Erste Eindrücke vom neuen Top-Handy von Samsung

Das Galaxy Note 10 erscheint in zwei Grössen. Wir haben uns die neuen Smartphones bereits kurz angeschaut.

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Vor einem Jahr fasste ich den Test des Galaxy Note 9 so zusammen:

«Das Note 9 hat keine Schwächen. In jeder Kategorie gehört es zu den allerbesten Smartphones. Dass es dennoch in keiner Kategorie die Konkurrenz deutlich übertrumpft, liegt daran, dass Samsung heuer ein ruhiges Jahr einlegt. Grosse Updates gibts wohl erst nächstes Jahr wieder.»

Der letzte Satz war dabei nur halb richtig. Das grosse Update kam bei Samsung tatsächlich dieses Jahr. Allerdings nicht beim eben vorgestellten Note 10, sondern bereits im Frühjahr mit dem Galaxy S10.

Das Jubiläums-Galaxy ist – so viel kann man nach ein paar Monaten mit dem Gerät sagen – ein grosser Wurf. Sowohl beim Design als auch bei der Software oder den technischen Innereien.

Tabellen vergleichen

Wie gross der Wurf tatsächlich war, zeigt sich nun, wo man das S10 mit dem neuen Note 10 vergleichen kann. Das neue Note lässt das S-Galaxy nicht alt aussehen. Als Tester muss man sich abgesehen von den äusserlichen Änderungen schon mit Tabellen auseinandersetzen, um Unterschiede zu entdecken.

Und auch wenn es Unterschiede gibt, kann man das neue Note 10 gut als etwas kantigeres S10 mit Stift beschreiben.

Zwei Grössen

Zum ersten Mal gibt es das Note heuer in zwei Grössen. Das handliche Note 10 (6,3 Zoll) und das gewohnt grosse Note 10+ (6,8 Zoll). Der augenfälligste Unterschied: Beim kleineren Handy fehlt eine 5G-Option und die Kamera hat keinen Tiefensensor. Dass es auch etwas weniger Arbeitsspeicher und Akkukapazität hat, dürfte man im Alltag kaum merken. Aber das muss ein Test zeigen.

Das grosse Highlight am neuen Note ist wie schon beim S10 im Frühjahr der frontfüllende Bildschirm mit dem kleinen Loch für die Selfie-Kamera. Ob das nun mittig platzierte Loch eher stört als beim S10, wo es in der rechten oberen Ecke war, liess sich an der Pressevorführung nicht feststellen. Die Vermutung liegt aber auf der Hand, dass es gerade bei Filmen und Spielen nun eher auffällt.

Aufhorchen lassen aber noch weitere Neuerungen: So hat das Note nun auch keinen Kopfhöreranschluss mehr. In der Vergangenheit hat Samsung andere Hersteller, die den Anschluss wegliessen, jeweils noch verlacht. Aber nun haben die Südkoreaner nachgezogen.

Auch interessant: Die Knöpfe für Lautstärke und Power befinden sich nun links am Gerät. Das soll es Rechtshändern einfacher machen, das Handy mit dem Stift zu bedienen, da sie es tendenziell in der linken Hand halten.

Nutzt man das Handy allerdings ohne Stift, ist die Anordnung der Knöpfe auf der linken Seite mindestens zu Beginn ungewohnt. Ein Detail am Rande: Samsung hat den nicht bei allen Samsung-Kunden beliebten Bixby-Knopf weggelassen. Wer den Sprachassistenten aktivieren will, muss nun lange auf den Powerknopf drücken.

Näher zusammengerückt

Insgesamt hinterlässt das neue Galaxy Note einen guten ersten Eindruck. Trotzdem fällt auf, wie nah die Note-Reihe und die S-Reihe heuer zusammenrücken. Gerade dank der kleineren Variante könnte das Note 10 dennoch neue Kundenschichten für sich begeistern.

Etwas ist dem Note 10 aber nicht gelungen: Vom Galaxy Fold abzulenken. Samsungs wahres Top-Handy wurde nach peinlichen Defekten im Frühjahr kurz vor dem Verkaufsstart zurück ins Labor geschickt. Ein rundum beeindruckendes Galaxy Note hätte da geschickt davon ablenken können.

Aber es zeigt sich, dass Samsung nach dem gelungenen S10 und dem faszinierenden Fold beim Note 10 nicht nochmals Vollgas geben konnte oder wollte.

Das kleinere Note 10 kostet 979 Franken. Das grössere Note 10+ kostet in der günstigsten Ausführung 1129 Franken. Die Variante mit 5G und 512 GB Speicherplatz kostet 1329 Franken. In den Handel kommen sie am 23. August.

Erstellt: 08.08.2019, 06:52 Uhr

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