Ein fast magischer Trick fürs Smartphone

Die Wünsche liest einem das Telefon noch nicht von den Augen ab – aber mit einer verblüffenden Methode bringt man es dazu, unkompliziert Aufgaben für uns zu erledigen.

Einfach hinhalten – und schon spielt die Musik.
Video: Matthias Schüssler

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Ein Problem mit unseren Smartphones liegt darin, dass die Geräte uns Menschen nicht verstehen. Sie kapieren nicht, wenn wir konzentriert arbeiten möchten und keine Benachrichtigungen sehen wollen. Sie haben keinen Schimmer, wann uns der Sinn nach Musik steht und wann wir lieber Ruhe hätten. Und es gibt zwar auf allen Geräten digitale Assistenten – doch die tun auch nur das, was man ihnen sagt.

Ob sich das jemals ändert, bleibt abzuwarten. Doch immerhin wird es immer einfacher, die Geräte auf unsere Wünsche einzustimmen. Apple hat nämlich mit dem hier vorgestellten Betriebssystem-Update auf iOS 13 die NFC-Schnittstelle geöffnet. Das erlaubt es uns Nutzern nun, unsere Geräte auf eine unkomplizierte Art und Weise zu steuern: Nämlich über kleine Klebe-Etiketten, die wir strategisch geschickt platzieren.

Beim Arbeiten nicht gestört werden

Welche Möglichkeiten das eröffnet und wie genau es funktioniert, führt das Video vor. Beispielsweise lässt sich das Telefon durch einen Kleber am Bildschirm des Büro-PC automatisch in den «Nicht stören»-Modus versetzen, sodass es sich ungestört arbeiten lässt. Ein Aufkleber am Kopfhörer stellt automatisch die Verbindung per Bluetooth her. Und genauso ist es möglich, per NFC durch Hinhalten des Telefons an den WLAN-Lautsprecher die Lieblings-Playlist zu starten.

Es gibt noch unzählige weitere Anwendungsfälle. Denn ein solcher Aufkleber kann nicht nur einzelne Aufgaben erledigen, sondern ganze Abläufe in Gang setzen. Die einzurichten, ist keine Hexerei – wie das geht, zeigt das Video ebenfalls. Und weitere Tipps und Möglichkeiten finden Sie auch in diesem Video hier. Die sollen aber nur als Beispiel dienen: Denn wirklich nützlich sind nicht die Aktionen ab Stange, sondern diejenige, die Sie genau auf Ihre eigenen Bedürfnisse zuschneiden.

Batterien braucht es nicht

Die NFC-Tags, die im Video zum Einsatz kommen, haben zwei Vorteile. Sie sind relativ günstig zu haben: Der Preis variiert je nach Bezugsquelle. Wer sie im Inland bestellen will, findet sie bei Bastelgarage.ch für 80 Rappen das Stück. Und übrigens: Sie brauchen keine Batterie und verursachen somit auch keinen Wartungsaufwand.

Wie die Chips programmiert werden, führt das Video ebenfalls vor. Fürs iPhone kommt die App NFC für iPhone zum Einsatz. Es gibt sie kostenlos im App-Store. Das Entfernen der Werbung kostet als In-App-Kauf 4 Franken. Eine vergleichbare App für Android ist Trigger (kostenlos im Play Store). Sie kann nicht nur mit NFC-Chips ausgelöst werden, sondern auch über viele andere Android-Systemfunktionen – und ist damit eine echte Empfehlung für Leute, die die Automatisierungsmöglichkeiten am Telefon ausreizen wollen.

Es gibt natürlich auch Dinge, die mit NFC noch nicht so ganz funktionieren, wie man es sich wünschen würde. Ein Beispiel haben wir hier beschrieben.

Erstellt: 11.11.2019, 15:51 Uhr

Tipps und Tricks in Videoform

Was sind Ihre Anliegen?

In der Videoreihe Digitale Patentrezepte gibt Matthias Schüssler exklusiv für Tagesanzeiger.ch/Newsnet einmal pro Woche praxiserprobte Hilfestellung zur souveränen Bewältigung des digitalen Alltags.

Falls Sie ein Anliegen haben, das sich für die Behandlung in unserer neuen Rubrik eignen würde, dann unterbreiten Sie uns das bitte über die Kommentarfunktion oder schreiben Sie an matthias.schuessler@tages-anzeiger.ch.

Die neue Folge wird jeweils am Montagnachmittag, etwa um 16 Uhr veröffentlicht.

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