App-Perlen für Windows 10

Der Microsoft Store ist voller Ramsch? Nicht ganz! 10 Empfehlungen.

Aus dem Windows Store wurde der Microsoft Store: Doch das Angebot hinkt weiter hinter Android und iOS her.

Aus dem Windows Store wurde der Microsoft Store: Doch das Angebot hinkt weiter hinter Android und iOS her. Bild: zei

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Instagram: Windows-Varianten von beliebten Apps hinken häufig hinter ihren iOSund Android-Pendants her, so es sie überhaupt im Store gibt und es sich nicht um inoffizielle Apps handelt. Solche Probleme gibt es mit Instagram nicht. Die App wurde (anders als die iPad-Variante) extra für Tablets optimiert und macht einen richtig guten Eindruck. Das nächste Mal, wenn jemand spottet, dass die Windows-App von Twitter noch die alte Beschränkung auf 140 Zeichen hat, kann man künftig Instagram als Gegenbeispiel anführen.


Spotify: Der Streaming-Primus hat jedes Interesse, auf allen Plattformen vertreten zu sein. Eine Windows-App ist daher Pflicht. Trotzdem gibt es ein Kompliment für die gut gemachte App, die offenkundig mehr ist als eine lästige Pflichtübung. Sie nutzt den Tablet-Bildschirm effizienter als bei iOS oder Android und ist trotzdem leicht mit den Fingern zu bedienen. Besonders gefällt die Möglichkeit, per Windows-App oder sogar auf dem Lockscreen die Spotify-Musik auf dem Smartphone fernzusteuern. Die Cloud machts möglich.


Drawboard PDF: Diese auf PDFs spezialisierte App ist schon fast ein Klassiker in Empfehlungslisten. Dass sich die App so lange hat halten können, ist einerseits ein Qualitätsbeweis, andererseits ein Armutszeugnis für die Auswahl im Microsoft Store. Wer viel mit PDFs hantiert und Notizen machen möchte, sollte Drawboard (10 Franken) unbedingt ausprobieren. Besonders gefällt das kreisförmige und bewegliche Menü, das ein bisschen an vergangene Windows-8-Zeiten erinnert.


VLC: Egal auf welchem Gerät: Wenn es darum geht, Videos mit allen möglichen Dateiformaten abzuspielen, hat sich VLC zur besten und ersten Adresse gemausert. Dank einer App für den Microsoft Store gibt es den beliebten Dienst nun auch mit App-Komfort für Windows. Das Herunterladen von Installationsdateien ist nicht mehr nötig, und Updates werden automatisch installiert. Dabei muss man nicht auf die vielen nützlichen Funktionen (wie Untertitel- oder Audiogeschwindigkeit) verzichten.


Affinity Photo / Designer: Im Microsoft Store findet man gleich mehrere kostenpflichtige Grafikprogramme. Selbst Adobes Photoshop Elements (103 Franken) ist dabei. Die volle Version jedoch nicht. Eine interessante Alternative zu den Adobe-Angeboten, die erst noch ohne ein Abomodell auskommen, sind Affinity Photo und Affinity Designer (je 52 Franken). Für Gelegenheitsnutzer und selbst für manchen Profi reichen die zwei Apps mehr als aus. Erstere eignet sich für Fotobearbeitungen. Zweitere ist spezialisiert auf Grafikdesign.


Whiteboard: Wer in Teams arbeitet und brainstormt, schätzt die Möglichkeit, gemeinsam an einem Dokument zu arbeiten. Google Docs (nicht im Microsoft Store erhältlich) oder Word sind Paradebeispiele. Doch wenn man lieber skizzieren statt schreiben möchte, kommt Microsofts neue App namens Whiteboard zum Einsatz. Damit kann man gemeinsam auf mehreren Computern skizzieren und kritzeln. Die App ist zwar noch in einer Testphase, doch sie hinterlässt schon jetzt einen guten Eindruck.


Onenote: Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man meinen, Microsofts Notizdienst sei speziell für Windows 10 und Computer mit Touchscreen und Stift entwickelt worden. Tatsächlich gibt es Onenote bereits seit 2003. Doch erst jetzt, da Tablets massentauglich geworden sind, kann der Dienst seine ganze Stärke ausspielen. Auf den ersten Blick mag der grosse Funktionsumfang abschreckend wirken, doch hat man sich damit zurechtgefunden, kann kein Notizdienst Onenote das Wasser reichen.


iA Writer: Die minimalistische und elegante Schreib-App für Android, iOS und Mac OS eines Zürcher Entwicklerstudios hat schon zahlreiche Preise gewonnen und viele Fans gefunden. Nach einem gerade erst abgeschlossenen Kickstarter-Projekt soll der iA Writer noch im Februar auf Windows erhältlich sein. Vorerst zwar noch nicht im Store, aber das sei längerfristig durchaus eine Möglichkeit, teilt das Unternehmen auf Nachfrage mit. Es lohnt sich auf jeden Fall schon mal, danach Ausschau zu halten.


Whatsapp: Für den Browser und den Desktop gibt es schon länger die Möglichkeit, Whatsapp vom Handy zu spiegeln. Nun findet man eine offizielle App für den Messenger aus dem Hause Facebook auch im Microsoft Store zum bequemen Download. Das ist umso erstaunlicher, weil es für das iPad nach wie vor keine offizielle App gibt. Dabei wäre das auch dort ein Bedürfnis, wie ein Blick in die Liste der beliebtesten iPad-Apps zeigt. Da tauchen regelmässig inoffizielle und teilweise kostenpflichtige Whatsapp-Apps auf.


Pocket Extension: Nein, eine Windows-App für den Offline-Lese- und Archivdienst Pocket gibt es nach wie vor nicht. Als inoffizielle Alternative empfiehlt sich Latermark. Aber immerhin gibt es eine offizielle Pocket-Erweiterung/Extension für Microsofts eigenen Edge-Browser. Per Knopfdruck kann man damit beliebige Webartikel in eine Liste zum späteren Lesen schicken. Für Chrome- und Firefox-Nutzer gibt es die äusserst praktische Erweiterung natürlich auch. Freilich findet man die nicht im Microsoft Store. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 14.02.2018, 17:09 Uhr

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