Glasrücken und gebogener Screen – die neuen Galaxys im Test

Was taugen S6 und S6 Edge von Samsung? Tagesanzeiger.ch/Newsnet hat die zwei Smartphones ausprobiert.

Fotos scheinen auf dem gebogenen Bildschirm des S6 Edge über den Bildrand hinauszulaufen.

Fotos scheinen auf dem gebogenen Bildschirm des S6 Edge über den Bildrand hinauszulaufen. Bild: TA

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Angesichts der Masse von Journalisten und Bloggern, die sich gestern nach der Pressekonferenz im Vorfeld der Mobilfunkmesse (MWC) in Barcelona auf die neuen High-End-Smartphones von Samsung stürzten, glaubten wir nicht mehr daran. Mit viel Geduld bekamen wir das Galaxy S6 und die Spezialvariante S6 Edge aber dann doch in die Hände. Das Warten hat sich gelohnt.

Positiv fiel uns auf Anhieb der Abschied vom Plastik auf. Das stabile Gorillaglas auf der Vorder- und Rückseite und der Aluminiumrahmen geben den Modellen eine wertvolle, elegante Erscheinung. Sie wirken nicht billig wie die Vorgängermodelle, sondern sind stabil und gut verarbeitet. Der Glasrücken sieht indes wegen der deutlich sichtbaren Fingerabdrücke schon nach wenigen Minuten aus wie ein Butterbrot – da hilft nur Putzen.

Über den Bildrand hinaus

Das S6 Edge unterscheidet sich von der Standardversion hauptsächlich durch den Bildschirm, der an den Längsseiten gegen den Rand hin gebogen ist und bis in die Kante hineinreicht. Das ist zum einen einfach ein Designelement, das dem Handy eine gewisse Eleganz und Eigenständigkeit verleiht. Es wirkt dadurch dünner als das S6 und liegt besser in unserer Hand.

Zum andern hat der gebogene Monitor aber auch einen optischen Effekt: Videos oder Fotos erscheinen darauf grösser, so als würden sie über den Bildrand hinauslaufen und quasi am Horizont weitergehen. Das ist schmuck.

Der Bildschirm macht auch in Sachen Schärfe und Kontrast einen ausgesprochen brillanten Eindruck. Das mag an der sogenannten Super-Amoled-Technologie liegen, bei der jedes Pixel die drei Grundfarben darstellen kann.

Panorama-Selfies

Die Kamera hat ein paar witzige Features spendiert bekommen. Etwa die Funktion Wide Selfie, mit der man mittels einer Mini-Panorama-Funktion auch noch den Äussersten einer Gruppe ins Bild holen kann.

Zudem ist die Kamera extrem schnell schussbereit. Ob es wirklich im Stand-by-Modus 0,7 Sekunden bis zum Auslösen sind, konnten wir nicht prüfen. Sicher ist, dass sie sehr schnell einsatzbereit ist, indem man einfach zweimal auf den mechanischen Home-Knopf tippt.

Gefallen hat auch, dass man Selfies schiessen kann, indem man auf den Knopf auf der Smartphone-Rückseite drückt. Das ist einfach praktisch.

Ob die verbaute 16-MP-Kamera mit der hochgradig lichtstarken Linse (F 1.9) auch sonst hält, was gestern vollmundig versprochen wurde, und sie sich im Vergleich zur Kamera des iPhone 6 plus wirklich viel besser macht, müssen Tests zu einem späteren Zeitpunkt zeigen.

Schade ist, dass das S6 im Vergleich zum Vorgängermodell nicht mehr wasserresistent ist. Grund ist, dass der Fokus bei der neuen Smartphone-Generation aufs Design und hochwertige Materialien gelegt wurde: "Das ging dann auf Kosten der wasserfesten Bauweise. Mit diesen Materialien kann man noch kein wasserfestes Gerät bauen", sagte Rory O'Neill, Director for Mobile Samsung, im Interview.

Fazit: Alles in allem haben die beiden Galaxys S6, die sich technisch kaum voneinander unterscheiden, einen guten ersten Eindruck hinterlassen. Etwas mehr angesprochen hat uns das Edge mit seinen auffälligen Kurven. Noch sind diese nicht viel mehr als ein optisches Gimmick, für die künftig mehr spezielle Anwendungen folgen sollten. Dass man mit einem Fingerwisch am rechten Rand Zugriff auf fünf selbst gewählte Kontakte und Benachrichtigungen zu eingegangenen Infos oder die Zeitangabe bekommt, reicht noch nicht. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 02.03.2015, 11:23 Uhr

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