Test

Was das Beamer-Handy taugt

Ein halbes Jahr nach der Vorstellung in Barcelona kommt das Galaxy Beam in den Verkauf. Wir sagen, wo Sie das Kino-Gadget zu welchem Preis bekommen – und ob sich der Kauf überhaupt lohnt.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Für kurze Zeit trat ein Gerät aus dem Schatten von iPhone und Galaxy S. Mitte Januar 2012 stellte Samsung am Mobile World Congress in Barcelona das Galaxy Beam vor – ein Smartphone, das mittels integriertem Beamer Bilder und Videos an die Wand projiziert. Messebesucher standen für das Android-Gadget Schlange.

Dann wurde es ruhig um das Dia-Smartphone. Ein halbes Jahr später ist es in der Schweiz angekommen. Die Preisempfehlung von Samsung lautet 699 Franken. Sowohl Digitec als auch Mobilezone haben das Galaxy Beam in ihr Portfolio aufgenommen.

Swisscom greift zu, Sunrise und Orange warten ab

Ohne Vertrag kostet es 499 (Digitec) respektive 599 Franken (Mobilezone), je nach Abo ist es für 0 (zwei Jahre Laufzeit) bis 580 Franken zu haben (12-Monats-Abo bei der Swisscom mit einer Monatsgebühr von 15 Franken).

Von den Schweizer Mobilfunkbetreibern wird allerdings nur die Swisscom das Galaxy Beam in ihren Läden oder online anbieten. Laut Sprecher Olaf Schulze wird das Smartphone voraussichtlich ab Mitte August bei der Swisscom erhältlich sein, die Preise kommuniziert der grösste Schweizer Provider noch nicht. Sunrise und Orange sind zurückhaltend. Zum aktuellen Zeitpunkt ist die Aufnahme des Samsung Galaxy Beam in das jeweilige Portfolio nicht vorgesehen, heisst es auf Anfrage.

Der Kurztest

Was taugt das Mini-Projektionsgerät? Das Wichtigste vorneweg: Das Galaxy Beam ist kein Ersatz für einen vollwertigen Beamer. Es ist aber ein cooles Gadget für Leute, welche das Gerät entweder geschäftlich oder privat für Kurzpräsentationen – Statistiken, Bilder und Videos – nutzen wollen. Für ausführliche Geschäftspräsentationen in grosser Runde gibt der Beamer zu wenig her.

Unser Kurztest hat gezeigt, dass der Raum nicht ganz abgedunkelt werden muss, aber ab einem Projektionsabstand von zwei Metern Inhalte unscharf werden. Der Projektor wird mit einer App gesteuert. Darin kann die Funktion Quickpad aktiviert werden, mit welcher der Finger auf dem Touchscreen sich auf der Projektionsfläche in einen Zeiger verwandelt. Allerdings können nicht alle Handyinhalte projiziert werden. Die GPS-Funktion für Google Maps etwa verunmöglicht die Darstellung von Inhalten des Kartendiensts an der Wand.

Alte Android-Version

Das Gerät läuft mit Android 2.3 (Gingerbread). Bislang steht nicht fest, ob das Galaxy Beam auf eine höhere Version des Google-Betriebssystems aktualisiert werden kann. Wie lange die 2000-mAH-Batterien im Projektionsmodus ausreichen, konnte nicht getestet werden, Samsung liefert dazu auch keine Angaben. Im Sprechbetrieb soll der Akku des Beamer-Gadgets Energie für neun Stunden liefern.

Weitere Infos finden Sie in der Bildstrecke. Das Testgerät wurde von Digitec zur Verfügung gestellt.

Erstellt: 20.07.2012, 13:01 Uhr

Artikel zum Thema

Der grosse Oled-Klau

Der Bildschirmhersteller LG Display soll Teile der neusten Display-Technologie seines Konkurrenten Samsung gestohlen haben. Mehr...

Samsung ist nicht «cool» genug

Das Galaxy Tab des südkoreanischen Elektronikriesen Samsung kann aus Sicht eines britischen Gerichts keine Kopie des iPads von Apple sein. Mehr...

Was man beim Beamer-Kauf beachten muss

Die Fussball-WM werden viele Fans mit Freunden im Garten schauen wollen. Home-Cinema-Experte Roland Seibt beantwortet die wichtigsten Fragen zum privaten Public Viewing. Mehr...

Weiterbildung

Lohncheck in Pflegeberufen

Qualifiziertes Pflegepersonal ist rar. Eine Pflegeinitiative setzt sich darum für höhere Löhne ein.

Blogs

Mamablog Wenn Kinder sich selbst im Weg stehen

Sweet Home Die neue Moderne

Abo

Abo Digital - 26 CHF im Monat

Den Tages-Anzeiger unbeschränkt digital lesen, inkl. ePaper. Flexibel und jederzeit kündbar.
Jetzt abonnieren!

Die Welt in Bildern

Bitte lächeln: Frankie die Bordeauxdogge stellt sein Löwenkostüm zur Schau. Er nimmt mit seinem Herrchen an der Tompkins Square Halloween Hundeparade in Manhattan teil (20. Oktober 2019).
(Bild: Andrew Kelly) Mehr...