnt, gibt es auch Programme, die das klassische Startmenü von Windows 7 und älter nachbilden, beispielsweise die Classic Shell (classicshell.net) oder Start Menu 8 von iobit.com. Ich plädiere jedoch für die beschriebenen Anpassungen – denn mit dem individuell angepassten Desktop arbeitet es sich letztlich am besten, zumal auch das klassische Startmenü alles andere als übersichtlich ist.


Google
Umleitung in die Gefahrenzone?

Wenn wir in Firefox Google.ch benutzen, dann meldet unser Sicherheitssystem, die Suche sei auf einen gefährlichen (?) Server umgeleitet worden, nämlich nach google.ch/?gws_rd=ssl. Passieren hier unerlaubte Taten mit unserem System? Alejandro Galan, Zürich

Weiterleitungen im Web können auf eine Schadsoftware hindeuten. Im vorliegenden Fall ist die Sache zum Glück harmlos. Google ist selbst für die Weiterleitung verantwortlich. Der Parameter am Ende der Adresse weist Google an, die Suche verschlüsselt durchzuführen. Seit Oktober 2011 werden die Suchen eingeloggter Benutzer standardmässig über eine verschlüsselte Verbindung durchgeführt. Seit September letzten Jahres werden Suchanfragen generell über eine abhörsichere «https»-Verbindung abgehalten. Dadurch sei es Betreibern von öffentlichen Hotspots, Internetcafés oder den Providern nicht möglich, Suchanfragen zu protokollieren oder zu stören.

Google möchte die Verschlüsselung zum Standard erheben. Im August hat der Suchmaschinenriese angekündigt, dass «https»-Websites künftig in der Suche stärker gewichtet werden als Web­sites, mit denen man unverschlüsselt (per «http») kommuniziert. Dieses Lobbying stiess nicht einhellig auf Zustimmung. Die Implementation sicherer Verbindungsmöglichkeiten stellt für Website-Betreiber einen zusätzlichen Aufwand dar. Sie wird auch nicht in jedem Fall als sinnvoll erachtet. Beispielsweise bringt «https» bei öffentlichen Newssites kaum einen Gewinn an Sicherheit oder Privatsphärenschutz.

Für Sie bedeutet die Umleitung mehr Schutz. Dass eine Warnung erfolgt, deutet darauf hin, dass eine Komponente in Ihrer Konfiguration nicht auf der Höhe der Zeit ist – Browser, Sicherheitsprogramm oder Sucherweiterung. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 05.10.2014, 18:36 Uhr

Der TA-Experte Matthias Schüssler beantwortet Fragen zu Mac, Windows, Sicherheit, E-Mail, Internet und Multimedia.

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