Test

Das HTC mit Fingerscanner im Schnelltest

Tagesanzeiger.ch/Newsnet hat das neue 15-Zentimeter-Smartphone bereits ausprobieren können. Was taugt der Fingerabdrucksensor?

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Mobiltelefone werden immer grösser, das zeigen Statistiken, der Blick in den Handyshop oder nur schon eine Fahrt mit dem Tram. Bildschirmdiagonalen von 13 Zentimetern sind längst keine Seltenheit mehr. Aber auch noch grössere Geräte tauchen immer häufiger im Alltag auf. Glaubt man Produktstrategen boomen diese Geräte besonders in Asien. Samsung und Sony haben mit ihren Note- und Ultra-Geräten seit längerem solche Riesenhandys im Angebot. Neu ist auch HTC in der 15-Zentimeter-Klasse vertreten.

Tagesanzeiger.ch/Newsnet hatte heute Gelegenheit, den grossen Bruder des HTC One kurz zu testen. Als Erstes fällt auf, dass sich das Gerät trotz seiner schieren Grösse in der Hand immer noch wie ein Telefon und nicht wie ein Tablet anfühlt. Einhändig lässt es sich aber nur schwer bedienen. Das dürfte aber Übungssache sein. Der Autor hatte anfangs mit seinem privaten Xperia Z (13-Zentimeter-Diagonale) dieselben Bedenken und bedient es inzwischen problemlos mit einer Hand.

Grösserer Bildschirm, schwächere Kamera

Ansonsten erinnert das One Max sehr stark an das kleinere One. Das ist auch keine Überraschung. Schliesslich sind beide, abgesehen von der Grösse, praktisch identisch. Zur Enttäuschung von Handyfotografen wurde bei der Kamera allerdings die optische Bildstabilisierung eingespart.

Dafür findet man auf der Rückseite unter der Kameralinse neu einen Fingerabdrucksensor. Die Idee dahinter ist schlau. Damit soll es zum einen möglich sein, das Gerät zu entsperren und je nach Finger andere Apps (etwa die Kamera) zu öffnen. So kann man zum Beispiel mit dem Mittelfinger die Kamera öffnen und mit dem Ringfinger Whatsapp. Ganz klar: ein Komfort- und weniger ein Sicherheitsfeature.

Ziehen statt drücken

Beim Kurztest klappte der Fingerabdruckleser mit etwas Übung ziemlich zuverlässig. Ein Journalistenkollege hatte mit seinem Testgerät deutlich mehr Mühe damit. Das könnte aber auch daran liegen, dass nur Vorserienmodelle zur Verfügung standen. Es braucht aber auf jeden Fall einiges an Eingewöhnungszeit, bis man den Sensor auf der Rückseite des Handys präzise trifft. Man muss den Finger nämlich darüber ziehen und nicht einfach darauf halten.

Ein grosser Nachteil des Sensors ist, dass man nicht einfach das Handy nehmen und es mit dem Scanner entsperren kann. Man muss immer erst den Einschaltknopf drücken. Dann kann man den Finger scannen. Hier wird deutlich, wie elegant die Lösung von Apple ist, Knopf und Scanner zu kombinieren.

Erst der Knopf, dann der Sensor

Leider ist es auch nicht möglich, beispielsweise beim Surfen, schnell den Kamerafinger über den Sensor zu ziehen, um die Kamera zu öffnen. Man muss wieder erst das Gerät sperren, den Einschaltknopf drücken und dann erst kann man eine App mit dem Finger öffnen. Aus dem laufenden Betrieb heraus war das im Test nicht möglich. Das sollte sich aber sicher, so es ein Kundenbedürfnis werden sollte, nachrüsten lassen. Aber vielleicht kommt das auch erst im HTC Two?

Das HTC One Max wird in der Schweiz zu einem empfohlenen Verkaufspreis von 799 Franken ab Mitte Oktober (spätestens Ende Oktober) erhältlich sein, wie es in der Pressemeldung heisst.

Erstellt: 17.10.2013, 14:58 Uhr

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Die Daten

Grösse: 164x83x10 mm
Gewicht: 217 Gramm
Display: 5,9 Zoll (15cm)
Prozessor: Snapdragon 600 1,7 GHz, Quad-core
Betriebssystem: Android 4.3 mit HTC Sense 5.5
RAM: 2 GB
Speicher: 16 GB (erweiterbar)
Akku: 3.300 mAh

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