Falsche Tweets führen zu Schadsoftware

Die IT-Sicherheitsfirma Trend Micro hat nach eigenen Angaben ein neues Botnetz entdeckt, das sich unter anderem über Kurzlinks auf Twitter verbreitet.

Ein Klick installiert das Schadprogramm: Präparierte Tweets.

Ein Klick installiert das Schadprogramm: Präparierte Tweets.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Darüber landet ein Schadprogramm auf Rechnern von Privatanwendern, das dann virtuelles Geld in der Internet-Währung «Bitcoins» erzeugt.

Der gefälschte Kurzlink führt demnach auf eine Bilddatei, die bei Facebook zu finden sein soll. Wer darauf hereinfällt und den Link anklickt, lädt und installiert das Schadprogramm. Seit Anfang September wurden bereits 600 Tweets mit dem bösartigen Link weitergeleitet. Von der neuen Masche sind den Angaben zufolge bislang hauptsächlich Twitter-Anwender in Indonesien betroffen.

Trend Micro rät Nutzern, Kurzlinks generell zu überprüfen. Bei Twitter sei dies einfach mit diversen kostenlosen Twitter-Programmen wie zum Beispiel Checkshorturl.com möglich, die dafür sorgen, dass beim Anklicken eines Kurzlinks dessen Langversion angezeigt wird. Erst nach nochmaliger Bestätigung durch den Anwender wird der Link geöffnet. (dapd)

Erstellt: 13.09.2011, 08:39 Uhr

Artikel zum Thema

30 Milliarden Spams pro Tag weniger

Microsoft hat in Zusammenarbeit mit den USA die grösste Spamschleuder der Welt eliminiert. Noch ist unklar, ob der Schlag gegen das Botnetz mit einer Million Computern die Cyberkriminellen dauerhaft gestoppt hat. Mehr...

«Dr. Kevin Brown» lebt gefährlich

Interview Die Höchststrafe für den Versand von Spam beträgt drei Jahre Gefängnis oder Busse bis 1'080'000 Franken. Doch bislang wurde hierzulande noch kein Spammer verurteilt. Weshalb? Mehr...

Schweiz bei Cyberkriminellen weniger beliebt

Trotz der markanten Zunahme der weltweiten Internetkriminalität ist die Schweiz sicherer geworden. Bei den bösartigen Aktivitäten, beispielsweise Viren oder Spam, fiel die Schweiz von Platz 35 auf Platz 43 zurück. Mehr...

Weiterbildung

Banken umwerben Frauen

Weltweit steigt das Privatvermögen von Frauen. Banken zeigen, wie dieses gewinnbringend anzulegen ist.

Die Welt in Bildern

Bergungsarbeiten nach Taifun-Katastrophe: Der heftige Wirbelsturm «Hagibis» hinterliess über weite Teile Japans eine Spur der Verwüstung. Die Zahl der Todesopfer ist gemäss eines japanischen Fernsehsenders auf 66 gestiegen. (15. Oktober 2019)
(Bild: Jae C. Hong/AP) Mehr...