Das iPhone XR in den ersten Tests

Morgen kommt das günstigste der neuen Apple-Telefone in den Handel. Vorab-Tests zeigen seine Stärken und Schwächen.

Nur eine Kamera auf der Rückseite, dafür viele Farben: Das iPhone XR.

Nur eine Kamera auf der Rückseite, dafür viele Farben: Das iPhone XR. Bild: zei

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Wie schon im letzten Jahr ist auch heuer wieder das zweite iPhone das spannendere. Letztes Jahr kam das iPhone X erst nach dem iPhone 8 in den Handel. Nun wiederholt Apple die Strategie mit dem iPhone XR.

Während das teurere iPhone XS (ab 1200 Franken) seit einem Monat erhältlich ist, kommt das XR, das günstigste der neuen Apple-Telefone (ab 880 Franken), erst diesen Freitag in die Läden.

Erster Eindruck

Tagesanzeiger.ch/Newsnet konnte sich an der Präsentation der neuen Telefone bereits einen ersten Eindruck davon verschaffen. Kurz zusammengefasst lautete das Fazit damals: Das iPhone XR ist zwar über 300 Franken billiger als das XS, aber verzichten muss man auf erstaunlich wenig. Das XR hat einen günstigeren Bildschirm, nur eine Kamera auf der Rückseite, und die Kanten sind aus Alu statt aus Stahl. Ansonsten bekommt man denselben Prozessor, dieselbe Hauptkamera, dieselbe Touchbedienung, und auch Face ID ist dabei. Oh, und der Akku soll erst noch länger halten als bei den teureren Geräten.

Auf den ersten Blick sah das iPhone XR nach dem vernünftigsten neuen iPhone aus und nach einem Erfolgsgarant im Massenmarkt.

Doch stimmt das auch? Kurz vor dem Marktstart haben US-Journalisten, die das Gerät vorab für einen ausführlichen Test bekommen haben, ihre Erkenntnisse publiziert.

Nur eine, aber eine gute Kamera

Im grossen Ganzen bestätigen sie den ersten Eindruck. Sie haben aber auch ein paar Überraschungen parat. Gerade was die Kamera angeht. So führt das «Wall Street Journal» in einem Video vor, dass die Kamera des iPhone XR bei wenig Licht und bei Menschenporträts teilweise bessere Bilder macht als die teureren iPhones:

Da das iPhone XR auf der Rückseite nur ein Weitwinkelobjektiv hat, muss Software das beim XS zusätzlich vorhandene Teleobjektiv ausgleichen.

Dass die Einfach-Kamera trotzdem mehr als gut genug ist, zeigt der reich bebilderte Test des Fotografen Austin Mann.

Ausdauernder Akku

Erste Tests bestätigen auch die Ankündigung von Apple in Bezug auf die Akkulaufzeit. Das iPhone XR hält tatsächlich länger durch als seine teureren Geschwister oder mindestens gleich lang wie das grössere iPhone XS Max, wie «The Verge» berichtet.

Wenn die Tests etwas am neuen iPhone auszusetzen haben, dann an der Bildschirmqualität. Beim XR kommt wie in früheren iPhones ein LCD-Bildschirm zum Einsatz. Im XS und XS Max steckt ein modernerer OLED-Bildschirm mit schwärzerem Schwarz und mehr Kontrast. Zudem ist die Auflösung beim XR tiefer (mit ein Grund für die gute Akkulaufzeit).

Die Tester sagen aber auch, dass man den Unterschied nur sieht, wenn man entweder ein Bildschirmprofi ist oder die beiden iPhones nebeneinanderhält. Beim ersten Eindruck nach der Präsentation ist auch mir nicht aufgefallen, dass der Bildschirm des XR weniger gut sein soll.

Nicht gerade klein

Gewichtiger wiegt da ein anderer Kritikpunkt, den etwa Joanna Stern vom «Wall Street Journal» anführt: Das iPhone XR ist ziemlich gross und schwer.

Wenn die Erinnerung nicht trügt, fühlte sich das iPhone XR in der Hand tatsächlich eine ganze Spur grösser und schwerer an als das iPhone XS. Es könnte sich also lohnen, vor einem Kauf das Gerät erst in die Hand zu nehmen. Und wer weiss, vielleicht gesellt sich ja nächstes Jahr zum iPhone Max auch ein iPhone Mini?

Erstellt: 25.10.2018, 15:58 Uhr

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