So gut knipst das Lumia 925

Das neue Smartphone-Flaggschiff von Nokia ist ab sofort in der Schweiz erhältlich und legt besonders Wert auf die Kamera. Warum man aber nichts überstürzen sollte.

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In den letzten Jahren wurden neue Nokia-Geräte nicht selten kurz nach der Lancierung von der Konkurrenz mit Marketing-Getöse und neuen Features in den Schatten gestellt. Zum Schweizer Verkaufsstart des Lumia 925 stellt sich Nokia jedoch gleich selbst in den Schatten.

Denn für den 11. Juli ist eine grosse Nokia-Veranstaltung in New York angesetzt. An der, so man all den Spekulationen in US-Techblogs glauben mag, das Lumia 1020 vorgestellt wird. Den Berichten zufolge hat Nokia ein Kameratelefon in der Hinterhand, das den Namen auch wirklich verdient haben könnte. Die Rede ist von 41 Megapixeln, optischem Zoom und einem mechanischen Verschluss. Kein Wunder, droht das 925 bei den Ankündigungen ins Hintertreffen zu geraten.

Auch eine gute Kamera

Auf den ersten Blick hinterlässt aber auch das (noch) aktuelle Top-Gerät der Finnen einen soliden Eindruck. Das Gehäuse des 925 wirkt dank dem Metallrahmen stabiler, hochwertiger und leichter als sein Vorgänger, das Lumia 920. Um das Gerät leichter zu machen, hat Nokia allerdings die Möglichkeit des kabellosen Aufladens weggelassen. Beim Speicher wurde ebenfalls gespart. Neu gibt es nur noch 16 statt 32 GB. Bei den Innereien hat Nokia im Vergleich zum 920 wenig geändert. Bildschirm, Arbeitsspeicher und Prozessor bleiben praktisch unverändert. Und auch bei der Software hat sich wenig getan. Ob man sich mit dem Betriebssystem Windows Phone 8 anfreunden kann, bleibt Übungs- und Geschmacksache.

Das grösste Verkaufsargument des 925 ist die verbesserte Kamera, die wir mit jener von Sonys Xperia Z verglichen haben (siehe Bildstrecke). In unserem Alltagstest überzeugte nebst der Bildqualität auch der spezielle Kameraknopf (eigentlich ein Muss für jedes moderne Handy). Besonders herausragend war die Kamera bei schlechten Lichtverhältnissen, besonders ärgerlich war dafür das verschachtelte und bürokratische Menü. Wer sich die Zeit nimmt, kann damit zwar allerhand Funktionen kontrollieren. Doch wer nur schnell etwas ändern möchte, verfängt sich schnell im System.

Fazit

Wer schon ein Lumia 920 hat, kann das 925 getrost auslassen und den 11. Juli im Auge behalten. Wer dringend ein neues Windows-Phone-Gerät möchte, sollte ebenfalls den 11. Juli abwarten. Wer ein iPhone oder Android-Telefon hat, wird sowieso frühestens am 11. Juli ein Nokia ins Auge fassen – wenn überhaupt.

Es wird auf jeden Fall spannend zu beobachten sein, wie sich das 1020-Dilemma auf den Erfolg des 925 auswirkt. Ein spätes Lieferdatum oder ein hoher Preis des möglichen 1020 könnten dem 925 aber doch noch zu einem ansehnlichen Erfolg verhelfen. Der grosse Durchbruch, den Nokia so dringend braucht, dürfte es aber kaum werden.

Erstellt: 05.07.2013, 11:43 Uhr

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