Klein, aber unheimlich praktisch

Es muss nicht immer das neuste Smartphone-Flaggschiff sein. Das Highlight des Autors an der weltgrössten Handymesse in Barcelona war ein unscheinbares Ding.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

In der Peripherie des Sony-Stands, fernab der Aufmerksamkeit und überschattet von smarten Armbändern und Fernsehern, fand sich ein drei Zentimeter grosser USB-Stick mit dem unsäglichen Namen USM16SA1.

Auf der einen Seite hat er einen normalen USB-Stecker, auf der anderen einen Micro-USB-Stecker, wie er in praktisch alle Nicht-Apple-Smartphones und Tablets passt. So kann man Daten vom Telefon auf den Stick speichern und dann am PC nutzen.

Das ist in Zeiten von Cloud-Diensten und Funkverbindungen unbestritten ein rückständiges Produkt – aber ein zuverlässigeres. Im Gegensatz zu einer Daten-Cloud bleibt der USB-Stick auch in Funklöchern oder bei einem WLAN-Ausfall einsatzbereit.

Der 16-GB-Stick von Sony (ab 30 Franken) und ähnliche Produkte von anderen Herstellern (ab 15 Franken) sind inzwischen im Schweizer Handel erhältlich. In den Online-Shops findet man die Produktkategorie, wenn man nach OTG (Die Abkürzung steht für USB On-the-Go) sucht.

Schnell zum Film

In der Praxis hat sich der Stick bereits bewährt. Auf dem Privattelefon des Autors liess sich der Stick auf Anhieb im Dateimanager (File Commander) öffnen. Auch auf einem Galaxy Tab Pro von Samsung gab es keine Probleme. Auf dem Nexus 7 Tablet mit der neusten Android-Version klappte es erst nach der Installation einer speziellen App (OTG Disk Explorer Pro, 2.76 Franken).

Ist der Stick einmal erkannt, lassen sich sehr einfach Dokumente, Musik oder Filme vom Computer auf das Telefon oder Tablet überführen. Etwas aufwendiger ist es, Dateien vom Telefon auf den Stick zu speichern. Dazu muss man sie im Dateimanager finden, anwählen und auf den Stick kopieren.

In diese Richtung ist eine Cloud-Lösung sicher komfortabler – selbst wenn die Variante mit dem Stick bei grossen Dateien schneller ist. Dafür ist die Gegenrichtung komfortabler. Für das Verschieben von grossen Dateien wie Filmen aufs Handy hat sich der Stick besonders bewährt.

Selbst hochauflösende Filme liessen sich auf dem Telefon direkt vom Stick und ohne Ruckler abspielen. Besonders erfreulich: Das Hadern mit USB-Kabeln und Ordnern fällt so ebenfalls weg.

Fazit: USB-Sticks fürs Handy sind eine relativ preisgünstige Lösung für Leute, die viele Filme schauen, den Daten-Clouds misstrauen oder einfach gelegentlich ein Offline-Back-up brauchen.

Erstellt: 18.03.2014, 15:06 Uhr

Artikel zum Thema

Der Erste ist nicht immer der Beste

Analyse Was haben Journalisten und Technologiekonzerne gemeinsam? Der Grat zwischen zu früh und zu spät ist schmal. Das zeigt sich an der weltgrössten Handy-Messe mehrfach. Eine Bilanz. Mehr...

Die 25-Franken-Smartphones kommen

Hintergrund Die Macher des freien Browsers Firefox wollen mit ultragünstigen Smartphones den Markt aufrollen. Mehr...

«Das Riesentelefon frisst die kleinen Tablets»

Interview Die weltgrösste Handy-Messe läuft derzeit in Barcelona. Für Tagesanzeiger.ch/Newsnet ist Digitalredaktor Rafael Zeier vor Ort. Im Interview spricht er über Highlights, ein Firefox OS und Zuckerbergs Gratis-Web. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Service

Ihre Kulturkarte

Abonnieren Sie den Carte Blanche-Newsletter und verpassen Sie kein Angebot.

Blogs

Mamablog Was Eltern über Tik Tok wissen müssen

Geldblog Warum hohe Dividenden nie garantiert sind

Weiterbildung

Lohncheck in Pflegeberufen

Qualifiziertes Pflegepersonal ist rar. Eine Pflegeinitiative setzt sich darum für höhere Löhne ein.

Die Welt in Bildern

Die Kunst des Überlebens: In der Royal Academy of Arts in London schwimmen 50 Ohrenquallen als Teil einer Kunstinstallation in ihrem Aquarium. Die Meerestiere sind einige der wenigen, die vom Klimawandel profitieren. (20. November 2019)
(Bild: Hollie Adams/Getty Images) Mehr...