Ikeas smarte Lampe

Der Möbelkonzern hilft jetzt auch, das Zuhause zu vernetzen. Tagesanzeiger.ch/Newsnet hat die neuen Internetlampen ausprobiert.

Fernbedienung, Lampen, Basisstation und Handy: Das brauchts für Ikeas Beleuchtungssystem.

Fernbedienung, Lampen, Basisstation und Handy: Das brauchts für Ikeas Beleuchtungssystem. Bild: PD

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Die Trådfri-Lampe von Ikea ist über eine Fernbedienung und per App steuerbar. Die App benötigt einen eigenen Gateway, der per Ethernet-Kabel am Router angeschlossen wird. Bei der Installation muss man erst den Code des Gateway scannen und dann die Fernbedienung koppeln: Dazu bringt man Fernbedienung und Basisstation in unmittelbare Nähe und betätigt den Verbindungsknopf an der Fernbedienung.

Auf gleiche Weise wird die Lampe registriert. Das ist etwas umständlich, stellt aber sicher, dass nicht der Nachbar, der das gleiche System verwendet, plötzlich die Kontrolle über die smarten Lampen übernimmt.

Nach der Installation kann man die Lampen über die App und über die Fernbedienung ein- und ausschalten und dimmen. Die getestete «Lampe mit weissem Spektrum» produziert nicht wie die Hue von Philips beliebige Lichtstimmungen in allen Farben des Regenbogens, sondern typisches Glühbirnenlicht, das sich in drei Stufen wärmer oder kälter stellen lässt.

In Kombination mit der Helligkeit lassen sich sogenannte «Stimmungen» einrichten: zum Beispiel wärmer und nicht ganz so hell für Entspannung und kühles, voll aufgedrehtes Licht für produktive Arbeiten.

Lampen gruppieren

Die App ermöglicht es auch, eine Gruppe von einer oder mehreren Lampen per Zeitplan ein- und auszuschalten oder bei Ferien Anwesenheit zu simulieren. Die Funktion «Sonnenaufgang» schaltet die Lampe nicht abrupt ein, sondern macht sie über eine Zeitdauer von einer halben Stunde immer heller – was angenehm ist, wenn man das Licht im Schlafzimmer platziert hat.

Trådfri soll über ein Update künftig kompatibel zu Homekit von Apple, zu Amazon Echo und Google Home werden. Bei unserem Test war diese Funktion noch nicht vorhanden. Eine Integration mit IFTTT fehlt bis jetzt ebenfalls.

Ikea hat im Trådfri-Sortiment auch einen Bewegungsmelder, den man ebenfalls in der App registriert und dann zum Steuern der Lampen verwenden kann.

Fazit: Was die Integration ins smarte Home angeht, ist Konkurrentin Philips schon weiter: Diese Lampe ist bereits mit Apple Homekit und dem Automatisierungsdienst IFTTT verbandelt. Das Einstiegsset mit Dimmer, zwei Glühbirnen und Gateway ist für 75 Franken zu haben, was preislich etwa gleichauf mit dem günstigen Starterkit von Philips liegt.

Nachtrag: Da es auf Twitter zu Verwirrungen gekommen ist, hier der explizite Hinweis, dass die Trådfri-Lampen auch ohne Internet und Gateway verwendet werden können: Eine Steuerung ist auch über die Fernbedienung möglich, dann natürlich aber ohne smarten Mehrwert.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 03.08.2017, 19:38 Uhr

Artikel zum Thema

So lebt es sich im Zuhause der Zukunft

IT-Unternehmer Kevin Rechsteiner hat einen Zirkuswagen umgebaut und mit neuster Technologie ausgerüstet. Tagesanzeiger.ch/Newsnet hat ihn besucht. Mehr...

«Eve Degree» zeigt unterwegs an, wie heiss es in der Wohnung ist

Nein, Kühlung verschafft das kleine Kästchen keine. Aber lenkt es ein bisschen von der Hitze ab? Tagesanzeiger.ch/Newsnet hat es ausprobiert. Mehr...

Nur Geduld mit dem Haus der Zukunft

Verschiedene Standards, komplizierte Bedienung und Kurzlebigkeit stehen der Automation im Weg. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Abo

Abo Digital - 26 CHF im Monat

Den Tages-Anzeiger unbeschränkt digital lesen, inkl. ePaper. Flexibel und jederzeit kündbar.
Jetzt abonnieren!

Blogs

Michèle & Wäis Wie man sich ab 40 (nicht) kleidet

Beruf + Berufung Wie Banker Martino zu innerem Reichtum fand

Die Welt in Bildern

Wandelnder Busch: Ein Model zeigt die Frühling Sommer Kollektion 2018 des chinesischen Designers Viviano Sue an der Fashionweek in Tokio. (19. Oktober 2017)
(Bild: EPA/FRANCK ROBICHON) Mehr...