Das individuelle Massenhandy

Motorola und Google haben ihr neues Handy vorgestellt, das Moto X. Es überzeugt technisch, die Hersteller warten aber mit einer Besonderheit auf.

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Das am Donnerstag in New York präsentierte Smartphone soll schon in wenigen Wochen zunächst in den USA, Kanada und Lateinamerika auf den Markt kommen, wie das Unternehmen mitteilte. Die Preise starten bei 199 Dollar.

Das Moto X ist das erste von Motorola und Google gemeinsam entwickelte Telefon. Motorola gehört zum Internetriesen Google, der den damals angeschlagenen Mobilfunkpionier im vergangenen Jahr für über 12,5 Milliarden Dollar übernahm. Damit hat sich der Internetkonzern das komplette Wissen zum Smartphone-Bau im eigenen Hause angeeignet.

2000 Varianten für das eigene Moto X

Der Nutzer kann das Moto X, welches in einer ehemaligen Nokia-Fabrik in Texas fabriziert wird, vor dem Kauf individuell gestalten: Auf einer Website wählt er mit dem sogenannten Moto Maker aus 16 Gehäusen (sogar eine Rückseite aus Holz steht im Angebot) und diversen Farben aus. Weiter kann man Speicher, Bildschirmhintergründe und Wecktöne zusammenstellen. Motorola verspricht, dass so bis zu 2000 unterschiedliche Kombinationen möglich sind.

Das Smartphone läuft mit Android 4.2.2, bietet ein 4,7-Zoll-Display (Amoled mit 720p) , 2 GB RAM, 16 GB Speicher, Bluetooth 4.0, USB 2.0, NFC, Nano-SIM und eine Kamera mit 10,5 Megapixeln, die sogar mit einer Schüttelbewegung aktiviert werden kann.

Klare Kampfansage an Samsung

Für den Internetkonzern ist das Moto X nach Ansicht von Experten eine Gelegenheit, der Dominanz von Samsung im Smartphone-Markt etwas entgegenzusetzen. Von den Südkoreanern stammt derzeit knapp ein Drittel der weltweit verkauften Smartphones – die meisten davon mit Android-Betriebssystem. Der Elektronikriese Apple kommt auf weniger als die Hälfte, noch viel weiter abgeschlagen ist LG, ebenfalls aus Südkorea. Mashable.com stellt das Moto X bereits in eine Reihe mit dem iPhone 5 und Galaxy S4.

Nach HTC, Samsung und LG jetzt Motorola

Google dominiert den Smartphone-Markt bislang nur von der Softwareseite: Das System Android läuft auf der grossen Mehrheit der Touchscreen-Telefone. Zudem bringt der Konzern zwar regelmässig Geräte unter eigenem Namen heraus, deren Marktanteil ist allerdings vergleichsweise gering. Die Google-Smartphones wurden über die Jahre hinweg von unterschiedlichen Herstellern gebaut, Motorola ist bislang nicht dabei.

«Bei Motorola liegen unsere Wurzeln tief in den mobilen Geräten, wir haben mobile Kommunikation erfunden», erklärte die Motorola-Kanada-Managerin Odile Guinot. «Jetzt als Google-Firma sind wir die Art von Unternehmen geworden, die Smartphones wie das Moto X bauen können.» Konsumenten können sich das Telefon online bestellen und detailliert konfigurieren: Zur Wahl stehen nicht nur verschiedene Farben, sondern auch eine unterschiedliche technische Ausstattung. (ah/AFP)

Erstellt: 02.08.2013, 10:38 Uhr

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