Der etwas andere Stadtführer fürs iPhone

Wenns pressiert: Der Schweizer WC Guide zeigt mittels GPS-Funktion an, wo sich die nächste Toilette findet und ob sie behindertengerecht ist.

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Im Schweizer App Store ist der «WC Guide» erschienen: Mittels GPS-Funktion zeigt das schweizweite Verzeichnis an, wo sich in der Umgebung die nächste öffentliche Toilette befindet. Neben dem Standort weisen Symbole auf die verschiedenen Toilettentypen hin (normale Toilette, Behinderten-WC oder Pissoir).

Die Idee für das Projekt stammt von Corinne Grond und Adriano Brun aus der Zentralschweiz. Zwei Jahre arbeiteten sie auf eigene Kosten an der iPhone-App. Mittlerweile deckt der Toilettenpapier-Hersteller Hakle die Kosten. «Wir haben den WC-Guide erschaffen um all jenen zu helfen, die im Alltag auf öffentliche Toiletten angewiesen sind», sagt Adriano Brun. Besonders auch die Informationen, ob eine Toilette behindertengerecht aufgebaut ist, war den Initianten ein Anliegen – denn Corinne Grond ist selber auf einen Rollstuhl angewiesen.

Über 1400 Toiletten

Die App-Macher haben das Verzeichnis bereits Anfang 2009 auf WC-Guide.ch veröffentlicht. Die Umsetzung der Idee fürs iPhone sei eine konsequente Weiterentwicklung. «Das Smartphone bietet sich aufgrund seiner Verbreitung und Funktionalität mit GPS perfekt an», sagt Adriano Brun.

Die App zeigt über 1400 Toiletten an. Für die Datenbank haben Grond und Brun auf bereits erhältliche offizielle städtische Verzeichnisse öffentlicher WC-Anlagen zugegriffen oder bekamen diese Informationen auf Anfrage zur Verfügung gestellt.

Nutzer können Einträge erfassen

Bei der Hälfte aller Anlagen handelt es sich um so genannte Eurokey-Toiletten. Eurokey ist ein in Europa verbreitetes Schliesssystem für hindernisfreie Einrichtungen. Spezialanlagen im öffentlichen Raum, welche spezifische Raum- und Hygieneanforderungen erfüllen, werden so Menschen mit Behinderung zugänglich gemacht. Eurokey garantiert auch den Schutz dieser Anlagen. Der Key wird nur an einen begrenzten Personenkreis abgegeben – zum Beispiel an Rollstuhlfahrer oder stark Geh- und Sehbehinderte. Pro Infirmis und der SMCCV (Schweizerische Morbus Crohn/Colitis ulceorsa Vereinigung) haben das Projekt von Anfang an unterstützt.

Noch sind nicht alle Anlagen erfasst, wie unser Test in Zürich zeigt. Aber das Verzeichnis soll auch mit Hilfe der Nutzer wachsen, die direkt in der App einen Eintrag erfassen können. Vor der definitiven Veröffentlichung wird dieser laut Brun kontrolliert. Ein Bewertungssystem für User ist nicht geplant, da «die Sauberkeit der Toiletten sehr von der Tageszeit abhängig ist und subjektiv empfunden wird», sagt Brun. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 13.01.2011, 12:23 Uhr

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