Tricks, um das Datenvolumen zu schonen

Wenn das mobile Kontingent aufgebraucht ist, wird es teuer oder langsam. Doch das lässt sich mit unseren vier Tricks für Daten-Sparfüchse verhindern.

Es gibt effektive Methoden fürs sparsame Websurfen. Doch die haben Risiken, die man kennen sollte.
Video: Matthias Schüssler

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Die meisten Datentarife, ob Prepaid oder Abos, stellen lediglich ein limitiertes Datenkontingent zur Verfügung. Wenn dieses aufgebraucht ist, wird die Verbindung typischerweise gedrosselt, sprich stark verlangsamt.

Es gibt auch Provider, die eine Aufstockung erlauben, dafür aber Extragebühren verrechnen. Ein Beispiel dafür ist Sunrise mit «Speed Extra», wo man einen Franken pro Tag für maximal ein weiteres GB bezahlt.

Wer zu viel surft, wird gebremst.

Für die mobile Internetnutzung im Ausland ist bei manchen Handy-Abos ein kleines Datenvolumen mit dabei. Ansonsten gibt es die Möglichkeit, ein Datenpaket zu erwerben (eine weitere Möglichkeit ist hier beschrieben). Wird die erlaubte Datenmenge überschritten, kann das teuer werden.

Kontrolle und Optimierung

Darum ist es sinnvoll, den mobilen Datenverbrauch unter Kontrolle zu behalten. Die Smartphones bieten Möglichkeiten, den Verbrauch zu überprüfen, und es gibt auch Sparmöglichkeiten, indem Hintergrundaktivitäten eingeschränkt und besonders kommunikationsfreudige fürs Mobilfunknetz gesperrt werden.

Es gibt auch besonders sparsame Browser und Apps, die den Datenverkehr reduzieren. Das Video stellt eine Reihe von Methoden vor, wie man zum Daten-Sparfuchs wird.

Hier eine kurze Übersicht der Tipps und Tricks:

Den Verbrauch kontrollieren

Das ist beim iPhone in den Einstellungen bei «Mobiles Netz» möglich. Sie können hier Apps, die grosse Datenmengen beanspruchen, deaktivieren – diese können dann nur noch WLAN, aber nicht mehr das Mobilfunknetz verwenden. Wichtig ist, vor einer Auslandreise die Statistik zurückzusetzen, damit Sie den effektiven Verbrauch im Ausland sehen.

Bei Android findet sich die entsprechende Einstellung in der Rubrik «Datennutzung». (Die Optionen können allerdings je nach Hersteller und Modell variieren.) Es ist möglich, Mobilfunkdaten generell zu deaktivieren und über den «Datensparmodus» Hintergrundaktivitäten von Apps zu unterbinden.

Windows hat eine gut versteckte Funktion, um Datenverschwendung zu verhindern.

Apps zur detaillierten Überwachung

Bei My Data Manager (Kostenlos fürs iPhone und Android) wird das Datenvolumen und das Rechnungsdatum eingetragen. Die App zeigt dann laufend an, wie gross der Verbrauch war und wie viele Reserven bleiben. Daraus ergibt sich eine Prognose, ob das Volumen bis Ende Monat reicht. Die App erlaubt es auch, den Verbrauch pro App aufzuschlüsseln. Dazu richtet sie allerdings eine VPN-Verbindung ein, was aus Datenschutzgründen nicht ganz unproblematisch ist.

Google stellt für Android die App Datally zur Verfügung, die nicht nur Statistiken erhebt, sondern auch kostenlose WLAN-Netze in der Umgebung aufzeigt. Die App hat auch einen Sparmodus: Dabei wird der Datenverkehr via ein VPN umgeleitet und von Ballast befreit.

Die Apps der Provider

Die meisten Mobilfunkanbieter stellen ebenfalls eine App zur Verfügung, die nicht nur die verbleibende Datenmenge, sondern auch Gratisminuten und -SMS ausweist: My Swisscom (iPhone/Android), My Sunrise (iPhone/Android) und Salt (iPhone/Android).

Auf Sparsamkeit getrimmte Browser

Opera (Gratis fürs iPhone und für Android) hat zwei eingebaute Modi, die Webseiten für den schnellen Abruf von Ballast befreien. Der radikale «Mini»-Modus kann Einbussen bei der Darstellung und auch Probleme mit der Funktionsweise von Websites verursachen. Opera empfiehlt ihn für schlechte Verbindungen.

Der moderatere «Turbo»-Modus sollte keine Probleme verursachen und dennoch ein gewisses Sparpotenzial ausschöpfen. Er blendet auf Wunsch auch Werbung aus und passt die Bildgrösse an. Auch hier kommt ein VPN zum Einsatz, was Risiken für die Privatsphäre birgt. Die Empfehlung im Video lautet daher, diese Modi nur bei Bedarf zu verwenden und abzuschalten, wenn kein Optimierungsbedarf besteht.

Windows-PCs und Macs bändigen

Wer mit dem Laptop unterwegs ist, kann das Handy als Modem für den Internetzugang benutzen. Das ist beim iPhone über den persönlichen Hotspot möglich. Bei Android heisst die Funktion Mobiler WLAN-Hotspot bzw. Hotspot und Tethering. Allerdings nehmen die Laptops keine Rücksicht aufs Datenvolumen und entwickeln mit automatischen Updates oder Synchronisationen im Hintergrund unter Umständen einen sehr grossen Datenbedarf. Es gibt aber Mittel und Wege, dem entgegenzuwirken:

Keine Updates, keine Store-Downloads

Bei Windows aktivieren Sie in den Einstellungen bei «Netzwerk und Internet» unter «WLAN» beim WLAN Ihres Mobilgeräts die Option «Getaktete Verbindung». Das informiert das Betriebssystem darüber, dass die Verbindung eine Begrenzung aufweist, sodass unter anderem keine Daten aus dem Store und nur die ganz wichtigen Updates geladen werden.

Beim Mac verwenden Sie Trip Mode tripmode.ch, 7.99 US-Dollar). Diese App aktiviert automatisch eine Kontrollfunktion, wenn eine Verbindung mit dem persönlichen Hotspot aufgebaut wird, und blockiert die Kommunikation von Systemdiensten. Über das Icon in der Menüleiste dürfen Sie Systemdienste und Apps freigeben bzw. sperren.

Eine Schweizer App vermeidet Masslosigkeit am persönlichen Hotspot. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 21.01.2018, 14:53 Uhr

Tipps und Tricks in Videoform

Was sind Ihre Anliegen?

In der Videoreihe «Digitale Patentrezepte» gibt Matthias Schüssler exklusiv für Tagesanzeiger.ch/Newsnet einmal pro Woche praxiserprobte Hilfestellung zur souveränen Bewältigung des digitalen Alltags.

Falls Sie ein Anliegen haben, das sich für die Behandlung in unserer neuen Rubrik eignen würde, dann unterbreiten Sie uns das bitte über die Kommentarfunktion oder schreiben Sie an matthias.schuessler@tages-anzeiger.ch.

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