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Das Galaxy S3 im ersten Kurztest

Roger Zedi hat das neue Samsung-Flaggschiff in Augenschein nehmen können. Das Galaxy S3 lädt sich kabellos und erkennt Gesichter. Das Gerät hat aber einen stolzen Preis.

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Am Donnerstagabend hat Samsung in London das neuste Flaggschiff ihrer Smartphones vorgestellt, das Galaxy S3. Dessen auffallendste Neuerung ist, dass es, so der Hersteller, situativ antizipiert, was der Benutzer möchte.

So merkt es beispielsweise, ob man den Bildschirm anschaut, und schaltet diesen so lange nicht auf dunkel. Das macht es beim Lesen von Websites oder E-Books überflüssig, den Bildschirm ständig wieder antippen zu müssen. Ist man beim SMS-Schreiben und beschliesst, den Empfänger doch lieber anzurufen, reicht es, das Gerät einfach ans Ohr zu halten, schon wird er oder sie angerufen.

Daneben kann man gewisse Funktionen auch per Sprachbefehl namens S Voice ausführen. Das Galaxy unterstützt Deutsch als Eingabesprache, es lässt sich so unter anderem aus dem Stand-by-Modus wecken, man kann Musik abspielen oder die Kamera starten. Das Gerät erkennt ausserdem Gesichter auf den Fotos.

Der Trick mit dem SMS funktioniert

Wir haben das Smartphone vor Ort kurz ausprobiert. Der Bildschirm – dies überrascht wenig – ist gestochen scharf, sehr kontrastreich und gewohnt farbkräftig. Von den Sprachbefehlen konnte man im Lärm des Demoraums leider kaum etwas ausprobieren, das Interface ist jedoch auffällig an Apples Siri «angelehnt». Der Trick mit dem SMS-Schreiben und Anrufen, indem man das Gerät ans Ohr hält, klappt aber wirklich.

Die technische Ausstattung umfasst einen 4,8-Zoll-Amoled-Bildschirm mit HD-Auflösung und eine 8-MP-Kamera (auch die Frontkamera hat eine HD-Auflösung mit 1,9 MP). Es ist 8,6 Millimeter dick und wiegt 133 Gramm, und es lässt sich per Induktion, also kabellos, laden. Von der Form her erfindet es allerdings nichts neu – es sieht aus, wie Dutzende andere Android-Smartphones. Auf dem neuen Samsung-Gerät läuft Android 4.0 («Ice Cream Sandwich»).

2000 geladene Gäste, darunter 800 Journalisten

Das Galaxy S3 ist das offizielle Smartphone der Olympischen Spiele, die im Sommer in London stattfinden werden. Deshalb wurde die englische Hauptstadt als Ort für die weltweit erste öffentliche Präsentation des Gerätes gewählt. Rund 2000 geladene Gäste waren von überall her angereist, darunter 800 Journalisten. Ein klassisches Orchester hat den Event im Earls Court mit Livemusik untermalt.

Die Schweiz zählt für Samsung, wie bereits für Apple, zu den Premium-Märkten, in denen das neue Smartphone als Erstes lanciert wird. Der Verkaufspreis (ohne Abo) wird 899 Franken mit 16 GB Speicher betragen, das Galaxy S3 wird ab 29. Mai erhältlich sein.

Die neue Nummer 1

Samsung hat im ersten Quartal 2012 Nokia als grösster Handyhersteller und Apple als grössten Smartphone-Hersteller überholt. Gleichzeitig hat sich Samsung auch als wichtigster Anbieter von Android-Smartphones etabliert.

Erstellt: 03.05.2012, 21:37 Uhr

Samsung Electronics hat den iPhone-Rivalen Galaxy S3 in der Olympia-Stadt London vorgestellt. (Video: Reuters )

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Ein kompliziertes Verhältnis

Nach Schätzungen von Analysten verkaufte Samsung im ersten Quartal 2012 mehr Smartphones als Apple, das von Januar bis März 3511 Millionen iPhones absetzte. Michael Walkley von der Investment-Gesellschaft Canaccord Genuity schätzt, dass sich Samsung und Apple in diesem Zeitraum den gesamten Profit der Branche geteilt haben. Samsung selbst veröffentlicht keine Verkaufszahlen für seine Handys.

Die beiden Unternehmen haben ein kompliziertes Verhältnis zueinander. Einerseits ist Samsung einer von Apples grössten Lieferanten von Chips und Displays, andererseits liefern sich beide Unternehmen erbitterte Rechtsstreitigkeiten über Patent-Fragen. (DAPD)

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