Test

Sonys Highend-Smartphone im Test

Grosses HD-Display mit Bravia-Technologie, wasserdichtes Gehäuse, spezielle Kamera und viele weitere Features: Wir konnten Sonys neues Smartphone-Flaggschiff Xperia Z an der CES in Las Vegas ausprobieren.

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Das Xperia Z will sich mit einigen Features von der Konkurrenz abheben. Sony hat bei der Entwicklung des Smartphones auch vom Wissen der eigenen Kamera- und Fernsehsparte profitiert. Insgesamt soll das Xperia Z unterstreichen, wie wichtig für Sony der Mobilemarkt ist.

Tagesanzeiger.ch/Newsnet konnte das 7,9 Millimeter dünne Smartphone fernab des Messetrubels in Las Vegas unter die Lupe nehmen. Mit seinen abgerundeten Kanten liegt das schicke Gerät sehr gut in der Hand, das Unibody-Gehäuse macht einen stabilen, hochwertigen Eindruck. Bei der Verarbeitung wird die Liebe zum Detail sichtbar. Auffallendes Designelement ist der silberne Einschaltknopf, der sich wie die Lautstärkeregler an der rechten Gehäuseseite befindet.

Display mit Bravia-Technologie

Das Xperia Z verfügt über ein 5-Zoll-Display (12,7 cm) mit Full-HD und einer Pixeldichte von 443 ppi. Mit der Mobile Bravia Engine 2 bringt Sony auch Wissen aus der TV-Technologie aufs Smartphone. Das Ergebnis sind in der Tat kristallklare Bilder. Der 5-Zoll-Bildschirm ist je nach Anwendung gerade noch mit einer Hand bedienbar. Doch wie bei vielen anderen Gross-Smartphones will man schon bald nicht mehr zurück.

Technisch ist das Smartphone auf der Höhe: Der 1,5-GHz-Quadcore-Prozessor und die zwei Gigabyte Arbeitsspeicher sollen für die nötige Power sorgen. Der interne Speicher des Smartphones beträgt 16 GB (bis zu 12 GB frei verfügbar). Mit einer Micro-SD-Speicherkarte kann er auf bis zu 64 GB erweitert werden. Das Xperia Z verfügt auch über NFC und 4G/LTE.

Wasserdichtes Smartphone

Eine Besonderheit: Das Sony-Smartphone ist wasserdicht. Möglich macht dies eine Schutzfolie auf der Vorder- und Rückseite. «Sie können also auch mal in der Badewanne bloggen», scherzte Phil Molyneux, Präsident von Sony Electronics, bei der Präsentation am Montag. In der Praxis bedeutet der Schutz, dass das Xperia Z zeitweiliges Eintauchen (1 Meter für 30 Minuten) und Strahlwasser aus der Düse aushält. Die Zertifizierung garantiert auch einen Schutz vor Staub. Übrigens, das Smartphone kann auch mit nassen Fingern bedient werden. Wet Finger Tracking nennt Sony das.

Mitdenkende Kamera

Im Smartphone ist eine 13-Megapixel-Kamera (16-facher Digitalzoom) eingebaut, die von Technologien der Sony-Digitalkameras profitiert: Mit dem Exmor RS Sensor verfügt es über eine Hochkontrast-Foto- und Videofunktion (HDR). Mit dem Schnellstartmodus kann man direkt aus dem Stand-by Fotos schiessen. Die Kamera «denkt» im Automodus auch mit. Ist man zum Beispiel zu nahe am Objekt, wechselt sie automatisch in den Makromodus. Der Burst-Modus erlaubt eine endlose Anzahl Serienfotos – bis der Speicher voll ist. Die Aufnahmen werden in einem eigenen Ordner gespeichert. Die Kamera soll bei schlechteren Lichtverhältnissen noch viel herausholen. Sony hat für die Kamera ein eigenes Interface entwickelt, das zahlreiche Optionen bietet.

Mit einer Berührung kommt der Sound aus dem Lautsprecher

Eine wichtige Rolle soll auch das Zusammenspiel mit Sonys One-Touch-Technologie spielen, bei der NFC zum Einsatz kommt. Spielt man mit dem Smartphone unterwegs Musik ab und will den Song zu Hause direkt weiterhören, hält man das Handy einfach kurz auf den Lautsprecher, und die Musik erklingt aus den Boxen. Oder wenn man ein Video auf dem Smartphone zeigen will, hält man es einfach über die Fernbedienung des Sony-Fernsehers. Möglich macht dies die NFC-Technologie. Das Feature soll auch mit Kopfhörern und Lautsprechern funktionieren, die nicht von Sony sind.

Auch wenn der Kurztest natürlich noch kein abschliessendes Urteil zulässt: Der Ersteindruck stimmt, das Smartphone ist technisch auf der Höhe und kann sich mit einigen Features von der Konkurrenz abheben. Ob es sich auch durchsetzen kann, wird sich schon bald zeigen: Das Xperia Z wird voraussichtlich im Laufe des ersten Quartals 2013 in den Farben Schwarz, Weiss und Violett für 749 Franken erhältlich sein.

Erstellt: 09.01.2013, 08:29 Uhr

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