App-Wirrwarr, unnütze Abos: 5 Tipps fürs Digital-Jahr 2017

Neues Jahr, neues Glück mit Smartphone, Apps und Updates: Dafür sollten Sie sich mindestens einen dieser Vorsätze zu Herzen nehmen.

Da lassen sich doch sicher ein paar Apps löschen?

Da lassen sich doch sicher ein paar Apps löschen? Bild: Keystone

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  • Apps ausmisten: Ein Smartphone ohne Apps ist wie ein leerer Kühlschrank. Schön anzusehen, aber unnütz. Je voller, desto besser, ist aber auch nicht die Lösung. Genauso wie beim Kühlschrank ist auch beim Smartphone Disziplin gefragt. Apps haben zwar kein Ablaufdatum, aber trotzdem sollte man gelegentlich ausmisten. Da finden sich doch garantiert zwei, drei Apps, die Sie seit Monaten nicht mehr geöffnet haben. Apps, die nur im Hintergrund Speicherplatz, Akku und Daten verbrauchen, können Sie getrost löschen. Das gilt übrigens auch für Windows-PCs und Macs. Hand aufs Herz, wie aufgeräumt ist Ihr Desktop? Auch da findet sich sicher das eine oder andere überflüssige Programm.

  • Abos kündigen: Immer mehr Menschen schauen nur noch gelegentlich traditionelles TV – und wenn, dann übers Internet oder Apps. Gehören Sie auch dazu, dann ist 2017 das Jahr, um das unnötige TV-Abo zu kündigen. Bei der Gelegenheit kann man sich auch gleich Gedanken machen, ob ein Festnetzanschluss noch nötig ist. Ganz Mutige können sich sogar überlegen, ob das Smartphone-Abo den Internetanschluss zu Hause ersetzen könnte. Genauso kritisch sollte man seine Digital-Abos durchleuchten. Braucht man das Streaming-Abo wirklich, und ist der abonnierte Cloud-Speicher immer noch unverzichtbar? Auch hier lässt sich Monat für Monat Geld sparen.

  • Filterblase vermeiden: Ob es die digitale Wohlfühloase, die einem nur mit gefälligen Nachrichten berieselt, wirklich gibt und welche Rolle die Internetkonzerne dabei spielen, wird heftig diskutiert. Selbst ist man dieser Entwicklung aber nicht hilflos ausgeliefert. Ein einfacher Trick schützt vor dem digitalen Tunnelblick. Behalten Sie Störefriede im Auge. Surfen Sie gelegentlich auf die Website von Publikationen, deren Meinung Sie nicht teilen. Das Gleiche gilt für Social Media. Folgen Sie auf Twitter nicht nur Gleichgesinnten. Auf Facebook werden Freunde, mit denen man kaum interagiert, langsam, aber stetig aus dem Newsfeed sortiert. Mit der Funktion «Als Erstes darstellen» holen Sie deren Meinungen zurück, ohne sie mit einem digitalen Daumen nach oben belohnen zu müssen.

  • Updates machen: Eine der wichtigsten Sicherheitsregeln im Smartphone-Zeitalter lautet: Halten Sie Ihre Geräte aktuell. Absolute Sicherheit gibt es nicht, und jedes mit dem Internet verbundene Gerät ist ein Risiko. Darum machen Sie Updates. Das gilt für Apps genauso wie für Betriebssysteme und alle anderen Geräte mit WLAN-Funktion wie Fernseher, Router, smarte Lampen, Fitnessarmbänder, Drucker usw. Damit das klappt, sind Sie freilich darauf angewiesen, dass die Gerätehersteller nach dem Kauf auch weiterhin Updates anbieten. In einem anderen entscheidenden Bereich liegt die Verantwortung aber ganz bei Ihnen: Ändern Sie gelegentlich Ihre Passwörter.

  • Fotokamera kennen lernen: Der Automatikmodus Ihrer Fotokamera schiesst sehr gute Bilder. Aber wetten, es geht noch besser? Nehmen Sie sich 2017 einmal Zeit, Ihre Kamera wirklich kennen zu lernen. Fachbegriffe wie ISO, Blende oder Verschlusszeit verlieren ihre abschreckende Wirkung, wenn man einmal anfängt, damit zu experimentieren. Schalten Sie in den A-Modus, und schauen, Sie was passiert, wenn Sie die Blendenöffnung verändern, oder probieren Sie, bis zu welchem ISO-Bereich Ihnen Fotos noch gefallen. Das tolle an der Digitalfotografie ist schliesslich, dass man das Resultat sofort bekommt und zur Not immer wieder auf den grünen Automatikmodus zurückwechseln kann. Profi-Tipp: Borgen oder kaufen Sie sich ein Objektiv mit einer Festbrennweite. Damit können Sie zwar nicht zoomen, dafür bekommen Sie eine bessere Bildqualität und können sich ganz aufs Experimentieren mit Blende, Verschlusszeit und ISO konzentrieren.
(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 03.01.2017, 15:13 Uhr

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