Das iPhone X im 3-Punkte-Check

Unser Test beantwortet die drängendsten Fragen zum neuen Apple-Telefon.

«Der grosse Wermutstropfen ist der Preis». (Video: Nicolas Fäs)

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Am Freitag kommt das neue iPhone X in die Läden. Tagesanzeiger.ch/Newsnet hat bereits ein Testgerät bekommen. Ein ausführlicher Test insbesondere der neuen Kamera ist für nächsten Dienstag geplant.

Doch die drängendsten Fragen zum neuen iPhone lassen sich schon jetzt beantworten:

Was bringt das neue Design, und wie störend ist der Sensorbalken?

Das iPhone X liegt gut in der Hand. Die Glasrückseite ist griffig, und die Stahlkanten gefallen. Doch die spannendsten Neuerungen finden sich auf der Front. Dort ist der Homeknopf einem fast frontfüllenden Bildschirm gewichen. Einzig der Sensorbalken ragt am oberen Ende in den Bildschirm hinein. Im Vorfeld und auf Fotos wirkte das irritierend. In den ersten Stunden mit dem neuen Telefon habe ich den Sensorbalken fast komplett übersehen. Kommt dazu, dass manche Apps, darunter die der SBB, noch nicht für den neuen Bildschirm optimiert sind. Bei denen verschwindet der Sensorbalken in einem oben und unten an der App eingeblendeten, schwarzen Balken. Sollte der Sensorbalken in den kommenden Jahren schrumpfen oder unsichtbar werden, wäre das sicher willkommen. Doch in der aktuellen Form ist er völlig harmlos.

Funktioniert die Gesichtserkennung?

Keine Funktion wurde im Vorfeld so heftig diskutiert. Doch wenn man das iPhone X ein paar Stunden ausprobiert hat, wird die Gesichtserkennung zum Nullthema. Sie funktioniert in meinem Fall so reibungslos und schnell, dass man glatt vergisst, dass sie da ist. Bei den Aufnahmen für das Video zum iPhone X hatten wir unsere liebe Mühe, überhaupt zu zeigen, wie Face ID funktioniert. Es fühlt sich an wie früher, als man Handys bequem, aber unsicher mit einem einfachen Wisch geöffnet hat. Das Handy erkannte mich vor der Rasur meines Monatsbarts genauso gut wie danach. Einzig mit der Sonnenbrille geht es nicht. Übrigens: Ich habe Face ID abends in einem Taxi bei fast kompletter Dunkelheit eingerichtet. Das iPhone hatte offensichtlich kein Problem damit.

Wie gewöhnungsbedürftig ist die neue Wischsteuerung?

Theoretisch klingt es kompliziert. Von oben rechts nach unten wischen öffnet das Kontrollzentrum, von oben links nach unten wischen zeigt die Benachrichtigungen, von unten nach oben wischen zeigt den Homescreen, von unten nach oben wischen und den Finger auf dem Bildschirm halten öffnet die Multitasking-Ansicht, und die untere Kante entlangwischen wechselt zwischen Apps. Doch: Nach gefühlt einer halben Stunde habe ich mich so daran gewöhnt, dass ich auf einem älteren iPhone oder dem iPad ständig und vergebens wische. Genauso wie Face ID den Fingerabdrucksensor überflüssig macht, machen die Wischgesten den Homeknopf als zentrales Bedienelement überflüssig.

So funktionieren die neuen Wisch-Gesten. Video: zei

Erster Eindruck: Das iPhone X ist auf Kurs, ein sehr gutes Smartphone zu werden. Die gröbsten Klippen hat Apple schon mal umschifft. Die Gesichtserkennung ist der Konkurrenz in Sachen Komfort und Alltagstauglichkeit weit voraus, und die neue Bedienung ist intuitiv. Der grösste Haken am neuen iPhone bleibt der Preis. Doch was aktuell noch dem Luxushandy vorbehalten bleibt, wird in den nächsten Jahren vorzu in tieferpreisigen Apple-Geräten Einzug halten. So gesehen ist das iPhone X tatsächlich das Apple-Gerät für die nächsten zehn Jahre.

Haben Sie Fragen zum neuen iPhone X? Rafael Zeier beantwortet sie heute und morgen in den Kommentaren oder auf Twitter. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 01.11.2017, 11:05 Uhr

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