Einheitliche Handy-Ladegeräte kommen 2017

In drei Jahren sollen alle Mobiltelefone in Europa über einheitliche Ladegeräte verfügen: Die EU verpflichtet die Hersteller, einen Universal-Stecker auf den Markt zu bringen.

Pflicht zur Vereinheitlichung: Die EU präsentierte bereits 2011 das Modell eines Universal-Steckers für Mobiltelefone.

Pflicht zur Vereinheitlichung: Die EU präsentierte bereits 2011 das Modell eines Universal-Steckers für Mobiltelefone. Bild: Reuters

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Konsumenten in der EU können sich auf einheitliche Ladegeräte für Mobiltelefone ab 2017 einstellen. Das EU-Parlament stimmte am Donnerstag in Strassburg mit überwältigender Mehrheit für eine entsprechende Gesetzesvorlage. Damit soll Geld gespart und die Umwelt geschont werden.

Nun sollen die verschiedenen Hersteller in drei Jahren einen einheitlichen Stecker für Handys, Tablets und Smartphones auf den Markt bringen. Brüssel und die Hersteller hatten sich schon 2009 prinzipiell geeinigt. Doch dann dauerte alles länger als erwartet.

Weniger Kabel und weniger Abfall

Konsumenten sparen Geld, wenn sie für ein neues Handy kein weiteres Ladegerät benötigen. Der Umwelt erspart die Vereinheitlichung Tausende Tonnen Elektromüll. «So können wir zu Hause Kabelsalat und in der Umwelt 51'000 Tonnen Elektromüll pro Jahr vermeiden», sagte die Berichterstatterin, die SPD-Abgeordnete Barbara Weiler.

Allerdings haben nach Schätzungen der EU-Kommission schon 90 Prozent aller neuen Telefone ab 2013 Netzteile, die auch Akkus anderer Geräte aufladen. Nach der Grundsatzeinigung 2009 hatten sich die Hersteller freiwillig dazu verpflichtet.

Universal-Stecker existiert noch nicht

Wie der neue Universal-Stecker aussehen wird, ist noch nicht klar. Die EU-Kommission soll zusammen mit den Herstellern in den kommenden Monaten über eine technisch optimales Format beraten.

Der Gesetzentwurf muss noch formal vom Rat verabschiedet werden. Die Mitgliedstaaten müssen die Vorschriften innerhalb von zwei Jahren in nationales Recht umsetzen. Die Hersteller haben dann noch ein Jahr Zeit, sich auf die verbindliche Anwendung der neuen Vorschriften vorzubereiten. (fko/sda)

Erstellt: 13.03.2014, 17:18 Uhr

Artikel zum Thema

Das einheitliche Handy-Ladegerät ist da

Es ist klein, schwarz und unscheinbar - aber es dürfte das Leben von Millionen europäischer Handynutzer vereinfachen. Am Dienstag wurde das erste europaweit einheitliche Mobile-Aufladegerät vorgestellt. Mehr...

Fertig Kabelsalat – dank Universal-Ladgerät für Smartphones

Der Weg für einheitliche Ladegeräte ist frei. Die EU hat die Standards festgelegt, die Industrie mit der Produktion beginnen. Die neue Regelung kommt auch der Schweizer Bevölkerung zugute. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Kommentare

Blogs

Mamablog Darf die Mutter mit dem Bub aufs Männerklo?
Sweet Home Glamour gegen Langeweile

Weiterbildung

Lohncheck in Pflegeberufen

Qualifiziertes Pflegepersonal ist rar. Eine Pflegeinitiative setzt sich darum für höhere Löhne ein.

Die Welt in Bildern

Essen auf Rädern: Eine Frau kauft sich ihr Abendessen bei einem Strassenhändler in Bangkok. (19. August 2019)
(Bild: Mladen Antonov) Mehr...