Googles iPad-Konkurrent im Test

Das Nexus 7 ist offiziell in der Schweiz erhältlich. Mit dem 7-Zoll-Tablet gelangt man nur via WLAN ins Web, eine Mobilfunk-Variante gibt es nicht. Ein Manko? Der Test.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Das Ende Juni vorgestellte Nexus 7 ist seit dem 8. Oktober offiziell in der Schweiz erhältlich (mehr dazu in der Infobox). Hergestellt wird das Google-Tablet von Asus. Offiziell wird hierzulande nur die 16-GB-Version angeboten. Im Ausland gibts auch die 8-GB-Version. Das Nexus 7 ist wie andere Tablets in erster Linie auf den Medienkonsum ausgelegt.

Kompakte Grösse

Der Bildschirm verfügt über eine Bildschirmdiagonale von 7 Zoll respektive 17,78 Zentimetern (iPad: 9,7 Zoll) und bietet eine Auflösung von 1280 x 800 Pixeln. Die Qualität überzeugt, aber wie bei anderen Tablets spiegelt er auch (und kommt daher wohl auch nur bedingt als Reader-Konkurrent zum Kindle infrage). Dank den kompakten Abmessungen und der gummierten Rückseite liegt das Gerät gut in der Hand. Als iPad- oder Galaxy-Tab-Nutzer muss man sich erst an das kleinere Display gewöhnen, dafür ist das Tablet auch leichter und lässt sich problemlos überallhin mitnehmen.

Micro-USB und Kopfhörer sind die einzigen Anschlüsse, die man am Nexus 7 entdeckt. Auf der Vorderseite findet man eine 1,3-Megapixel-Kamera für Videokonferenzen. Auch Bluetooth, GPS und NFC sind an Bord. Mit dem Tegra-3-Prozessor mit 1,2 Gigahertz eignet sich die Hardware auch für rechenintensive Spiele.

Chrome ist der Standard-Browser

Googles Tablet ist das erste, welches mit Android 4.1 (Jelly Bean) läuft – und das erst auch noch in einer kaum veränderten Version. Das heisst, dass sich der Nutzer bei Updates auf eine schnelle Aktualisierung freuen kann und der Hersteller nicht zuerst die Benutzeroberfläche anpassen muss.

Sämtliche Google-Dienste wie Google+, Maps, Youtube oder zum Beispiel Current sind vorinstalliert. Facebook, Evernote und all die anderen Android-Apps kann man natürlich im Google Play Store herunterladen. Standard-Browser ist Chrome, der genauso flott agiert wie in der Desktop-Version. Der namenlose Android-Browser ist verschwunden.

Nur WLAN, kein Mobilfunknetz

Ins Web gelangt man nur via WLAN, eine Mobilfunk-Variante des Nexus gibt es nicht. Ein Manko? Glaubt man den zahlreichen Studien, kommen die Touchscreen-Geräte ohnehin meist auf dem Sofa oder im Büro zum Einsatz. Doch gerade ein so kompaktes Gerät wie das Nexus 7 nimmt man eben auch gerne mit – und würde gerne spontan im Web surfen oder ein paar Mails bearbeiten. Aber da kann ja auch das Smartphone einspringen.

Ein Steckplatz für Speichererweiterungen fehlt, man muss mit 16 GB auskommen. Die reichen aber gut aus, um beispielsweise beim Pendeln oder Reisen genügend Filme und Musik dabeizuhaben. Trotzdem scheint auch eine 32-GB-Variante ein Thema zu sein, wie Android Police schreibt.

Auch das Lesen von E-Books ist natürlich möglich, doch leider ist hierzulande die passende App Google Playbooks noch nicht erhältlich. Aber mit anderen Digitalbuch-Applikationen aus dem Google Play Store kommt man trotzdem an Lesestoff heran.

Das Testgerät wurde uns von Digitec.ch zur Verfügung gestellt.

Erstellt: 09.10.2012, 16:03 Uhr

Nexus 7 in der Schweiz

Google stellte das Nexus 7 Ende Juni in den USA vor. In der Schweiz ist es laut Asus Schweiz exklusiv bei Interdiscount erhältlich – in der 16-GB-Version für 279 Franken.

Digitec.ch bietet die 16-GB-Version bereits seit geraumer Zeit als Importgerät z. B. für 299 Franken an. Daneben listet auch das Preisvergleichsportal Toppreise.ch eine Reihe weiterer Anbieter, die vom Ausland importierte Geräte anbieten. Microspot.ch bietet dasselbe Modell für 299 Franken an (Status am Freitag: nicht lieferbar). Auch der Webshop der Post hat das Asus-Tablet im Sortiment.

In anderen Ländern kann man das Tablet zum Beispiel direkt über den Web-Shop Google Play bestellen.

Artikel zum Thema

Google hat sein Tablet enthüllt

Nach Microsoft hat auch der Suchmaschinen-Konzern ein Tablet vorgestellt. Das Nexus 7 ist gut zehn Millimeter dick, «etwa so schwer wie ein Buch» und soll vor allem als «Medienzentrale» dienen. Mehr...

Wo der Kindle Fire das iPad aussticht

Service Was ein gutes Display ausmacht, zeigen die neuen Tablets von Amazon. Vom Bildschirm abgesehen gibt es noch Verbesserungen beim HD-Gerät. Ein erster Test. Mehr...

So erhalten Sie die iPad-Alternative

Service Anders als in Deutschland verkauft Amazon den neuen Kindle Fire und den Kindle Fire HD in der Schweiz nicht. Wir zeigen Ihnen, wo Sie trotzdem die neuen Tablets beziehen können. Mehr...

Kindle Fire HD lässt auf sich warten

Amazons 7-Zoll-Tablet lässt in der Schweiz weiter auf sich warten: Ein Launchtermin für den Kindle Fire HD ist noch nicht bekannt, sagte eine Amazon-Mediensprecherin gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet. In Deutschland erscheint die Hardware am 25. Oktober.

Schweizer, die das Tablet im Ausland kaufen bzw. bestellen (oder hierzulande zum Beispiel bei Importhändlern wie Digitec.ch oder Pcp.ch), können allerdings nicht alle Funktionen nutzen. So ist es laut Amazon von der Schweiz aus nicht möglich, auf den App Store zuzugreifen, auch der Streamingdienst Lovefilm funktioniert nicht. Amazon-E-Books hingegen kann man problemlos herunterladen.

So bleibt der Schweiz der normale Kindle, ein E-Book-Reader, vorbehalten.

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Blogs

Sweet Home So geht Gastfreundschaft

Geldblog Vifor bleibt eine Wachstumsgeschichte

Newsletter

Der ideale Start in den Tag

Sie wollen täglich die besten Beiträge aus der Redaktion?
Dann abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter «Der Morgen».

Die Welt in Bildern

Russische Torte: Indische Konditoren legen letzte Hand an eine essbare Kopie der Moskauer Basilius-Kathedrale, die sie für die 45. Kuchenausstellung geschaffen. (12. Dezember 2019)
(Bild: Jagadeesh NV) Mehr...