Ungefragte Software-Installationen

Hat alles seine Richtigkeit, wenn der iMac, der Updates plötzlich installiert, ohne die Zustimmung des Nutzers abzuwarten? Plus: Tipps zum übersichtlichen Bilderdruck.

Mit diesen Einstellungen werden Updates ohne Nachfrage geladen – aus Sicherheitsgründen eine gute Sache!

Mit diesen Einstellungen werden Updates ohne Nachfrage geladen – aus Sicherheitsgründen eine gute Sache!

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Seltsam: Heute entdeckte ich auf dem Bildschirm meines iMac oben rechts ein kleines Fenster mit einem mir unbekannten Symbol. Es besagt, auf meinem Mac sei ein Sicherheitsupdate installiert worden. In der Regel wird man doch gefragt, ob man ein Update installieren will? Kurt Mettler, via Mail

Antwort: Die neueste Version des Mac-Betriebssystems, OS X Yosemite, installiert Sicherheits-Updates automatisch. Die Einstellungen zu den Aktualisierungen finden sich in den Systemeinstellungen unter «App Store». Es gibt hier die drei Optionen «App-Updates», «OS-X-Updates» und «Systemdateien und Sicherheitsupdates installieren».

Aus Sicherheitsgründen ist es sinnvoll, alle drei Optionen eingeschaltet zu haben: Je schneller Sicherheitslücken geschlossen werden, desto sicherer sind der Computer und die Daten. Bei den Anwendungsprogrammen (von Apple kurz App genannt) gibt es Anwender, die auf die automatischen Updates verzichten, weil sie sich vorab über die Änderungen informieren möchten. Das schützt vor unliebsamen Überraschungen für den Fall, dass eine neue Version unerwünschte Bedienkonzepte einführt oder nicht mehr so gut mit anderen Programmen harmoniert. Doch auch da gilt: Falls Sie keine allzu ausgetüftelte Softwareumgebung pflegen, dann fahren Sie mit den automatischen Updates am sichersten.


Digitalfotografie
Fotos à la carte anzeigen und übersichtlich drucken
Ich möchte von meinen Digitalfotos zwecks Übersicht Kontaktabzüge herstellen. Ideal wäre eine Aufteilung von 6 Reihen à 5 Fotos pro A4-Blatt. So werden die Fotos genügend gross gedruckt, um einen vernünftigen Eindruck zu bekommen, wenn man etwas sucht. Karl Graf, via Mail

Antwort: Kontaktabzüge zeigten die Bilder eines analogen Films als Übersicht in der Reihe ihrer Entstehung – ideal zur Archivierung und Inventarisierung.

Bei der digitalen Bildverwaltung braucht es so einen Ausdruck nicht unbedingt: Bildverwaltungsprogramme wie Picasa, Lightroom, iPhoto oder Photoshop Elements (nur in der Windows-Version) beherrschen Darstellungsmodi mit Miniaturansichten und präsentieren Ihnen Fotos nach Ordner, chronologisch, zu Stichworten oder anhand von Farbmarkierungen, Bewertungen, Aufnahme­ort oder anderen Metadaten – gerade so, wie Sie es benötigen.

Auch die Betriebssysteme zeigen Bilder mit Voransicht. Bei OS X klicken Sie im Dateiverwaltungsprogramm Finder auf «Darstellung > Als Symbole». Wählen Sie den Befehl «Darstellung > Darstellungsoptionen einblenden». Aktivieren Sie die Option «Symbolvorschau einblenden»: Sie führt dazu, dass Sie nicht das Standard-Symbol sehen, sondern den Bildinhalt. Über «Symbolgrösse» machen Sie die Vorschaubilder grösser und kleiner, und über die Optionen «Ausrichten nach» und «Sortiert nach» geben Sie Gliederung und Reihenfolge vor.

Bei Windows wählen Sie im Explorer über das Symbol «Ansicht ändern» mittelgrosse, grosse oder extragrosse Symbole. Bei Windows 8 steckt diese Auswahl im Menüband «Ansicht».

Wenn Sie Fotos trotz allem lieber ausgedruckt vor sich haben, dann verwenden Sie am besten ein Bildverwaltungsprogramm (einige habe ich vorher bereits erwähnt): Sie stellen ausgeklügelte Druckfunktionen zur Verfügung, wo Sie angeben können, wie viele Fotos pro Blatt gedruckt werden sollen. Ausserdem geben Sie an, wie die Fotos beschriftet werden sollen – zum Beispiel mit Dateiname, Bildtitel oder Aufnahmedatum.

Simple digitale Kontaktabzüge drucken Sie ohne Zusatzprogramm. Bei OS X klappt das über das Programm Vorschau, dem Standardprogramm für Digitalfotos. Markieren Sie die zu druckenden Bilder, öffnen Sie sie per Doppel­klick und betätigen Sie den Druckbefehl. Im Dialog klicken Sie, falls nötig, auf «Details einblenden». Ändern Sie rechts im Abschnitt «Vorschau» die Auswahl auf «Layout». Sie geben bei «Seiten pro Blatt» an, wie viele Fotos auf einer Seite gedruckt werden. Unter «Seiten» geben Sie an, ob alle Bilder im Ordner oder nur die in der Miniaturenliste markierten ausgegeben werden. Die Miniaturenliste blenden Sie, falls nötig, über das Menü «Darstellung» ein.

Bei Windows, im Explorer, geht der Druck von Bildübersichten wie folgt: Markieren Sie die zu druckenden Bilder. Bei Windows 7 klicken Sie in der Menüleiste auf «Drucken». Bei Windows 8 finden Sie den Druckbefehl im Menüband «Freigeben» unter «Senden». Der «Bilder drucken»-Assistent stellt im Band rechts verschiedene Drucklayouts zur Wahl. Sie finden dort den Kontaktabzug, aber auch die Möglichkeit, Fotos in typischen Abmessungen wie 10 × 15 oder 9 × 13 Zentimeter auszudrucken – wobei es dann vom Papierformat abhängt, wie viele ­Bilder auf ein Blatt passen.

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 18.01.2015, 17:49 Uhr

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