Selbstversuch

Selbstversuch: Der beste Tablet-Tag bisher

Das Tablet-Experiment ist in der zweiten Halbzeit angekommen. Es geht immer besser, aber kleine Schwierigkeiten gibt es immer noch.

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Langsam habe ich den Bogen raus. Der zweite Arbeitstag ohne PC und Hardware-Tastaturen verlief schon deutlich besser – und endete nicht mit Rückenschmerzen.

In den Morgen startete ich mit dem Surface 2 von Microsoft. Im Querformat tippt es sich darauf angenehmer als auf dem schmaleren iPad. Allerdings hinterlässt das Surface im Hochformat einen doch recht lang gezogenen und unhandlichen Eindruck.

Plus und Minus

Einzig an die morgendliche Redaktionssitzung musste ich mit dem iPad. Da es nur darauf eine App mit dem vollständigen Printinhalt des «Tages-Anzeigers» gibt. Aber sonst schlug sich das Surface wacker. Besonders nützlich war der detaillierte Zeichenzähler von Word. Gerade für Journalisten, die Texte auf vorgegebene Länge schreiben müssen, ist ein guter Zeichenzähler elementar. Pages fürs iPad hat zwar auch einen, aber der zählt keine Leerzeichen. Google Drive hat in seiner Tablet-Version gar keinen. Ein grosses Plus fürs Surface.

Ein grosses Minus des Surface entdeckte ich erst, als der Artikel fertig war. Word konnte ihn zwar speichern, aber nicht versenden. Wenn man ihn mit der Teilen-Option verschicken wollte, kam beim Adressaten nur ein Screenshot an. Peinlich. Mit der Hilfe eines Twitter-Nutzers und des TA-Kummerbox-Experten Matthias Schüssler klappte es schliesslich. Allerdings nur via Umweg. Das Dokument liess sich nur aus der Mail-App, aber nicht aus Word versenden.

Da der Abgabetermin unweigerlich näher rückte und ich kein Risiko eingehen wollte, schrieb ich den Text auf dem iPad mit der iA-Writer-App zu Ende. Ein paar Mal war ich kurz davor, die Bluetooth-Tastatur, die ich für Notfälle in der Schublade habe, hervorzuholen. Aber schliesslich ging es ohne.

Gestern kam wiederholt die Frage auf, warum ich auf Hardware-Tastaturen verzichte. Nun, ich finde, wennschon, dennschon. Auf diese Art zeigt sich noch deutlicher, was mit Tablets möglich oder eben unmöglich ist.

Fazit: Der beste Tablet-Tag bis jetzt. Ich vermisse die Tastatur zwar immer noch, aber brauche sie nicht zwingend. Rückenweh habe ich auch nicht mehr, da ich jetzt abwechselnd im Zehnfingersystem auf dem Pult und entspannter mit zwei Daumen zurückgelehnt im Bürosessel schreibe.

Dieser Artikel wurde auf einem iPad Air mit der iA-Writer-App geschrieben. Zwei Abschnitte gingen aus unerklärlichen Gründen verloren und mussten neu geschrieben werden.

Erstellt: 27.11.2013, 12:31 Uhr

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Digital-Redaktor Rafael Zeier arbeitet eine Woche nur mit Tablets und verzichtet auf Laptop und PC. Auf Tagesanzeiger.ch/Newsnet und auf Twitter berichtet er über seine Erfahrungen. (Bild: Reto Oeschger)

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