Zeigt Apple die neuen iPads am 22. Oktober?

Bekommt das iPad Mini endlich einen Retina-Bildschirm, wird das grosse iPad schlanker, und was wird aus OS X?

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Die neuen iPhones sind lanciert – wenn auch nicht offiziell in der Schweiz. Jetzt fehlen noch die neuen iPads. Wie All Things Digital, der gewöhnlich gut informierte und zuverlässige Techblog des «Wallstreet Journals», berichtet, dürften die neuen Apple-Tablets am 22. Oktober vorgestellt werden.

Das Datum scheint durchaus realistisch, da Apple seine Veranstaltungen für gewöhnlich auf Dienstage legt und eine Präsentation für Mitte Oktober vermutet wurde («Warmlaufen fürs Weihnachtsgeschäft»).

Was die neuen iPads bringen könnten, wird in Techblogs und Foren heftig diskutiert. Ziemlich sicher scheint, dass das iPad 5 schmaler und damit optisch dem iPad Mini angeglichen wird. Beim iPad Mini dürfte es dagegen optisch keine grossen Änderungen geben.

Retina oder doch nicht Retina?

Bei den Innereien der neuen iPads herrscht dagegen noch wenig Konsens im Internet. So scheint etwa keineswegs klar, ob die neuen Tablets mit dem Fingerabdruckleser («Das iPhone wird zum Fingerscanner») ausgerüstet werden. Auch unklar ist, ob das iPad Mini mit einem hochauflösenden Retina-Bildschirm ausgerüstet wird. Bei den Prozessoren wird spekuliert, ob möglicherweise nur das grosse iPad den neuen A7-Prozessor erhält und das kleinere Mini nur den älteren A6 bekommt.

In den Startlöchern steht auch OS X 10.9, die neue Version von Apples Betriebssystem für Laptops und Desktop-Macs. Es wird erstmals nicht mehr nach Grosskatzen benannt, sondern nach kalifornischen Orten. Das Update wird nach einem beliebten Strand für Surfer Mavericks heissen.

Daten in Reitern verwalten

Das Update bringt als wichtigste Neuerung Tabs für den Finder. Statt im Datenverwaltungsprogramm mit diversen Fenstern hantieren zu müssen, werden diese nun als Reiter dargestellt. Dateien können mit Etiketten (Tags) versehen werden. Gegenüber den bekannten Labels haben diese den Vorteil, dass eine Datei auch mehrere Tags erhalten kann – durchaus sinnvoll für Dokumente, die in verschiedenen Kontexten verwaltet werden.

Mavericks soll die Probleme beheben, die durch die Einführung von Vollbild-Apps beim Betrieb mehrerer Bildschirme entstanden sind. Das Betriebssystem synchronisiert gespeicherte Passwörter nun via iCloud über mehrere Computer, und es stellt einen Generator für sichere Passwörter zur Verfügung.

Eine neue Anwendung eröffnet Zugriff auf die Apple Maps und elektronische Bücher von Apple lassen sich nun auch am Computer über die iBooks-App lesen.

Stromsparmechanismen

Hinter den Kulissen wird Apple einige Funktionen einführen, die bei mobilen Macs den Akku schonen. Eine Funktion namens Timer Coalescing sorgt dafür, dass der Prozessor möglichst wenig zwischen Normalbetrieb und Leerlauf wechselt. Mit App Nap werden nicht benötigte Anwendungen pausiert. Und indem der Arbeitsspeicher komprimiert wird, muss der Computer weniger Daten auf die Festplatte auslagern – was ebenfalls Strom spart. (schü / zei)

Erstellt: 09.10.2013, 09:57 Uhr

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