Erste Hilfe bei Smartphone-Verlust

Weil immer mehr Dinge mit dem Mobiltelefon erledigt werden, schmerzt der Verlust umso mehr. Wir zeigen, wie sich der Frust in Grenzen hält.

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Fotos, Kontakte, Notizen und vieles mehr - alles weg. Beim Handy-Verlust ist der Frust gross. Besonders bei Smartphones kann der Ärger noch grösser sein, weil die Mini-Computer für viele Nutzer inzwischen zum mobilen Büro geworden sind. Umso wichtiger ist es, mit einigen Sicherheitsmassnahmen den Verlust des Geräts abzumildern und den Zugriff zu erschweren.

Anrufen: Wenn Sie das Handy nicht mehr finden können, rufen Sie zuerst einmal die eigene Nummer an. Das Klingeln verrät den Standort, wenn es beispielsweise in einer anderen Tasche steckt. Und es besteht die Chance, dass sich ein ehrlicher Finder meldet. Wenn die Klingeltöne des Telefons ausgeschaltet sind, kann Bluetooth bei der Suche helfen.

Vorsicht mit der Notizzettel-Funktion: Speichern Sie keine Passwörter oder sonstige sensible Informationen im Notizzettel des Smartphones.

SIM-Karte sperren: Notieren Sie sich für den Verlustfall folgende Angaben, um die SIM-Karte zu sperren: Notfall-Hotline des Providers, eigene Handynummer, SIM-Kartennummer (befindet sich auf der Karte) und IMEI-Code.

Immer ausloggen: Loggen Sie sich bei Apps oder Websites immer aus. Bei der Facebook-App fürs iPhone beispielsweise bleiben Sie nach dem erstmaligen Anmelden eingeloggt.

IMEI-Nummer notieren: Diese 15-stellige Seriennummer ist für jedes Handy einzigartig. Sollte das Gerät gefunden werden, kann es zugeordnet werden. Die Nummer finden Sie beim iPhone beispielsweise über Einstellungen und Info. Sie können über die Tastatur bei jedem Gerät auch die Kombination «*#06#» eintippen, um sich den Code anzeigen zu lösen.

Code-Sperre aktivieren: Mit dem vierstelligen Code schützen Sie das Smartphone. Zusätzlich Timeout einstellen, so dass der Bildschirm zum Beispiel nach einer Minute automatisch gesperrt wird. So verhindern Sie auch, dass jemand unbemerkt Software installieren kann.

Löschfunktion aktivieren: Aktivieren Sie das sogenannte Wiping der Dateien - bei zehnmaliger falscher Eingabe des Passwortes werden dann die Daten gelöscht.

Ortungs- und Fernlöschungs-Software installieren: Bei manchen Smartphone-Modellen ist eine Fernlöschungsfunktion via Computer schon ab Werk vorhanden, sie muss nur noch aktiviert werden. Wo diese fehlt, entsprechende App installieren (beim iPhone zum Beispiel «Mein iPhone suchen»). Dann kann man via Computer die Daten löschen, aber auch das Gerät per GPS orten. Allerdings: «Ein versierter Angreifer wird wohl zuerst die SIM-Karte entfernen und keine Verbindung aufbauen. So funktioniert kein 'Remote-Wiping' mehr», so die Sicherheitsexperten von Compass Security.

Daten regelmässig sichern: Sichern Sie Daten wie Mailadressen, Handynummern, Termine etc. regelmässig auf dem Computer. Mit dem iPhone geschieht dies beispielsweise mit iTunes. Von Microsoft gibt es beispielsweise Active Sync.

Sensitive SMS direkt löschen: Informationen wie Kontostandabfragen immer sofort löschen. Wichtig ist, auch die gesendeten SMS zu löschen, nicht nur erhaltene. Ansonsten kann ein Angreifer die gleiche SMS erneut senden und erhält so auch die Daten.

Starke Passwörter verwenden: Bei Applikationen, die ein Login erfordern (etwa die SBB-App für den Ticket-Kauf), immer starke Passwörter verwenden: mindestens 8 Zeichen, Gross- und Kleinbuchstaben, Zahlen und allenfalls Sonderzeichen.

Android SD-Karte: Keine sensitiven Daten auf der SD-Karte speichern. Fotos sind beispielsweise ebenfalls auf der SD-Karte und können so einfach an einem Computer gelesen werden. (ah)

Erstellt: 18.07.2011, 14:18 Uhr

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