Hilfe, mein Computer spricht Französisch!

Die babylonische Sprachverwirrung bei Windows-8-Apps – und irritierende Fehlermeldungen von seiten des Adobe Flash-Players.

Die Spracheinstellungen von Windows 8: Manche Apps nehmen sie zur Kenntnis, andere nicht.

Die Spracheinstellungen von Windows 8: Manche Apps nehmen sie zur Kenntnis, andere nicht. Bild: Screen: schü.

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Windows 8
Babylonische Sprachverwirrung
Weshalb sind einige vorinstallierte Apps bei meinem Windows-8.1-Laptop auf Französisch (z. B. Courrier, Yeux, oder Calculateur)? Wie ändere ich dies? Erika Bauer, Oberlunkhofen

Leider hat es Microsoft verpasst, den Umgang mit den Sprachversionen bei den Apps ein für allemal einheitlich zu regeln – so wie das beim Mac seit Jahren der Fall ist. Dort enthält eine App alle Sprachvarianten, sodass der Anwender bloss umzuschalten braucht.

Bei Windows hängt es von der App ab, wie sie mit Sprachversionen verfährt – Microsoft führt das in der Hilfe unter bit.ly/wappsprachen aus.

Prüfen Sie, ob die App in den Einstellungen eine Option für die Sprachwahl anbietet. Kontrollieren Sie dann die Spracheinstellung des PC via Charms-Leiste und «Einstellungen > PC-Einstellungen ändern» unter «Zeit und Sprache > Region und Sprache». Um Deutsch zu wählen, klicken Sie diese Einstellung an und betätigen Sie «Als primär festlegen».

Falls die Sprache einzelner Apps auch nach einem Neustart nicht korrekt erscheint, löschen Sie diese und laden Sie sie über den Store nochmals herunter.


Internetsicherheit
Kommunikation mit einem «internetfähigen Speicherort»
Beim Öffnen eines neuen Tabs im Browser erscheint die Meldung: «Adobe Flash Player hat einen potenziell unsicheren Vorgang gestoppt.» Es werde versucht, mit einem «internetfähigen Speicherort» zu kommunizieren. Ich bin verunsichert und frage mich, ob ich bezüglich Sicherheit genügend Vorkehrungen getroffen habe. Florian Fülscher, via Mail

Da sind Sie auf ein Paradebeispiel für eine untaugliche Fehlermeldung gestossen. Einerseits ist der Begriff «internetfähiger Speicherort» so seltsam wie nichtssagend. Andererseits ist die Meldung unnötig verunsichernd. Immerhin: Es stecken gute Absichten hinter der Meldung. Der Flash-Player will vermeiden, dass ein lokal gespeichertes Programm ungefragt Informationen ins Internet sendet oder dass Internetprogramme auf persönliche Daten auf Ihrem Computer zugreifen. Es ist anzunehmen, dass eine Flash-Anwendung im Zwischenspeicher (Cache) sitzt, die von Ihrer Startseite dort deponiert wurde. Es reicht, den Cache zu leeren.

Bei Firefox tun Sie das über die Einstellungen bei «Erweitert > Netzwerk» oder über das Tastaturkürzel «Ctrl» + Umschalttaste + «Delete». Der Dialog «Neue Chronik löschen» stellt Ihnen diverse Protokolldaten zur Verfügung. Setzen Sie im Menü zuoberst die Zeitspanne auf «Alles», und wählen Sie darunter bei «Details» nur «Cache» aus.

Bei Google Chrome klicken Sie auf die Menüschaltfläche (mit den drei Strichen), wählen «Einstellungen» und klicken auf «Erweiterte Einstellungen anzeigen». Betätigen Sie bei «Datenschutz» den Knopf «Browserdaten löschen», und wählen Sie «Cache leeren».

Bei Chrome führt die gleiche Tastenkombination «Ctrl» + Umschalttaste + «Delete» ebenfalls zur Anzeige eines Dialogs, über den Sie die Browserdaten löschen können. Ebenso beim Internet Explorer. Bei den Mac-Versionen der Browser (ausser bei Safari) verwenden Sie zum gleichen Zweck die Tastenkombination Umschalttaste + «Cmd» + Rücktaste.

Zwei Ergänzungen dazu: Falls es nicht hilft, liegt ein gröberes Problem mit dem Flash-Player vor, das Sie gemäss unserer Anleitung beheben. Falls der Browser die Probleme verursacht, setzen Sie ihn so zurück. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 21.12.2014, 17:56 Uhr

Matthias Schüssler

Der TA-Experte beantwortet Fragen zu PCs und der mobilen Welt sowie Sicherheit, Web und Multimedia. Senden Sie uns Ihre Fragen über das Formular unter fragen.tagesanzeiger.ch

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