Wie bändige ich meinen Drucker?

Tipps der Kummerbox bei störrischen Printern, zum Druck aus dem Outlook-Kalender und zur Kompatibiliät bei CDs.

Drucker liefern zuweilen etwas anderes, als der Bildschirm des Computers anzeigt.

Drucker liefern zuweilen etwas anderes, als der Bildschirm des Computers anzeigt. Bild: Keystone

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Mit meinem halsstarrigen Drucker gibt es Probleme. Er trennt Worte, wo er nicht sollte, und bringt den Textfluss durcheinander. Ich müsste in die Textverarbeitung meines Druckers eingreifen können. Aber wie?
Rudolf Furrer, Roggwil

Der Drucker ist bloss das ausführende Organ, wenn man so sagen darf. Er gibt Ihre Seite genau so aus, wie sie ihm vom Anwendungsprogramm übermittelt wurde. Man nennt dieses Prinzip WYSIWYG. Das zungenbrecherische Akronym steht für «What you see is what you get». Will heissen: Was Sie am Bildschirm sehen, wird auch so gedruckt.

Ihr Drucker scheint etwas anderes zu liefern, als der Bildschirm zeigt. Das könnte an der Ansicht liegen. In Word wählen Sie das «Seitenlayout» aus. Das findet sich im Menüband in der Rubrik «Dokumentenansichten». Es gibt an der Stelle weitere Modi. Der Modus «Entwurf» lässt Bilder weg. Das beschleunigt die Darstellung und erlaubt es Ihnen, sich auf den Text zu konzentrieren.

Auch versteckte Einstellungen führen dazu, dass die Darstellung des Dokuments nicht mit der Druckausgabe übereinstimmt. Das passiert, wenn Sie bei «Datei > Optionen» in der Rubrik «Anzeige» die Zeichnungselemente vom Drucken ausschliessen oder «Ausgeblendeten Text drucken» aktiviert haben. Auch die Optionen in der Rubrik «Erweitert» beim Abschnitt «Dokumentinhalt anzeigen» sollten Sie prüfen. Die Option «Textumbruch im Dokumentfenster anzeigen» erleichtert das Lesen. Der Umbruch wird nicht anhand der Papiergrösse, sondern anhand des Dokumentfensters am Bildschirm vorgenommen.

Wichtig zur Vermeidung von Druckproblemen ist, dass Sie Ihre Dokumente so aufsetzen, dass ein veränderter Umbruch nicht alles durcheinanderbringt. Rücken Sie Text nicht mit Leerzeichen ein, sondern verwenden Sie Tabulatoren. Arbeiten Sie nicht mit harten Trennungen. Nutzen Sie stattdessen die automatische Silbentrennung, die Sie im Menüband in der Rubrik «Seitenlayout» im Abschnitt «Seite einrichten» über «Silbentrennung > Automatisch» einschalten. Für manuelle Trennungen verwenden Sie den bedingten Trennstrich. Er erscheint nur, wenn er auch benötigt wird, und bleibt unsichtbar, wenn keine Trennung erfolgen muss. Sie fügen ihn ein, indem Sie den Bindestrich bei gedrückter «Ctrl»-Taste betätigen.


Outlook
Ausdrucke für jeden Mittwoch im Jahr
Ich möchte im Outlook-Kalender über drei Jahre jeweils den Mittwoch drucken. Kann ich das aufs Mal erledigen, oder muss ich jeden Mittwoch einzeln ausdrucken?
Heinz Weber, Münchenbuchsee

Automatisieren lässt sich diese Aufgabe nur, wenn Sie in VBA bewandert sind und ein Makro entwickeln. Ansonsten erspart es Ihnen der Kalenderdruck-Assistent, 150-mal auf Drucken zu klicken: In dem Programm wählen Sie im Minikalender die Mittwoche aus und drucken Sie in einem Rutsch aus. Der Kalenderdruckasssistent ist gratis unter //bit.ly/kadruassist herunterzuladen.


Software
Der Windows-Trick für den Mac-Computer
Ich habe eine CD mit Kompasskarten gekauft und nicht beachtet, dass ich die nur mit Windows brauchen kann. Gibt es eine Möglichkeit, die CD auch mit OS X 10.9 zu benutzen?
Roger Hermann, Fällanden

Sie können auf Ihrem Mac auch Windows-Programme ausführen. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten:

Apple stellt unter der Adresse apple.com/de/support/bootcamp/ die Software Bootcamp zur Verfügung. Sie präpariert den Mac für die Windows-Installation: Das Programm trennt einen Teil des Festplattenspeichers ab und richtet ein Bootmenü ein. Über das wählen Sie nach dem Einschalten des PC das System, mit dem Sie arbeiten möchten. Mit Bootcamp kompatibel sind Windows 7 und Windows 8 (jedoch nicht die Enterprise-Varianten).

Der zweite Weg führt über eine Software wie VirtualBox von Oracle (kostenlos unter Virtualbox.org) oder Parallels Desktop (rund 105 Franken, Parallels.com). Diese Software stellt eine virtuelle Umgebung zur Verfügung, in der Sie Windows innerhalb des angestammten Betriebssystems ausführen. Sie können auf diese Weise mehrere Betriebssysteme als sogenannte virtuelle Maschinen ausführen und Programme flexibel einsetzen.

Beide Methoden haben Vor- und Nachteile. Per virtueller Maschine (VM) lassen sich Windows- und Mac-Programme parallel ausführen, ohne dass für den Wechsel ein Neustart nötig wäre. Anders als bei Bootcamp muss die Einteilung der Festplatte, die sogenannte Partitionierung, nicht verändert werden. Die VM fordert ihren Tribut bei der Leistung. Für anspruchsvolle Apps und Spiele setzen Sie auf Bootcamp. In beiden Fällen müssen Sie ein Installationsmedium für Windows kaufen.

Sie stellen fest: Der Aufwand, der Ihnen droht, ist recht gross. Wenn es für Ihre Karten eine OS-X-kompatible Alternative gibt, wäre ein Umtausch der CD der einfachere Weg.

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 27.04.2014, 19:43 Uhr

Matthias Schüssler
Der TA-Experte beantwortet Fragen zu Mac, Windows, Sicherheit, E-Mail, Internet und Multimedia.

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