Die neue Generation

Die neuen Handys können (fast) alles und sitzen am Handgelenk. An der Mobilfunkmesse in Barcelona wurde aber auch ein Smartphone für Entwicklungsländer vorgestellt.

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Der südkoreanische Hersteller Samsung enthüllte an der Mobilfunkmesse in Barcelona sein neuestes Smartphone-Modell Galaxy S5, der Kurzmitteilungsdienst WhatsApp kündigte eine Funktion für kostenlose Telefonate an. Facebook-Chef Mark Zuckerberg rechtfertigte den hohen Kaufpreis für den Kurznachrichtendienst. Samsungs neues Smartphone-Flaggschiff wurde am Abend präsentiert. Die wichtigsten Neuerungen des Galaxy S5 sind ein Fingerabdruck-Scanner und die Möglichkeit, seinen Puls zu messen. Ansonsten wurden die bestehenden Funkionen verbessert: Die Kamera ist leistungsfähiger als beim Vorgängermodell, der Bildschirm passt sich der Helligkeit der Umgebung an, das Gehäuse ist wasser- und staubdicht.

WhatsApp-Gründer Jan Koum überraschte bei dem Kongress mit der Ankündigung, bald könnten Nutzer über die Anwendung auch kostenlos telefonieren. «Wir werden Sprachkommunikation bei WhatsApp im zweiten Quartal dieses Jahres einführen», sagte Koum. Facebook-Chef Zuckerberg rechtfertigte derweil bei einer Podiumsdiskussion den hohen Kaufpreis für den Kurznachrichtendienst.

«Ich denke, dass WhatsApp für sich genommen mehr wert ist als 19 Milliarden Dollar», betonte Zuckerberg. WhatsApp gehöre zu den wenigen Diensten weltweit, die mehr als eine Milliarde Nutzer erreichen könnten. Das kleine Unternehmen, das Facebook für umgerechnet 14 Milliarden Euro übernehmen will, habe zudem eine wichtige strategische Bedeutung für Facebook, sagte Zuckerberg.

Ansonsten war auf dem Mobile World Congress der Trend zur Technik, die direkt am Körper getragen wird, deutlich sichtbar. Huawei aus China, drittgrösster Handyhersteller der Welt, hatte bereits am Sonntagabend eine intelligente Uhr namens TalkBand präsentiert, die in Europa 99 Euro kosten soll. Samsung stellte ebenfalls am Vorabend der Messe Gear 2 und Gear Neo vor, die Nachfolgemodelle seiner wenig erfolgreichen Smartwatch Galaxy Gear. Konkurrent LG, ebenfalls aus Südkorea und die Nummer vier weltweit, kündigte eine intelligente Uhr noch für dieses Jahr an.

Derartige schlaue Uhren verbinden sich per Funk über Bluetooth mit einem Smartphone, benachrichtigen den Nutzer über neue E-Mails, SMS oder Mitteilungen sozialer Netzwerke und erlauben auch Anrufe per Handy. Weitere Funktionen sind je nach Hersteller beispielsweise Zählung von Schritten, Aufzeichnung der Schlafphasen und Messung der Herzfrequenz.

Der japanische Hersteller Sony zeigte am Montag in Barcelona das intelligente Armband SmartBand SWR10, das ähnlich wie die Uhren Fotos macht und sportliche Aktivitäten aufzeichnet. Zudem stellte Sony sein neues Smartphone Xperia Z2 vor, dass einen hochauflösenden HD-Bildschirm und eine Kamera mit mehr als 20 Megapixeln bietet, sowie das günstigere Xperia M2 und ein besonders dünnes Tablet, das ebenfalls Z2 heisst.

Der finnische Handyhersteller Nokia präsentierte eine neue Baureihe von Mobiltelefonen, die mit dem Google-Betriebssystem Android laufen. Bislang hat die Firma für ihre Smartphones das teurere Betriebssystem Windows Phone von Microsoft verwendet. Die Nokia-Handysparte wird in Kürze von Microsoft übernommen.

Ein besonders günstiges Smartphone kündigte in Barcelona die gemeinnützige Mozilla-Stiftung an. Das Gerät soll rund 25 Dollar kosten und ist vor allem für Menschen in Schwellen- und Entwicklungsländern gedacht. (sda)

Erstellt: 24.02.2014, 23:52 Uhr

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