Eine Milliarde für Whatsapp – und dann das Aus?

Google steht einem amerikanischen Medienbericht zufolge seit längerem in Verhandlungen mit dem beliebten Messaging-Service. Gelingt die Übernahme, soll der Dienst in der aktuellen Form verschwinden.

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Wie das amerikanische IT-Portal «Digital Trends» berichtet, laufen seit vier bis fünf Wochen Verhandlungen um eine Übernahme des Kurznachrichtendienstes Whatsapp durch Google. Das vorläufige Angebot des Suchmaschinenkonzerns belaufe sich auf eine Milliarde Dollar.

Autor Francis Bea will ausserdem in Erfahrung gebracht haben, dass nach einem allfälligen Kauf der Service geschlossen respektive in die eigenen Google-Services integriert würde. Diversen US-Medien zufolge arbeitet Google seit längerem an einem Messenger-Angebot namens Google Babble.

In Konkurrenz zu Facebook

Am Messaging-Unternehmen mit nach eigenen Angaben 100 Millionen Nutzern täglich scheint auch Facebook interessiert, und zwar seit 2012 (Tagesanzeiger.ch/Newsnet berichtete). Das Netzwerk verfügt allerdings mit Facebook Messenger schon über einen solchen Service.

Der Kauf von Whatsapp würde für Google Sinn machen: Der IT-Riese verfügt anders als etwa Apple (iMessage) über kein Messaging-Angebot. Sowohl Whatsapp als auch Google haben sich zum Bericht von «Digital Trends» nicht geäussert.

Und die Sicherheit?

In der Vergangenheit haben Experten wiederholt Sicherheitsmängel bei Whatsapp kritisiert. 2012 etwa erhielt der Service von «Computerbild» das Prädikat «mangelhaft», da Nutzer damit rechnen müssen, dass News von Unbefugten mitgelesen werden können.

Datenschützer mehrerer Länder kritisieren ausserdem, dass Whatsapp sich beim Adressbuchabgleich automatisch alle Telefonnummern krallt – auch von Personen, welche Whatsapp nicht nutzen. (rek)

Erstellt: 08.04.2013, 11:56 Uhr

Beliebt trotz Sicherheitsmängeln: Messaging-Service Whatsapp. (Bild: Screenshot)

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