Test

Die Android-Kamera im Test

Samsung verschmilzt die Digitalkamera mit der Smartphone-Welt: Die Galaxy Camera läuft mit dem Betriebssystem Android 4.1.1 und bietet neben WLAN auch die Möglichkeit einer 3G-Verbindung. Der Test.

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Die WLAN-Funktion ist bei Digitalkameras zwar nicht neu, aber mit dem Einsatz des bewährten Betriebssystems werden Bedienung und Möglichkeiten stark erweitert. Einzig telefonieren kann man mit der Kamera nicht – ansonsten hat man genau den Bedienungskomfort, der vom Smartphone bekannt ist.

Unzählige Bildbearbeitungs-Apps

Wer mit Android vertraut ist, wird sich schnell zurechtfinden. Man kann wie mit einem Smartphone im Web surfen, Mails verschicken, Youtube-Videos starten, spielen und via Play Store Apps herunterladen – eben auch jene zur Bildbearbeitung.

Die Kamera wird mit dem 4,8-Zoll-HD-Touchscreen bedient und dies jederzeit im Hoch- oder Querformat. Das Display hat die richtige Grösse, um nachträglich Bilder zu verbessern. Als physische Buttons sind am Gehäuse lediglich der Einschaltknopf, Zoom und Auslöser angebracht. Die Kamera wirkt insgesamt etwas klobig und bringt 305 Gramm auf die Waage.

Bilder sofort im Web veröffentlicht

Auf dem Homescreen befinden sich bereits Bilderanwendungen wie Instagram, Foto-Assistent, Paper Artist, Video-Editor und der Clouddienst Dropbox. Wie bereits erwähnt, kann man die Funktionen mit Bildbearbeitungs-Apps aus dem Play Store beliebig erweitern – ein grosses Plus gegenüber anderen Kameras.

Dank WLAN- und 3G-Anbindung hat man die Fotos im Nu von der Kamera auf sozialen Netzwerken veröffentlicht oder automatisch in allen möglichen Cloud-Diensten gespeichert. Das kann gerade in den Ferien zur Sicherung der Aufnahmen sehr hilfreich sein.

Was die Kamera kann

Und die Kamera? Sie wird gestartet, indem der Nutzer auf das Kamera-App-Symbol tippt, welches stets unten links eingeblendet ist. Neben der Autofunktion hat man die Wahl zwischen verschiedensten Voreinstellungen wie Serienaufnahmen, Panorama, Gesichter, Landschaften, Makro, Bewegtaufnahmen oder einen Modus, der besonders auf die Farbfülle achtet. Fortgeschrittene verändern die ISO-Empfindlichkeit, die Blendenöffnung oder zum Beispiel die Verschlusszeit.

Im Gehäuse ist ein Blitz integriert, der bei Bedarf herausfährt. Innerhalb der Kamera-App kann man Gesichtserkennung, Fotogrösse, Selbstauslöser und vieles mehr beeinflussen. Wer will, kann sogar das Auslösergeräusch ausschalten. Das 21-fache Zoom bedient man per Knopfdruck oder Touchscreen. Die Qualität der von uns gemachten Aufnahmen ist sehr gut und jenen der meisten Smartphones deutlich voraus. Dies darf man von einer Kamera dieser Preisklasse allerdings auch erwarten.

Fazit

Man erhält dank Android ein interessantes Gesamtpaket, das gerade beim Bearbeiten und Verbreiten von Fotos neue Möglichkeiten bietet – und auch eine gewisse Zukunftssicherheit bei der Software. So ist denkbar, dass Samsung mit Software-Updates auch die Funktionen der Kamera laufend erweitert.

Die Galaxy Camera ist ab sofort für 699 Franken im Schweizer Handel erhältlich.

Erstellt: 20.12.2012, 07:27 Uhr

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