So funktioniert die Google-Brille

Mit einem Touchpad am Rahmen durch Infos scrollen oder die Live-Sicht an Freunde streamen: Der Internetkonzern zeigt in einem Video, wie man das Gadget einsetzen kann. Tech-Blogs veröffentlichten derweil erste Tests.

Google zeigt Cyberbrille in Aktion: Youtube-Clip.


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Google hat Mitte April begonnen, schrittweise 2000 Stück seiner Datenbrille an ausgewählte Entwickler zu verteilen. Sie konnten den Prototyp für 1500 Dollar kaufen. Jetzt zeigt der Konzern in einem Youtube-Clip, wie Google Glass funktioniert.

Touchpad-Rahmen

An der Brille befindet sich ein Mini-Display für das rechte Auge. Vor dem Rahmen erzeugt ein Projektor ein Bild, das von einem Prisma zum Auge umgelenkt wird. Bedient wird das Gadget demnach mit einem Touchpad, das sich am rechten Brillenbügel befindet.

Tippt man darauf, wird die Brille aktiviert und zeigt sowohl die Uhrzeit als auch eine Timeline an: Im linken Bereich des Bildschirms sieht der Nutzer bevorstehende Termine oder das aktuelle Wetter. Auf der rechten Hälfte ruft man Bilder, Videos und Mails ab. Der Brillenträger blättert mit Wischbewegungen am Bügel durch die Informationen. Mit der eingebauten Kamera sind Fotos und Videosaufnahmen möglich. Google geht im Video allerdings nicht auf die Möglichkeiten der Sprachsteuerung ein.

Erste ausführliche Tests erschienen

Unterdessen werden auch sukzessive erste Datenbrillen-Tests veröffentlicht. So hat Tim Stevens auf Engadget.com ein ausführliches Fazit veröffentlicht. Der Tech-Journalist war einer der Ersten, der einen der 2000 Prototypen (sogenannte Explorer Edition) erhalten hat.

Er beschreibt unter anderem, wie der Nutzer in den Einstellungen festlegen kann, ab welchem Neigungswinkel des Kopfes der Bildschirm aktiviert wird. Ein Highlight ist offenbar die Kartenfunktion. Ist der Zielort festgelegt, erscheinen beim Blick auf die aktuelle Umgebung auf dem Brillen-Display Richtungs- und Distanzangaben. Interessant ist auch die Einbindung von Googles Videochatkonferenzen (Hangouts). Freunde können zum Beispiel direkt am PC mitverfolgen, was der Brillenträger gerade sieht.

Auch als Aufsatz für die normale Brille

Die Kamera mit fünf Megapixeln (720p) liefert nur bei guten Bedingungen akzeptable Schnappschüsse. Insgesamt empfindet Stevens die Handhabung der Brille als sehr intuitiv. Google Glass kann man allein tragen oder wie einen Aufsatz an einer normalen Brille befestigen.

In einem Videointerview mit «The Next Web» zeigt sich auch Tech-Blogger und Google-Glass-Besitzer Robert Scoble begeistert: Er möchte am liebsten keinen Tag mehr ohne das Gadget auf der Nase verbringen.

Neben den Smartwatches wird das Gadget namens Google Glass bereits als das «next big thing» gehandelt. Finale Versionen der Cyberbrille werden nicht vor 2014 in den Handel kommen.

Erstellt: 02.05.2013, 13:45 Uhr

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