Viel Ärger für WhatsApp

Apple hat das Instant-Messenger-Programm aus dem App Store entfernt. Seit Tagen macht zudem ein Kettenbrief die Runde, welcher vor einer Kostenpflicht warnt. Dies ist aber eine Falschmeldung.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

«Wichtige Meldung: Dein geliebtes WhatsApp wird in nächster Zeit kostenpflichtig»: Diese Kurznachricht haben hierzulande in den letzten Tagen Tausende Kunden des mobilen Nachrichtendienstes erhalten.

Die Empfänger werden aufgefordert, das SMS an möglichst viele Nutzer weiterzuleiten, «um sich von den zukünftigen Kosten zu befreien». Denn nur wer möglichst viele Whats-App-Nachrichten verschicke, werde als Vielnutzer registriert «und das Zahlen werde hinfällig».

«It is a hoax. Really. It is»

Dabei handelt es sich allerdings um einen Hoax, also eine Falschmeldung. Dies haben die Entwickler in ihrem Firmenblog mitgeteilt («It is a hoax. Really. It is»). Ebenso dementiert das Unternehmen, dass der Dienst bald abgeschaltet wird.

Warum die Anwendung aber nicht mehr im App Store auffindbar ist, ist ein Rätsel (auf Nicht-iOS-Plattformen ist der Instant Messenger weiterhin verfügbar). Via Twitter hat das Unternehmen mitgeteilt, dass bei Apple eine neue Version eingereicht wurde und diese App sich jetzt im Prüfprozess befinde. Wer die App bereits installiert hat, kann diese weiter nutzen.

Konkurrenz aus dem Weg geräumt?

Warum die App nicht mehr heruntergeladen werden kann, hat Apple bislang nicht kommuniziert. In Blogs wird darüber spekuliert, ob Apple die App gelöscht hat, um sich der Konkurrenz des hauseigenen Dienstes iMessage zu entledigen. Mit dem bei iOS 5 eingeführten Nachrichtendienst können Nutzer von iPad, iPhone und iPod touch kostenlos Nachrichten an andere senden. Voraussetzung ist allerdings, dass der Empfänger ebenfalls über ein iOS-5-Gerät verfügt. (rek)

Erstellt: 16.01.2012, 13:59 Uhr

Nicht mehr auffindbar: iPhone- und iPad-App WhatsApp.

Von wegen «so oft wie möglich» weitersenden: Nachrichten wie diese sind Hoaxes und gehören gelöscht. (Screenshot)

Artikel zum Thema

«Dr. Kevin Brown» lebt gefährlich

Interview Die Höchststrafe für den Versand von Spam beträgt drei Jahre Gefängnis oder Busse bis 1'080'000 Franken. Doch bislang wurde hierzulande noch kein Spammer verurteilt. Weshalb? Mehr...

Forscherin baut Zombie-Handys

Das illegale Geschäft mit ferngesteuerten Computern blüht. Bald, so prophezeit Georgia Weidman, könnten auch Smartphones zu Spam-Schleudern mutieren – ohne dass dies der Handynutzer merkt. Mehr...

WhatsApp, Viber und Skype: So viel können Sie sparen

Apps für kostenlose SMS und Gratistelefonie boomen. Comparis.ch hat nun berechnet, dass man dank WhatsApp und Co. die Handyrechnung bis zu einem Viertel reduzieren kann. Mehr...

Newsletter

Der ideale Start in den Tag

Sie wollen täglich die besten Beiträge aus der Redaktion?
Dann abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter «Der Morgen».

Kommentare

Die Welt in Bildern

In allen Farben: Die Saint Mary's Kathedrale in Sydney erstrahlt in ihrem Weihnachtskleid. (9. Dezember 2019)
(Bild: Steven Saphore) Mehr...