iPhone surft langsamer als die Konkurrenz

Der Handynetz-Test des «Kassensturz» zeigt: Beim mobilen Surfen nimmt Apples Smartphone keinen Spitzenplatz ein.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Smartphone-Nutzer mit einem Swisscom-Abo sind im Handy-Netz am schnellsten unterwegs. Sie müssen sich am wenigsten gedulden, wenn sie unterwegs im Web surfen oder Videos abspielen, wie ein Performance-Test (siehe Infobox) der Konsumentensendung «Kassensturz» zeigt.

Die Download-Geschwindigkeit auf dem 3G-Netz liegt bei der Swisscom bei rund 2100 Kilobit pro Sekunde (kbit/s), auf dem Netz von Orange bei 1800, bei Sunrise bei 1700 kbit/s. Ab 1000 kbit/s lassen sich Videos ohne Einschränkung ansehen.

iPhone 4 nur auf dem dritten Platz

Neben der Netzstärke sei aber auch das Smartphone entscheidend, so die Tester. Am schnellsten hat das Samsung Galaxy S2 die Daten heruntergeladen. Auf dem zweiten Platz landet das HTC Desire HD. Erst danach folgt das iPhone 4. Allerdings: Neue Geräte sind in der Regel auch schneller als ältere Modelle. Kein Wunder also, dass zum Beispiel das iPhone 3G auf dem letzten Platz landet, welches seit Juli 2008 auf dem Markt ist.

Bei allen Angaben handle es sich um Durchschnittswerte. Die tatsächliche Download-Geschwindigkeit sei stark zeit- und ortsabhängig, so Thomas Bruhin vom CN Lab gegenüber «Kassensturz». Das Labor hat für die Konsumentensendung die Daten ausgewertet. Wenn viele Smartphone-Nutzer sich die gleiche Funkzelle teilen müssen, nimmt die Surfgeschwindigkeit auch bei guter Netzabdeckung ab.

Der Test hat auch ergeben, dass die grössten Deutschschweizer Städte ausreichend mit 3G-Antennen ausgerüstet sind. Doch es gibt grosse Unterschiede: So steht Sunrise-Kunden laut «Kassensturz» in Basel nur ein halb so schnelles Netz zur Verfügung wie Swisscom-Kunden. (ah)

Erstellt: 14.09.2011, 10:42 Uhr

Artikel zum Thema

«Auch beim iPhone gibt es noch genügend Verbesserungspotenzial»

Interview IBM-Trendforscher Moshe Rappoport über schlaue Kühlschränke, mühsam zu bedienende Billettautomaten und Supercomputer Watson. Mehr...

Apple gegen den Rest der Welt

Alles nur geklaut? Der iPhone-Hersteller behauptet, nicht Google, sondern Apple habe Android erfunden: Die Vorwürfe gegen Google-Manager Andy Rubin zeigen, wie nervös Cupertino ist. Zu Recht: Google-Mobiles erreichen mittlerweile einen Marktanteil von fast 50 Prozent. Mehr...

Vier Polizisten rückten wegen iPhone-Prototyp aus

Apple schaltete für die Suche nach dem vermissten Prototypen des neuen iPhones die Polizei von San Francisco ein. Der Besitzer des Hauses, in dem das Gerät geortet wurde, will nichts mit der Sache zu tun gehabt haben. Mehr...

Download-Tempo

1. Samsung Galaxy S2
2. HTC Desire HD
3. iPhone 4
4. iPhone 3GS
5. iPhone 3G

Quelle: «Kassensturz»

Daten der Konsumenten ausgewertet

Für die Auswertung hat das CN Lab in Rapperswil 160'000 Nutzungsdaten ausgewertet. Konsumenten konnten auf ihrem Smartphone die kostenlose App «Cnlab Speed» installieren und die Verbindungstests senden. Messdaten wurden vom 27. Februar bis 20. August 2011 gesammelt. Laut «Kassensturz» handelt es sich um den grössten je durchgeführten Schweizer Performance-Test.

Über die knapp 6 Monate haben sich die Downloadraten substanziell verbessert. Die Swisscom hat konstant ausgebaut. Sie steht auch Ende August an der Spitze (2700 kbit/s). Sunrise (2100 kbit/s) hat Orange überholt, das sich über die Messdauer kaum verbessert hat (1800 kbit/s).

Erstaunlich sei die starke Verbesserung von Sunrise von Mitte April bis Mitte Mai. «Die Veränderung ist nicht etwa auf einen Ausbau der Antennen zurückzuführen. Sunrise hat einen Fehler im System entdeckt und ihn behoben», so «Kassensturz».

Weiterbildung

Gamen in der Schule

Die Schule bereitet Kinder auf die Arbeitswelt vor. Das Rüstzeug soll auch spielerisch vermittelt werden.

Kommentare

Service

Ihre Spasskarte

Mit Ihrer Carte Blanche von diversen Vergünstigungen profitieren.

Die Welt in Bildern

Feuerschweif: Eine Spezialeinheit demonstriert am Indian Navy Day in Mumbai ihr Können. (4. Dezember 2019)
(Bild: Francis Mascarenhas) Mehr...