Wir sind Weltmeister im Herunterladen von Apps

19 kostenpflichtige Apps haben Schweizerinnen und Schweizer im Durchschnitt auf ihren Smartphones installiert. Am Montag zeichnete die Swisscom die besten Schweizer Apps aus.

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Lange hatte Apple die Nase vorn. Ende Oktober 2012 zog Google gleich. Seither stehen im App Store und bei Google Play je über 700'000 Apps zum Runterladen bereit. Damit sind Google und Apple daran, die zwei anderen Konkurrenten Microsoft und Blackberry abzuhängen.

Schätzungen des Marktforschungsinstituts IHS iSuppli gemäss werden bis Ende Jahr bei Google Play 20 Milliarden Apps heruntergeladen und im Store von Apple 11 Milliarden. Das alleine wird einen Umsatz von über 4,2 Milliarden Dollar auslösen. Davon fliesst ein Drittel an Google und Apple, denn pro verkaufte App erhalten diese Anbieter einen Anteil von 30 Prozent.

Noch liegt Apple beim App-Umsatz vorne. IHS iSuppli geht jedoch davon aus, dass Google im Jahr 2014 Apple überholen wird. Zu diesem Zeitpunkt dürften mehr Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android im Umlauf sein.

Im Runterladen von Apps sind die Schweizer führend, wie eine Umfrage des Statistikportals Statista.com vom Mai 2012 zeigt. Im Schnitt haben die Eidgenossen 19 kostenpflichtige Apps auf ihrem Smartphone installiert. Auf Platz zwei kommen die Österreicher mit durchschnittlich 18 Apps. Auf Rang drei folgen die Deutschen mit 15 Apps.

Schweizer lieben SBB-App

Die in der Schweiz am meisten heruntergeladene App ist mit über 2,5 Millionen Downloads die Anwendung der SBB.

Gemäss dem Branchenverbands Swiss Mobile Association (Smama) kostet es in der Schweiz zwischen 5000 und 100'000 Franken, eine App entwickeln zu lassen. Die Dauer der Entwicklung liegt zwischen 14 Tagen und sechs Monaten. Etwa zwei Wochen braucht es, bis eine eingereichte App von Apple abgenommen und freigeschaltet wird. Genaue Angaben über die Zahl der in den Stores verfügbaren Apps, welche in der Schweiz entwickelt worden sind, hat die Smama nicht. Bekannt ist einzig, dass Microsoft im April 2012 insgesamt 1000 Apps von Schweizer Entwicklern im eigenen Windows Phone Store führte. Im vergangenen Sommer hat der Onlineladen die Grenze von angebotenen 100000 Apps überschritten.

Umsatzstarkes Blackberry

Am meisten Umsatz pro Monat lässt sich weltweit mit einer Blackberry-App erwirtschaften, fand die Marktforschungsfirma Vision Mobile heraus: Es sind im Schnitt 3853 Dollar. Die Apps von Apple generieren noch 3693 Dollar im Monat. Android rutscht mit 2753 Dollar unter die 3000-Dollar-Marke. Am umsatzschwächsten sind Windows-Apps mit 1234 Dollar Einnahmen pro Monat. Der Grund für den Erfolg von Blackberry ist, dass der kanadische Anbieter RIM mit seinen Smartphones vor allem Geschäftskunden anspricht.

Was das Preismodell für Apps betrifft, so bevorzugen die Entwickler die Bezahlung pro Download sowie werbefinanzierte Apps. Jeder dritte Entwickler greift auf dieses eine oder andere Modell zurück. Mit der Bezahlung pro Download lassen sich im monatlichen Schnitt 2451 Dollar erwirtschaften, mit Werbung 1498 Dollar. Am meisten Einnahmen kommen aber mit dem Beitragsmodell zusammen: Der Nutzer zahlt eine Gebühr, um die App zu nutzen. Damit kommen pro Monat 3683 Dollar zusammen. Dieses Modell nutzen aber nur zwölf Prozent der Entwickler.

An einer App kann aber auch durch In-App-Käufe und eingeschränkte Gratisversionen, die für einen Aufpreis zu Vollversionen werden, verdient werden.

Die App-Wirtschaft wird auch in den kommenden Jahren eine boomende Branche bleiben. IHS iSuppli schätzt, dass im Jahr 2016 bereits 85 Milliarden Apps für Android und iPhone heruntergeladen werden. Das bedeutet mehr als eine Verdoppelung innerhalb von vier Jahren. (Berner Zeitung)

Erstellt: 13.11.2012, 13:16 Uhr

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