Analyse

Hilfe, wo sind meine Whatsapp-Freunde hin!

Nach der Übernahme von Whatsapp durch Facebook spalten sich die eigenen Telefonkontakte in zwei Lager. Was tun?

Messenger gibt es wie Sand am Meer. Derzeit sind Threema und Telegram in aller Munde.

Messenger gibt es wie Sand am Meer. Derzeit sind Threema und Telegram in aller Munde. Bild: TA

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Die angekündigte Übernahme von Whatsapp hat bei mancher Nutzerin und bei manchem Nutzer die Lust auf eine Alternative geweckt – und davon gibt es reichlich. Besonders beliebt scheinen im Moment die Schweizer App Threema (Grossansturm auf die Schweizer Alternative) und Telegram (The hottest messaging app in the world), wie ein Blick in die Medien und die eigenen Kontaktlisten zeigt.

Noch haben erst vereinzelte Whatsapp-Kontakte des Autors ihr Konto beim künftigen Facebook-Ableger gelöscht. Aber täglich kommen bei den Messenger-Alternativen neue Kontakte dazu. Telegram (9 Kontakte) hat nach einem schwachen Start in den letzten zwei Tagen deutlich zugelegt. Threema (25 Kontakte) liegt aber weiter in Führung. Bei Myenigma (3 Kontakte) stagnieren die Zahlen dagegen. Verglichen mit den 201 Whatsapp-Kontakten sind aber alle diese Zahlen immer noch sehr klein.

Wie Studivz gegen Facebook

Waren es anfangs nur technologiebegeisterte Bekannte, die jeden neuen Dienst sofort ausprobieren wollen, tauchen nun zusehends auch weniger experimentierfreudige Freunde und Bekannte bei Telegram oder Threema auf. Auf beiden Diensten zugleich findet man nur die zuvor erwähnten experimentierfreudigen Bekannten. Die meisten Kontakte entscheiden sich für einen der beiden Dienste.

Das eigene Beispiel ist natürlich – gerade bei den kleinen Zahlen – in keiner Weise repräsentativ, dennoch kann man im Moment sehr gut beobachten, wie sich der eigene Freundeskreis spaltet. Es entsteht ein kleines Threema-Lager und ein kleines Telegram-Lager. Das erinnert an ähnliche Beispiele wie Studivz gegen Facebook oder Xing gegen Linkedin.

Auch da teilten und teilen sich die eigenen Freunde und Bekannten auf zwei Angebote auf – wenigstens so lange bis sich eines der beiden durchsetzt und das andere in der Versenkung verschwindet.

Nur ein Minitrend?

Wie das Rennen zwischen Telegram und Threema global und in den eigenen Kontaktlisten ausgehen wird, lässt sich noch nicht abschätzen. Gut möglich auch, dass es überhaupt kein Rennen, sondern nur ein Minitrend ist.

Alles steht und fällt damit, wie gut es Facebook gelingt, den Vorsprung von Whatsapp zu halten. Der aktuelle Aufschwung der Whatsapp-Alternativen zeigt aber, dass Datenschutz und Sicherheit – wenigstens einem Teil der Nutzer – ein Bedürfnis sind. Ob Facebook das mit seinem Geschäftsmodell unter einen Hut bringt?

Wie halten Sie es mit Whatsapp und den Alternativen? Sagen Sie uns Ihre Meinung in der Umfrage.

Erstellt: 26.02.2014, 13:01 Uhr

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Das passierte in den letzten Tagen tausendfach: Whatsapp wurde gelöscht.

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Alternativen zu WhatsApp

Alternativen zu WhatsApp My Enigma und Threema wollen mit Sicherheits-Messengern die Gunst der Stunde nutzen.

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