Das Handy wie ein Lego-Bausatz

Sportliches Design, Hightechkamera und übergrosser Bildschirm: Käufer von Handys sollen schon bald ihr eigenes Gerät zusammenstellen können – zumindest wenn es nach Motorola geht.

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Im März 2013 sorgte der Google/Motorola-Berater Guy Kawasaki für Aufregung. Auf Google+ lancierte er die Idee eines Bausatzhandys: «Wäre es nicht toll, wenn man sein Telefon genauso individuell gestalten könnte?» Auf die Frage folgte ein Werbevideo von Porsche, das zeigt, wie flexibel sich die Luxussportwagen zusammenstellen lassen.

Darauf ging die Diskussion los. Baut Motorola ein modulares Google-Handy? Könnte man damit nur die Kamera auswechseln, wenn eine bessere auf den Markt kommt? Muss man so das Handy nicht mehr alle zwei Jahre ersetzen? Kann man es einfach mit einem schnelleren Prozessor oder einem besseren Bildschirm aufrüsten?

Als Motorola schliesslich am 1. August 2013 die Katze aus dem Sack liess und das Moto X (Das individuelle Massenhandy) vorstellte, beschränkten sich die Optionen allerdings auf Äusserlichkeiten.

Das Android für Hardware

Doch jetzt legt Motorola nach und stellt auf seinem Blog das Ara – ein wirklich modulares Smartphone – vor, allerdings nur als Konzept. Die Idee dahinter umschreibt Motorola so: Was Android für die Software war, soll Ara für die Hardware werden. Eine offene Plattform, für die jeder Hersteller eigene Module entwickeln kann.

Seit einem Jahr würde Motorola an dieser Idee arbeiten. In ein paar Monaten sollen erste Einladungen an Entwickler verschickt werden. In die Entwicklung einbezogen werden soll auch Dave Hakkens, der mit seiner Phonebloks-Idee Anfang September für einiges Aufsehen sorgte.

Problem Massenmarkt

Ob modulare Handys auf dem Massenmarkt tatsächlich eine Chance haben, wird massgeblich davon abhängen, wie einfach die Technik funktioniert. Sobald sich nicht jedes Modul mit jedem anderen Modul verträgt, wird es schwierig. Auch dürfte es den Entwicklern nicht leichtfallen, dünne und elegante Geräte zu bauen. Aktuelle Geräte sind nicht zuletzt deshalb so dünn, weil alle Komponenten auf engstem Raum ineinander verschachtelt und miteinander verklebt wurden. Natürlich müssen auch Preis und Leistung stimmen.

Wie Motorola diese und weitere Probleme lösen will, darf gespannt beobachtet werden. Die Konzeptbilder sehen auf jeden Fall vielversprechend aus. Aber das haben Konzepte so an sich.

Erstellt: 29.10.2013, 14:24 Uhr

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