Wie gut fotografiert das Nokia N8?

Das neue Flaggschiff der finnischen Handyschmiede heisst N8 und soll Fotos in herausragender Qualität schiessen. Was das Smartphone mit 12-Megapixelkamera wirklich taugt, sehen Sie in unserem Elke-Test.

Gegenüber iPhone und Android wirkt das Betriebssystem Symbian ziemlich verstaubt: Das N8 ist jetzt das erste Smartphone mit einer neuen Version.
Video: Jan Derrer

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Es ist Herbst und neue Smartphone-Modelle schiessen wie Pilze aus dem Boden: So auch einige von Nokia. Die Finnen wollen mit ihren neuen Modellen überzeugen. Ihr bekanntestes ist das N8, das seit einigen Tagen im Handel erhältlich ist.

Mächtiges Objektiv

Optisch kann man beanstanden, dass das Carl-Zeiss-Objektiv etwas mächtig auf der Rückseite des Geräts heraussticht. Doch das Gadget liegt mit seinen 135 Gramm gut in der Hand und ist – zumindest als «Dark Grey»-Version – ein schmuckes Stück.

Das Smartphone verfügt über eine 12-Megapixelkamera, die aber leider, wie das Video zeigt, nicht das gewünschte Bildergebnis liefert. Top hingegen ist die HDMI-Videofunktion. Mit einem dem Smartphone beigelegten Adapter kann man die aufgenommen Videos auch auf dem Fernseher anschauen.

Gute Noten für Symbian 3

Das N8 ist das erste Smartphone, welches mit dem Betriebssystem Symbian 3 läuft. Und wie es läuft: Die verschiedenen Anwendungen lassen sich rasch nach nur einmaligem Berühren des Touchscreens öffnen. Und wie von Nokia versprochen können 20 Anwendungen gleichzeitig ausgeführt werden. Bei früheren Tests in Fachmagazinen wurde des Öfteren bemängelt, dass das N8 eine nur stockende Menüführung und einen trägen Browser hat. Dies konnten wir in unserem Test nicht bestätigen: Die angewählten Menüpunkte wurden sofort ausgeführt und alle ausgewählten Internetseiten liessen sich in kürzester Zeit öffnen.

Oberes Mittelmass

Fazit: Das Multimedia-Handy N8 ist nicht Spitzenklasse, aber immerhin oberes Mittelmass. Ausser der Fotokamera funktioniert soweit alles wie versprochen. Und es sieht auch ganz nett aus – mit dem etwas zu gross geratenen Objektiv auf der Rückseite als «optischen Fehler». Man darf auf weitere Geräte mit dem neuen Nokia-Betriebssystem gespannt sein, bald kommen die nächsten Symbian-3-Geräte auf den Markt. In Deutschland ist etwa das Nokia C7 schon erhältlich.

Technische Daten zum Nokia N8: Quadband UMTS-Mobiltelefon mit 3,5-Zoll AMOLED-Touchscreen, 12-Megapixelkamera plus Zweitkamera für Videotelefonie, Multimediaplayer, AGPS und Ovi Maps 3.0, Wifi und Bluetooth. Interner Speicher 16 GB, 512 MB RAM. Das 135 Gramm schwere Handy kostet bei Digitec ohne Abo 505 Franken. Es ist auch mit Abos von Swisscom, Orange und Sunrise erhältlich (ab 35 Franken, zum Beispiel bei Swisscom mit einem Vertrag für 24 Monate). (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 20.10.2010, 10:41 Uhr

Das Rating

Design
Grösse und Gewicht
Akku
Gesamteindruck

Specials: Der HDMI-Anschluss.

1 Stern = schlecht, 5 Sterne = sehr gut

Artikel zum Thema

Alles neu bei Nokia: Symbian 3 soll Apple und Google Paroli bieten

Telekom London Ein neuer Chef und neue Geräte - der weltgrösste Handyhersteller Nokia steht vor einem Neuanfang. Mehr...

Nokia zwischen forschem Angriff und Charme-Offensive

Die in Bedrängnis geratenen Finnen geben sich kämpferisch – und umgarnen App-Entwickler. Mehr...

Der Apple-Trick

Produkte, die später als angekündigt erscheinen, können paradoxerweise die Verkaufszahlen steigern. Doch funktioniert, was Apple zelebriert, auch bei Nokia und Sony Ericsson? Mehr...

Service

Für Selbstständige und KMU

Tragen Sie Ihre Firma im neuen Marktplatz des Tages-Anzeigers ein.

Blogs

Geldblog Risikofreie Anlagen sind kalter Kaffee

Mamablog Mädchen sind hübsch, Jungs schlau

Abo

Abo Digital - 26 CHF im Monat

Den Tages-Anzeiger unbeschränkt digital lesen, inkl. ePaper. Flexibel und jederzeit kündbar.
Jetzt abonnieren!

Die Welt in Bildern

Lachen für einen guten Zweck: Diese Frau nimmt, in Malta, an einer Parade für Clowns teil, die sich um kranke Kinder kümmern. (15. Oktober 2017)
(Bild: Darrin Zammit Lupi) Mehr...