Ein USB-Stick fürs iPhone

Wer der Cloud nicht traut und mit Funkverbindungen und iTunes seine Mühe hat, bekommt eine Alternative. Aber taugt die auch was?

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Wir haben an der Stelle schon einmal über USB-Sticks fürs Handy berichtet – damals allerdings über solche für Android-Handys (Klein, aber unheimlich praktisch). Jetzt gibt es sie auch für iPhones und iPads.

Der Clou an diesen Sticks: Auf der einen Seite haben sie einen USB-Stecker, wie er in jeden PC oder Mac passt, und auf der anderen Seite haben sie einen Lightning-Stecker, wie man ihn von den Ladekabeln für iPhones oder iPads kennt.

Nicht ganz so einfach

So kann man sowohl mit dem Computer als auch mit dem iGerät auf den 8 GB grossen Speicher zugreifen. Allerdings funktioniert das nicht ganz so einfach, wie man sich das wünschen würde. Wie bei den Android-Sticks sind auch hier etwas Tüftlergeist und Geduld gefragt. Denn weder Android noch iOS sind auf solche Sticks ausgerichtet.

Damit es trotzdem klappt, braucht man nebst dem iStick auch die entsprechende App. Darin kann man Dateien zwischenlagern und entweder auf den iStick oder ins iGerät verschieben. Am einfachsten lassen sich auf die Weise Fotos und Videos auf den Stick ziehen.

Von der Festplatte aufs iPad

Möchte man Texte hin- und herschieben, sind schon mehr Zwischenschritte nötig (siehe Bildstrecke). Mit etwas Übung kann man so trotzdem relativ schnell einen Text, den man auf dem PC in Word begonnen hat, auf dem iPad in Pages zu Ende schreiben – oder umgekehrt. MP3-Dateien und Filme konnten wir direkt vom Stick zwar abspielen, aber nicht in die iPad-Datenbank übernehmen.

Unser Test-Stick vom Onlinehändler Brack kostet 76 Franken. Ein stolzer Preis für gerade mal 8 GB Speicherplatz. Allerdings dürfte der Speicher für die meisten Fälle ausreichen. Wer trotzdem mehr Platz braucht, sollte einen Blick auf WLAN-Speicherlösungen werfen, wie sie von zahlreichen Herstellern angeboten werden.

Man darf gespannt sein, ob der Transferprozess mit iOS 8, das voraussichtlich am Mittwoch ab 19 Uhr ausgeliefert wird, einfacher wird.

Fazit: Das Verschieben von Daten vom iGerät auf den iStick ist nicht gerade komfortabel, aber es funktioniert. Wer der Cloud nicht traut, sich nicht mit iTunes herumärgern möchte oder etwa im Flieger keine Funkverbindung herstellen kann, hat im iStick eine valable Alternative. Besonders Filmfreunden, die ihre Filme vom PC oder Mac auf einem iGerät anschauen wollen, dürfte der Stick gefallen. Viel Platz für hochauflösende Filme hat er allerdings nicht, und der Preis dürfte ruhig noch etwas tiefer sein.

Erstellt: 16.09.2014, 12:10 Uhr

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