Datensicherheit

War da jemand an meinem Stick?

Beim Umgang mit leicht abhandenkommenden Speichermedien sollte man eine alte Regel bedenken: Vorsicht sei besser als Nachsicht.

Welche Form oder Farben ein USB-Stick auch immer hat – er sollte nur mit verschlüsselten Daten gefüllt werden.

Welche Form oder Farben ein USB-Stick auch immer hat – er sollte nur mit verschlüsselten Daten gefüllt werden. Bild: CustomUSB.com/Flickr.com

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Mein USB-Stick war eine Zeit lang nicht auffindbar und tauchte dann plötzlich wieder auf. Ich möchte nun gerne wissen, ob jemand auf meine Daten zugegriffen hat. Wird die letzte Benutzung auf dem Stick erfasst?
Edy Friedli, via Mail

Windows protokolliert nicht nur Änderungen an Dateien, sondern auch den Zugriff. Wechseln Sie im Explorer zur Detailansicht. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Spaltenkopf. Wählen Sie aus dem Menü «Weitere» aus, und schalten Sie die Option «Letzter Zugriff» ein.

Nun ist diese Angabe nicht verlässlich, da sich die Zugriffsprotokollierung in der Registry abschalten lässt. Ausserdem nützt es Ihnen nichts, wenn Sie wissen, dass jemand an Ihren Daten war: Wer es war und was er damit angestellt hat, erfahren Sie nicht.

Vor dieser Ungewissheit schützen Sie sich, indem Sie den Stick verschlüsseln – dann sind Ihre Daten sicher, selbst wenn Sie ihn an einem öffentlichen Computer stecken lassen oder irgendwo verlieren. Um ihn abzusichern, stecken Sie ihn an. Öffnen Sie im Windows-Explorer die Rubrik «Computer» (bei Windows 8: «Dieser PC»), klicken Sie mit der rechten Maustaste das Symbol des externen Sticks an, und wählen Sie «Bitlocker aktivieren» aus dem Kontextmenü aus. Vergeben Sie ein Passwort, das Sie sich auch merken können.

Nun wird Sie Windows beim Anstecken nach dem Passwort fragen. Wenn Sie es nicht jedes Mal eingeben möchten, weisen Sie Windows an, das Laufwerk an Ihrem Heimcomputer automatisch zu entsperren – haken Sie im Dialog die entsprechende Option an.

Die Funktion zur Verschlüsselung von externen Laufwerken nennt sich «Bitlocker to go» und ist bei Windows 8 Pro und bei Windows 7 in der Enterprise- und Ultimate-Version enthalten. Ist Bitlocker einmal eingerichtet, können Sie den verschlüsselten Stick mit allen Versionen von Vista, Windows 7 und 8 benutzen. Wenn Sie eine nicht unterstützte Version haben, greifen Sie zur Verschlüsselung auf den PC eines Bekannten oder Verwandten zurück.

Beim Mac ist das Verschlüsseln externer Speichermedien genauso einfach: Klicken Sie nach dem Einstecken das Symbol auf dem Desktop mit gedrückter «Ctrl»-Taste an, und wählen Sie «[Laufwerk] verschlüsseln» aus dem Kontextmenü (in den eckigen Klammern steht der Name des Speichermediums).

Einen Nachteil hat die Sache: Die Verschlüsselung ist ans Betriebssystem geknüpft, sodass Sie den Krypto-Stick nicht mehr zum Datenaustausch zwischen Windows, Linux und/oder OS X nutzen können. Wenn Sie das tun möchten, verwenden Sie Truecrypt. Die Chiffrierung dieser Opensource-Software funktioniert über die Betriebssystemgrenzen hinweg. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 25.03.2014, 08:59 Uhr

Bei Windows wird ein externes Speichermedium in wenigen Minuten mit einem Verschlüsselungsschutz versehen… (Bild: Screen: schü.)

… und beim Mac geht das ebenso schnell. (Bild: Screen: schü.)

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