Apple Pay für die Schweiz und viele Neuerungen fürs iPhone

An der hauseigenen Entwicklerkonferenz hat Apple zahlreiche Verbesserungen vorgestellt.

Apple-Chef Tim Cook präsentierte zahlreiche Neuerungen für iOS, macOS, tvOS und watchOS.

Apple-Chef Tim Cook präsentierte zahlreiche Neuerungen für iOS, macOS, tvOS und watchOS. Bild: zei

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Die wichtigste Ankündigungen für die Schweiz kam in der Mitte der zweistündigen Präsentation und dauerte keine Minute. Apple Pay, der Bezahldienst, der das iPhone zur Kreditkarte macht, kommt in die Schweiz. Ein konkretes Datum wurde nicht genannt. Die Rede war unverbindlich von den nächsten Monaten.

Letzte Woche machte die Meldung die Runde, dass es bereits gestern hätte losgehen können. Das hat sich nun nicht bestätigt, aber allzu lang wird es nicht mehr dauern bis mit Apple ein Schwergewicht mit Bezahl-Apps wie Twint in den Ring steigt. Mit Visa und Mastercard haben die zwei wichtigsten Kartendienste ihre Unterstützung für den Apple-Dienst angekündigt.

Für Apple selbst war die Ankündigung aber nur ein Nebenschauplatz. Der Apfel-Konzern nutzte die Präsentation vor rund 6000 Entwicklern und Journalisten, um seine vier Software-Plattformen aufzupolieren: watchOS, tvOS, iOS und macOS wie OSX neu heisst.

Wie ein roter Faden zog sich dabei die Diskussion durch die Präsentation, ob Komfort wie ihn künstliche Intelligenz und Datenauswertung bietet, mit Sicherheit und Privatsphäre vereinbar sind.

Die Diskussion hat in den letzten Monaten an Dringlichkeit gewonnen, nachdem mit Google, Microsoft, Amazon und Facebook Apples mächtigste Konkurrenten neue Apps und Dienste vorgestellt haben, die Nutzerdaten auswerten und daraus nützliche Informationen gewinnen und so den Alltag erleichtern sollen.

Neu Foto-App

Apple hat in der Vergangenheit darauf hingewiesen, dass der Konzern nicht an Nutzerdaten interessiert ist. Aus Sicht der Privatsphäre ist das löblich. Aber beim Komfort sind Apples Dienste dadurch zusehends ins Hintertreffen geraten. Dies soll sich nun ändern, versprachen die Apple-Manager. Komfort und Privatsphäre müssten sich nicht ausschliessen.

Als Beispiel dafür präsentierte der Konzern eine neue Foto-App, die ähnlich wie die von Google automatisch Gesichter und Gegenstände erkennen soll, und sie macht auch automatisch Videos; so soll sie automatisch ein Fotoalbum für ihre Benutzerinnen und Benutzer erstellen. Das sah in der Demo ähnlich komfortabel und elegant aus wie bei Google. Anders als beim Suchkonzern soll die Datenauswertung und Bildanalyse auf dem Telefon selbst und nicht auf Computern irgendwo auf der Welt passieren. Die Daten, in diesem Fall die Fotos, bleiben bei den Nutzerinnen und Nutzern. Wie gut das funktioniert und ob es Apple gelingt, Fotos über mehrere Geräte, etwa ein iPhone und ein iPad zu synchronisieren, wird sich zeigen.

Ansonsten gab es zahlreiche Detailverbesserungen zu sehen. iOS10 etwa soll das grösste Update werden, das das iPhone je gesehen habe. Tatsächlich dürften die meisten Neuerungen aber nicht gross auffallen, da sie im Hintergrund ablaufen und den aktuellen Funktionskatalog mehr ergänzen als umkrempeln. So soll die Sprachassistentin Siri künftig auch mit Apps funktionieren, die nicht von Apple stammen. Damit das möglich wird, bekommen Entwickler Zugriff auf Siri.

Was sofort auffallen wird, wenn Apple iOS 10 im Herbst per Gratis-Update ausliefert, ist der neue Sperrbildschirm. Wenn man das iPhone hochhebt, geht der Bildschirm automatisch an. Die angezeigten Benachrichtigungen können dann deutlich mehr als dies aktuell der Fall ist. In vielen Situationen, etwa wenn man ein SMS bekommen hat, braucht man das Telefon gar nicht mehr zu entsperren und kann die Nachricht gleich auf dem Sperrbildschirm beantworten.

Praktisch dürfte auch die Möglichkeit werden, die Kamera schneller zu öffnen. Ein Wisch nach links öffnet die Kamera. Mit dem kommenden Update im Herbst soll auch die Apple Watch schneller und intuitiver werden. Eine erste Demo sah vielversprechend aus. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 14.06.2016, 09:54 Uhr

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