Die besten Tricks für die App-Stores von Apple und Google

Wie man den inoffiziellen Demo-Modus nutzt, Fehlkäufe retourniert und preisreduzierte Top-Apps entdeckt.

Auch wenn eine App nicht perfekt ist, hat ihr Entwickler seinen Lohn verdient.
Video: Matthias Schüssler

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Die Mehrheit der Smartphone-Nutzer, zumindest in den USA, lädt keine Apps aus den Stores. Das hat eine Studie ergeben, wonach nur 49 Prozent sich ab und zu in den App-Stores von Google und Apple umsehen. Dennoch machen diese Stores riesige Umsätze: Inzwischen erzielt Apple mit den iPhone- und iPad-Programmen mehr Umsatz als vor zehn Jahren mit allen Produkten zusammen. So hat es Cultofmac.com neulich berichtet.

Falls Sie zu jenem Teil der Smartphone-Nutzer gehören, die dem Shopping in den virtuellen Softwareläden nicht abgeneigt sind, sollten Sie auch die Modalitäten für Rückgaben und Beanstandungen kennen. Denn allen Kontrollen zum Trotz gibt es auch Apps, die nicht funktionieren, die Erwartungen nicht erfüllen oder aus Versehen erworben wurden. Das Gleiche gilt auch für die anderen Stores, zum Beispiel für Musik, Videos und E-Books.

Wie man Rückerstattungen erhält

Das Video zeigt, wie Sie bei Apple ein Problem melden und mit welchen Angaben Sie die besten Chancen auf eine Rückerstattung haben. Bei Google haben Sie innerhalb von zwei Stunden die Möglichkeit, in der Play-Store-App einen Kauf (via «Konto > Bestellverlauf») rückgängig zu machen, ohne dass Fragen gestellt werden. Das ist eine Art inoffizieller Demomodus, bei dem Sie auch teure Apps einmal ausprobieren können. Nach zwei Stunden muss wie bei Apple eine Erstattung unter Angaben von Gründen im Benutzerkonto angefordert werden.

Reklamationen werden hier angenommen – doch um auch eine Rückerstattung zu erhalten, muss man die richtige Begründung angeben.

Eine weitere Besonderheit bei Apple sind die Abos, die neuerdings auch bei den Apps stark zunehmen. Diese Abos sollten ab und zu überprüft werden, damit man nicht für Dinge bezahlt, die man gar nicht nutzt. Allerdings sind sie sehr gut versteckt. Das Video zeigt, wie man sie kontrolliert und ggf. auch kündigt.

App-Schnäppchen finden und tolle Newcomer aufstöbern

Damit es möglichst selten nötig ist, unbrauchbare Apps zu retournieren, geben wir abschliessend einen Tipp, wie man jene Apps entdeckt, die im Preis reduziert wurden oder vorübergehend sogar kostenlos zu haben sind. Dabei hilft der Schweizer Dienst Appzapp (hier ausführlich vorgestellt), bei dem man individuelle Benachrichtigungen zu Rabattaktionen bei den Stores fürs iPhone, iPad, Mac OS und Android einrichtet und sich auch über Updates oder besonders interessante neue Apps informieren lassen kann.

Bei Google ist die Rückgabe während zwei Stunden nach dem Kauf kein Problem. Danach wird es etwas aufwendiger.

Apropos App-Rückgabe: Wir plädieren dafür, den App-Entwicklern ihre Einnahmen zu gönnen. Und wenn man eine App zum Schnäppchenpreis erstanden hat, dann ist es nicht verkehrt, sich zu revanchieren, indem man einen In-App-Kauf tätigt – zum Beispiel indem man bei der grossartigen Walkman-App Cassette Gold ein paar Ersatz-Kassetten kauft…

Bei einer kultigen App wie Cassette Gold kann man auch mal einen In-App-Kauf tätigen, um seine Dankbarkeit zu zeigen. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 24.09.2017, 08:13 Uhr

Tipps und Tricks in Videoform

Was sind Ihre Anliegen?

In der Videoreihe «Digitale Patentrezepte» gibt Matthias Schüssler exklusiv für Tagesanzeiger.ch/Newsnet einmal pro Woche praxiserprobte Hilfestellung zur souveränen Bewältigung des digitalen Alltags.

Falls Sie ein Anliegen haben, das sich für die Behandlung in unserer neuen Rubrik eignen würde, dann unterbreiten Sie uns das bitte über die Kommentarfunktion oder schreiben Sie an matthias.schuessler@tages-anzeiger.ch.

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