Apples Monster-Tablet – was es taugt

12,9 Zoll (32,8 cm) gross und mit Namen iPad Pro: Tagesanzeiger.ch/Newsnet hat das gestern präsentierte Gerät ausprobiert.

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Jetzt macht das Video wieder die Runde. Bei der Präsentation des ersten iPhone machte sich Steve Jobs über Stifte lustig:

Ist der heute von Apple vorgestellte Apple Pencil damit ein Widerspruch? Ganz und gar nicht. Steve Jobs erklärt in dem Video von 2007, wie man einen Touchscreen bedient. Daran ändert auch der neue Apple-Stift nichts. Das beste Bediengerät sind und bleiben unsere Finger.

Doch wenn es ums Malen, Zeichnen oder Schreiben geht, sind Finger nun mal nur die zweite Wahl. Stifte und Pinsel haben sich in der Menschheitsgeschichte durchgesetzt. Fingerfarben dagegen schaffen es kaum über den Kindergarten hinaus (Die Handschrift hat nicht ausgedient).

Den Weg gewiesen

Zahlreiche iPad-Stifte von anderen Herstellern und natürlich auch die Stifte von Microsoft und Samsung für deren Tablets haben Apple nun den Weg gewiesen.

Beim ersten kurzen Ausprobieren brauchte sich der Apple-Stift nicht hinter der Konkurrenz zu verstecken. Das Schreibgefühl war genauso gut wie bei anderen Stiften. Die Handballenerkennung funktionierte zuverlässig. Aufgefallen ist aber, dass der Stift aussergewöhnlich lang ist.

Hält man das neue iPad Pro in der Hand, fällt ebenfalls auf, wie gross es ist. Mit seinen 12,9 Zoll (32,8 cm) spielt es ganz klar in der Laptop-Liga. Trotzdem ist das Tablet immer noch handlich. In jede Umhängetasche passt es aber nicht mehr.

Schade hat Apple die neue 3-D-Touch-Technologie nicht auch im neusten Tablet verbaut. Auf den neuen iPhones machte die wider Erwarten einen nützlichen Eindruck. Aber die Neuerung spart sich der Konzern wohl fürs iPad Pro 2 im nächsten Jahr auf.

Ohne Bluetooth

Interessant ist auch noch die Tastaturhülle. Ähnlich wie bei Microsofts Surface-Tablets setzt Apple ebenfalls nicht auf eine Bluetooth-Verbindung. Stattdessen wird die Tastatur über einen Magnetanschluss mit dem Tablet verbunden. Das ist unkompliziert und erspart einem den Ärger mit unzuverlässigen Bluetooth-Verbindungen.

Die Tastaturhülle braucht aber sicher noch einiges an Übung. Beim ersten Versuch, habe ich sie zweimal falsch herum ums Tablet gefaltet. Dafür gefällt das Schreibgefühl der Tastatur. Leider fehlt ein Touchpad, wie man es vom Surface kennt. Wer etwas aus dem Tablet auswählen will, muss also die Finger von der Tastatur nehmen und den Bildschirm berühren.

In dem Bereich hat Microsoft die Nase vorn. Dafür hat Apple in einem anderen Bereich unerwartet die Nase vorn. An einer kurzen Demo zeigte ein Microsoft-Mitarbeiter im Anschluss an die Präsentation die neuen für den Stift optimierten Office-Apps fürs iPad. Die machten durchs Band einen besseren Eindruck als auf Microsofts eigenem Surface-Tablet mit Windows 10.

Wie alltags- und bürotauglich das neue Tablet von Apple ist, wird sich aber erst zeigen, wenn man es im November ausführlich testen kann.

Erstellt: 10.09.2015, 08:16 Uhr

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