Das bieten die SMS-Alternativen

Auch Google macht nun der klassischen Handy-Kurznachricht mit überarbeiteten Diensten Konkurrenz. Wir zeigen, was Whatsapp und Co. zu bieten haben und wie sicher die Angebote sind.

Konkurrenziert nun auch die SMS: Google-Konferenz in San Francisco. (15. Mai)

Konkurrenziert nun auch die SMS: Google-Konferenz in San Francisco. (15. Mai) Bild: Keystone

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Der US-Internetkonzern kündigte am Mittwoch an seiner Entwicklerkonferenz I/O in San Francisco das neue Kurznachrichten- und Videodienstangebot an. Seit Jahren machen Kommunikationsdienste, über die Nutzer persönliche Mitteilungen auf Smartphones verschicken können, der guten alten SMS Konkurrenz. Das Angebot solcher Dienste ist mittlerweile kaum noch zu überblicken.

Welche Messenger-Dienste gibt es?

Bekannte Beispiele sind Whatsapp, Yuilop oder Kik. Ausserdem sind für Smartphones auch Programme wie Google Hangouts, der Facebook-Messenger, ICQ oder Skype verfügbar, die auch auf dem Computer funktionieren. Die Mobilfunkbranche versucht derzeit, ihren neuen Dienst Joyn als SMS-Nachfolger zu etablieren, der auch Videoübertragungen während Anrufen ermöglicht. Auf Smartphones ist häufig schon ein Messenger-Dienst vorinstalliert. Auf diesen ist aber niemand festgelegt: Andere lassen sich als App herunterladen, wenn sie für das jeweilige Betriebssystem verfügbar sind.

Wie kann ich diese Dienste nutzen?

Während bei der SMS das Mobilfunknetz für den Versand der Nachricht zuständig ist, ist für die Messenger eine Internetverbindung nötig. Es ist also je nach Nutzung empfehlenswert, eine mobile Daten-Flatrate zu buchen. Smartphone-Nutzer haben diese aber meist ohnehin. Ein weiterer wichtiger Unterschied zur klassischen SMS: Um mit Freunden über Whatsapp und Co. zu kommunizieren, müssen diese denselben Dienst auf ihrem Gerät installiert haben.

Was kosten die Messenger?

Kosten fallen natürlich für den Datentarif an, die Anwendungen selbst sind in der Regel kostenlos oder für kleines Geld zu haben. Whatsapp kostet im App Store von Apple einmalig 1 Franken. Für Besitzer von Smartphones mit Android ist das erste Nutzungsjahr des Programms kostenlos – danach fällt eine Jahresgebühr von weniger als einem Euro an. Bei Handys mit Google-Betriebssystem ist der Vorgänger des neuen Dienstes Hangouts, Google Talk, vorinstalliert. Er wird nun für die neue Version aktualisiert. Die Joyn-App kann aus dem Internet heruntergeladen werden.

Gibt es Sicherheitsbedenken?

Das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein etwa weist auf Bedenken von Datenschützern in den Niederlanden und Kanada wegen Whatsapp hin. Demnach kritisieren die Datenschützer, dass Whatsapp die Adressbücher der Smartphones von Nutzern automatisch ausliest und die Daten dann auf Servern des Unternehmens speichert. Problematisch sei dies, weil durch diese Funktion persönliche Informationen über Dritte auf den Servern von Whatsapp landeten, die den Geschäftsbedingungen des Unternehmens aber überhaupt nicht zugestimmt hätten. Zudem werden die Nachrichten bei einigen Diensten unverschlüsselt versandt.

Welche Alternativen gibt es?

Die Telekom etwa betont, dass die Nutzung von Joyn bei ihr auf Grundlage der «strengen europäischen Datenschutzbestimmungen» erfolge. Unternehmenssitz und Server-Standorte seien in Deutschland. Das Adressbuch bleibe – anders als bei anderen Messenger-Diensten – immer auf dem Smartphone und werde nicht auf international verteilte Server als Kopie hochgeladen und dort unbegrenzt gespeichert.

Wer lieber grundsätzlich keinen Messenger nutzen oder keine SMS schreiben will, kann immer noch auf eine E-Mail ausweichen. Smartphones können ohne Probleme E-Mails empfangen, wenn sie über eine Internet-Flatrate mit dem Netz verbunden sind. Je nach Einstellung kann der Nutzer durch Vibrieren oder einen Signalton sofort nach ihrem Eingang auf sie aufmerksam gemacht werden. E-Mails werden ohne weitergehende Einstellungen allerdings auch unverschlüsselt versandt. (AFP)

Erstellt: 20.05.2013, 23:21 Uhr

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