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Günstig-Smartphones verdrängen Handys

Klassische Mobiltelefone verschwinden rasant vom Markt. An ihre Stelle rücken preiswerte Touchscreen-Handys. Immer weniger Konsumenten sind in Zukunft bereit, viel Geld auszugeben.

Günstige Smartphones auf dem Vormarsch: Handynutzerin.
Günstige Smartphones auf dem Vormarsch: Handynutzerin.
Keystone

Die Entwicklung stellt viele Hersteller vor grosse Herausforderungen. Derweil wird Asien zum wichtigsten Wachstumsmarkt. Im ersten Quartal wurde gut jedes zweite Mobiltelefon weltweit in der Region Asien/Pazifik verkauft, wie die Marktforscher von Gartner am Dienstag mitteilten. Es war die einzige Weltregion, in der im Jahresvergleich mehr Handys abgesetzt wurden. Die Verkäufe stiegen um 6,5 Prozent.

Insgesamt steigt der Smartphone-Absatz weiterhin rasant – aber die Verkäufe einfacher Handys brechen ebenfalls schnell weg. Zusammengenommen wuchs der weltweite Absatz aller Mobiltelefone deshalb nur um magere 0,7 Prozent auf 425,8 Millionen Geräte. Dabei nahmen die Smartphone-Verkäufe um knapp 43 Prozent auf 210 Millionen Stück zu.

Computertelefone auf dem Vormarsch

«Die einfachen Handys verschwinden noch schneller als erwartet aus dem Markt», betonte Gartner-Analyst Anshul Gupta. Es werde zwar weiterhin Menschen geben, die ganz einfache Geräte für wenige Dutzend Dollar oder Euro haben wollen. Aber in Preiskategorien von 80 oder 100 Dollar machten sich bereits die Computertelefone breit.

Samsung baute laut Gartner die Spitzenposition mit einem Marktanteil von 30,8 Prozent bei Smartphones und 23,6 Prozent bei allen Mobiltelefonen weiter aus. Apple mit seinem iPhone hält sich fest auf der zweiten Position im Smartphone-Geschäft, auch wenn der Marktanteil im Jahresvergleich von 22,5 auf 18,5 Prozent abrutschte.

Die Gartner-Zahlen liegen in etwa auf einer Linie mit den zuvor vorgestellten Schätzungen des zweiten grossen Marktforschers IDC.

Günstige Smartphones besonders gefragt

Schnelles Wachstum gebe es derzeit vor allem im Segment der günstigen Smartphones, betonte Gartner-Analyst Gupta. Zugleich könne die Strategie von Apple aufgehen, darauf zu warten, dass sich auch in Entwicklungsländern ein grösserer Markt für teure Geräte entwickle.

Aber die Preise seien für alle Hersteller unter Druck: «Es wird immer weniger Nutzer geben, die bereit sind, 700 oder 800 Dollar für ein Smartphone auszugeben.»

(SDA)

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