Wie das Leben so spielt im postapokalyptischen Luftschutzbunker

Im Spiel «Fallout Shelter» wird man zum Architekten, Manager und Beschützer einer unterirdischen Siedlung.

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2077 hat ein Atomkrieg die Menschheit beinahe ausgelöscht und weite Teile der Erde verwüstet. So die Geschichte der 1997 lancierten PC-Rollenspielreihe «Fallout». Im kommenden Herbst kann im vierten Teil der Serie die postapokalyptische Welt weiter erkundet werden. Das verkündete Entwickler Todd Howard an der Game-Konferenz E3 in Los Angeles.

Kaum war der Jubel des Publikums ob der Ankündigung abgeflaut, kam die Überraschung. Seit 2007 das erste iPhone auf den Markt kam, haben Howard und seine Kollegen mit dem Gedanken gespielt, ein Spiel speziell für Touchscreens zu entwickeln. Das Ergebnis dieser Überlegungen ist eine Simulation und heisst «Fallout Shelter». Todd beschreibt das Spielprinzip als eine Mischung seiner Lieblinge «Sim City», «XCOM» und «FTL».

Der Spieler muss einen Berg aushöhlen und einen Luftschutzbunker bauen und in Schuss halten. Dabei ist es wichtig, die Bedürfnisse seiner Bewohner zu befriedigen. Um zu überleben, brauchen sie Wasser, Nahrung und Strom. Dazu errichtet man Generatorräume, Wasseraufbereitungsanlagen und Küchen. Aber auch Wohnquartiere dürfen nicht vergessen werden. Wenn man im Spiel weiter vorankommt, werden weitere Räume wie Krankenzimmer, Gärten oder sogar ein Radiostudio freigeschaltet.

Die 50er-Jahre lassen grüssen

Macht man alles mehr oder weniger zur Zufriedenheit der Bunkerbewohner, beginnt die Bevölkerung zu wachsen. Zum einen bekommen die Bewohner Kinder, zum anderen kommen Flüchtlinge und bitten um Einlass. Je nach Stärken und Schwächen der Bewohner kann man ihnen Jobs zuweisen. Sind alle wichtigen Positionen besetzt, schickt man einzelne Bewohner auf Erkundungsmissionen ins Ödland ausserhalb des Bunkers.

Dort finden sie mit etwas Glück Kronkorken (die Währung des Spiels) und Ausrüstungsgegenstände, mit denen man die Bunkerbewohner ausstatten kann. Besonders wichtig sind Waffen. Denn hin und wieder wird der Bunker auch von Räubern oder Ungeziefer angegriffen. Da müssen sich die Bewohner verteidigen können.

Optisch und akustisch erinnert das Spiel an die amerikanischen Informationssendungen zum Schutz vor Atombomben der 1950er-Jahre. Das verleiht dem Spiel einen ironischen Retro-Touch. Nebst der stimmigen Atmosphäre sorgt auch die knuffige Grafik dafür, dass es Spass macht, den Bunkerbewohnern zuzuschauen.

«Fallout Shelter» gibt es gratis für iPhone und iPad. Eine Android-Version sei in Arbeit. Wer nicht schnell genug vorankommt, kann gegen richtiges Geld Kronkorken kaufen. Nötig ist das allerdings nicht. Auch ohne Geld kommt man mit etwas Geschick und Glück zügig voran. So die ersten Erfahrungen mit dem Game. Nützliches Detail am Rande: Das Spiel funktioniert anders als viele ähnliche Spiele-Apps auch ohne Internetverbindung.

Fazit: «Fallout Shelter» ist ein klassisches Simulationsspiel für zwischendurch. Es macht Spass und ist einfach zu bedienen. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 17.06.2015, 07:18 Uhr

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