Wofür die automatischen Fehlerberichte gut sind

Wie verhindere ich, dass der Mac Daten an Apple sendet? Was tun, wenn Apple Mail keine Postfächer mehr anzeigt? Wie schalte ich in Windows 7 das «Basisdesign Windows» klassisch aus? Die Kummerbox hilft.

Die Übermittlung von Fehlerberichten lässt sich abschalten. Screen: TA

Die Übermittlung von Fehlerberichten lässt sich abschalten. Screen: TA

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OS X
Nutzen und Tücken der automatischen Fehlerberichte

Ich habe einen Scan vorgenommen. Danach erschien ein «Fehlerbericht» mit dem Hinweis, dass dieser auto­matisch an Apple gesendet würde. Das geht mir nun eindeutig zu weit! Es wäre interessant zu wissen, welche ­Informationen übermittelt werden!
Kurt Mettler, via Mail

Vielen Nutzern geht es wie Ihnen: Das Ihr Computer ungefragt solche Berichte verschickt, stösst ihnen sauer auf. Man fragt sich tatsächlich, wie das System dazu kommt, eigenmächtige Kommunikation zu betreiben, über deren Inhalt der User nichts weiss.

Es ist ein Dilemma: Eigentlich sind diese Fehlerberichte sinnvoll. Dank ihnen erfahren Software-Hersteller von Abstürzen und Stabilitätsproblemen ihrer Produkte. Aus Anzahl und Inhalt dieser Berichte sind klare Schlüsse über die Zuverlässigkeit möglich. Plötzlich auftretende Komplikationen, die beispielsweise durch ein problematisches Update ausgelöst werden, sind schnell erkannt. Die Berichte kommen Ihnen indirekt zugute, weil sie als Grundlage für Produktverbesserungen dienen.

Die Berichte werden anonym übermittelt und enthalten technische Informationen zu den Abläufen im Computer. Diese lassen Rückschlüsse auf Ihre Aktivitäten und die eingesetzten Programme zu. Manche Programme übermitteln nach einem Absturz auch einen «Dump». Das ist ein Speicherauszug, der auch Teile eines Dokuments enthalten und dazu führen kann, dass persönliche Daten ausser Haus gelangen. Apple sagt in Bezug auf die Fehlerberichte von OS X, sie enthielten keine Daten, mit denen man Sie identifizieren könnte.

Machen Sie eine Interessenabwägung: Wenn beim Absturz kein Dokument mit sensiblen Informationen geöffnet war, übermitteln Sie den Bericht. Falls doch, verzichten Sie auf die Übermittlung. Wie sich OS X bezüglich der Berichte standardmässig verhält, legen Sie in den Systemeinstellungen bei «Sicherheit» in der Rubrik «Privatsphäre» unter «Diagnose & Nutzung» fest.


Apple Mail
Wo sind die Postfächer geblieben?

Heute Morgen überraschte mich mein Mac damit, dass er keinerlei Postfächer anzeigte. Wie schaffe ich es, diese im Mail-Programm wieder in die linke Spalte zu bekommen, wo sie einmal waren?
Doris Klingenberg, Zürich

Die Postfächer lassen sich ausblenden, denn manche Benutzer bevorzugen eine spartanische Oberfläche. Sie können auch in dieser reduzierten Darstellung zwischen den Ablagen wechseln. Sie verwenden zu diesem Zweck die ­Favoritenleiste. Diese findet sich unterhalb der Symbolleiste, die die Befehle zum Verfassen, Senden und Empfangen enthält. Die Leiste ist mit dem Namen des aktuell ausgewählten Postfachs ­beschriftet.

In der Favoritenleiste gibt es auch den Befehl «Einblenden». Wenn Sie den betätigen, erhalten Sie die Leiste mit den Postfächern zurück. Sie können auch das Kommando «Darstellung > Postfachliste einblenden» benutzen. Es gibt in diesem Menü weitere Befehle zum Ein- und Ausblenden von Elementen der Mail-Benutzeroberfläche. Übrigens: Auch in der spartanischen Darstellung können Sie alle Ihre Auf­gaben erledigen: Per Maus ziehen Sie Postfächer aus der Postfachliste in die Favoriten, um sie dort als Schaltfläche abzulegen. Mit diesem Trick organi­sieren Sie die Oberfläche dergestalt, dass Sie auf die Postfachliste leicht verzichten können. Um Mails zu verschieben, ­klicken Sie diese bei gedrückter «Ctrl»-Taste an und verfrachten sie via «Bewegen in» an die gewünschte Stelle.


Windows
Wenn sich das Betriebssystem im Uraltlook präsentiert

Ich habe Windows 7 neu installiert. Nun sieht das System aber nicht aus, wie es sollte. Das Windows-Symbol links in der Taskleiste erscheint in einem länglichen Kasten mit dem Schriftzug «Start». Zudem haben die Fenster spitze, nicht abgerundete Ecken, wie es normal wäre.
Bruno Fähndrich, Adliswil

Es sind Designs, die das Erscheinungsbild des Systems steuern. Ein Design enthält ein Hintergrundbild oder mehrere und passende Systemklänge. Es gibt den Bildschirmschoner vor und steuert die Fensterfarben und das Aussehen der Taskleiste und anderer Elemente der grafischen Benutzeroberfläche.

Sie haben nicht das Standarddesign eingeschaltet, sondern das Basisdesign «Windows klassisch». Damit präsentiert sich das System wie zu Windows-2000Zeiten. Sie wechseln zum Windows-7Standard, indem Sie mit der rechten Maustaste auf den Desktop klicken, «Anpassen» aus dem Kontextmenü wählen und unter «Ändern der visuellen Effekte und Sounds auf dem Computer» im Abschnitt «Aero-Designs» die Wahl treffen.

Falls sich das Design nicht auswählen lässt, haben Sie mutmasslich nicht den richtigen Treiber für Ihre Grafikkarte installiert. Viele Computerhersteller stellen auf ihren Websites im Supportbereich aktualisierte Treiber zur Verfügung. Falls Sie dort zu Ihrem Modell nicht fündig werden, aktualisieren Sie den Treiber über den Gerätemanager. Hier wird das Vorgehen beschrieben. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 14.07.2014, 11:22 Uhr

Der TA-Experte beantwortet Fragen zu Mac, Windows, Sicherheit, E-Mail, Internet und Multimedia. Senden Sie uns Ihre Fragen an kummerbox@tages-anzeiger.ch

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