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Das erste Handy mit Dreifachkamera

Das neue P20 Pro von Huawei hat gleich drei Kameras. Redaktion Tamedia hat es bereits ausprobiert.

Drei Kameras sollen für noch bessere Fotos sorgen: Das Huawei P20 Pro ...
Drei Kameras sollen für noch bessere Fotos sorgen: Das Huawei P20 Pro ...
zei
Gelingt Huawei und Leica der Dreikamera-Spagat, dürfte das P20 Pro eines der spannendsten Handys des Jahres werden.
Gelingt Huawei und Leica der Dreikamera-Spagat, dürfte das P20 Pro eines der spannendsten Handys des Jahres werden.
zei
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Als vor zwei Jahren die ersten Smartphones mit Doppelkamera auftauchten, wurden sie belächelt. Heute lacht niemand – und vor allem kein Handy-Hersteller – mehr darüber. Selbst Sony und Google, die letzten Ein-Kamera-Bastionen, sind inzwischen eingeknickt. Sony hat angekündigt, an einer Doppelkamera zu arbeiten, und Google, der Hüter über die dominierende Smartphone-Plattform Android, hat angekündigt, in der neusten Version Doppelkameras zu unterstützen.

Wer die Kameras ausprobiert hat, weiss, sie sind mehr als ein Marketing-Gag. Sie bringen die Smartphone-Fotografie vorwärts und machen – nachdem Kompakt-Kameras nahezu ausgestorben sind – deutlich grösseren und besseren Fotokameras Konkurrenz.

Drei statt zwei

Einer der Pioniere im Bereich der Doppelkameras war Huawei. In Zusammenarbeit mit dem deutschen Fotografiepionier Leica stellte der chinesische Handybauer 2016 ein erstes Handy mit Doppelkamera vor. Im letzten Herbst folgte mit dem Mate 10 das bis dato beste Huawei-Handy. In meinem Test notierte ich, jetzt müsste Huawei beim nächsten Handy eigentlich eine Dreifachkamera einbauen. Aber so verrückt wird wohl kaum jemand sein.

Nun, Huawei ist so verrückt. Was in dem am Dienstag angekündigten P20 Pro an Fotografietechnologie steckt, ist beeindruckend. Die Hauptkamera hat 40 Megapixel. Das ist mehr als bei praktisch jeder Profikamera. Nokia, als die Firma noch selber Handys baute, hatte vor Jahren eine ähnliche Kamera. Die hohe Auflösung dient, damals wie heute, nicht in erster Linie dazu, hochauflösende Fotos zu schiessen, sondern sie hilft beim Zoomen und ganz allgemein dabei, bessere Fotos zu schiessen.

Doch Huawei kombiniert diese Kamera mit zwei weiteren. Die eine schiesst mit einem 20-Megapixel-Sensor Schwarzweissfotos. Die andere hat eine Zoom-Linse und 8 Megapixel.

Per Software und künstlicher Intelligenz werden die drei Kameras zu einer kombiniert. Diese sollte, wenigstens in der Theorie, bei egal wie wenig Licht sensationelle Fotos mit einer Auflösung von 10 Megapixeln schiessen und Brennweiten von Weitwinkel bis Porträt abdecken.

Schon ausprobiert

Diese Zeitung hatte bereits vor der Präsentation Gelegenheit, das P20 Pro kurz auszuprobieren. Die Kamera machte in den eigens darauf ausgerichteten Testsituationen einen guten Eindruck.

Dank dem von Leica-Kameras entlehnten Menü liess sie sich, egal ob Profi oder Anfänger, leicht bedienen. Wie gut die Kamera im Alltag funktioniert, muss freilich ein ausführlicher Test und Vergleich zu einem späteren Zeitpunkt zeigen.

Unoriginelles Design

Etwas enttäuschend war auf den ersten Blick die Abkehr von einem eigenständigen Design. Das P20 sieht einem iPhone X frappant ähnlich. Der frontfüllende Bildschirm hat an der oberen Kante ebenfalls eine markante Aussparung für die Selfiekamera. Anders als das iPhone X hat das P20 Pro allerdings unterhalb des Bildschirms weiterhin einen Homeknopf mit Fingerabdrucksensor. Das ist insgesamt bedauerlich. Mit dem Mate 10 hat Huawei ein eigenständiges Design lanciert und nun nur ein halbes Jahr später bereits wieder eingestellt.

Das Huawei P20 Pro kommt am 6. April für 899 Franken in den Schweizer Handel. Nebst diesem neuen Topgerät hat Huawei tieferpreisige Handys ohne Dreifachkamera vorgestellt: das P20 (699 Franken) und das P20 Lite (399 Franken).

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