Mehr iPad fürs selbe Geld

Apple hat gestern ein neues Tablet vorgestellt. Eine ­Neuerung fällt besonders auf.

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Für gewöhnlich zeigt Apple die neuesten Geräte in Kalifornien. Gestern jedoch wählte der Konzern dafür eine Highschool in Chicago. Denn das Ziel der Präsentation war es, Apples Angebote rund um die Bildung in den Fokus zu rücken.

Im Zentrum der Veranstaltung stand das iPad. Genauer das neue iPad (ab 379 Franken). Die wichtigste Neuerung kennt man bereits von den teureren iPad-Pro-Modellen. Nun kann man auch auf dem gewöhnlichen iPad mit dem Apple-Stift (109 Franken) schreiben oder skizzieren.

Günstiger Stift

Vor der Veranstaltung wurde spekuliert, dass Apple den Preis für den Stift senken könnte. Das ist nicht passiert. Stattdessen hat Apple zusammen mit Logitech exklusiv für Schulen einen Stift zum halben Preis entwickelt.

Der Logi-Stift sieht nicht ganz so elegant aus wie der Apple Stift, dafür kann er dank seinem flachen Profil nicht davonrollen. Verzichten muss man bei den Funktionen einzig auf die verschiedenen Druckstärken. Der Logi-Stift funktioniert allerdings nur mit dem neuen iPad und nicht mit dem iPad Pro.

Schneller und damit langlebiger

Nebst der Stift-Unterstützung bekommt das iPad auch neue technische Innereien. Damit sollte es nicht nur schneller laufen, sondern auch länger mit Updates versorgt werden.

Das Vorgängermodell gefiel im letzten Jahr im Test vor allem wegen des sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnisses. Das dürfte sich mit dem neuen iPad wiederholen, wenn es diese Woche in den Handel kommt.

So der Test nicht noch grobe Schnitzer ans Tageslicht bringt, dürfte das neue iPad der ideale Sorglos-Computer für Leute werden, die einen Computer nur gelegentlich brauchen und sich nicht damit herumärgern wollen.

Wie weiter mit dem Pro?

Gespannt sein darf man, was das neue iPad für die Produktkategorie insgesamt bedeutet, nun, da Funktionen des Pro-Modells im Standard-Modell auftauchen. Wird Apple die zwei Modell­reihen zusammenlegen oder die Pro-Modelle mit neuen Funktionen und Möglichkeiten wieder deutlicher abgrenzen? Glaubt man den zahlreichen Gerüchten, könnte noch dieses Jahr ein iPad mit dem vom iPhone X bekannten randlosen Bildschirm und mit Gesichtserkennung vorgestellt werden.

Nebst dem neuen iPad hat Apple auch eine Reihe von Apps und Tools vor­gestellt, allen voran «Schoolwork» fürs digitale Klassenzimmer. Lehrer können damit unter anderem Aufgaben verteilen, Fortschritte überwachen, aber mit einem Knopfdruck auch alle iPads im Klassenzimmer sperren oder verhindern, dass Schüler die Lern-App verlassen.

Mehr Cloud-Speicher

Neu bekommen Schüler auf Schul-iPads auch 200 GB Cloudspeicher statt wie bisher 5 GB. Ist das vielleicht ein erstes Anzeichen, dass Apple schon bald die Freimenge auch für Privatanwender anheben könnte?

Die wichtigste Frage nach dem Apple Event ist jedoch: Wird Apple durch diese Ankündigungen Google und Microsoft im hart umkämpften Bildungsmarkt Kunden abjagen können?

Das iPad hat sich seit Jahren als Arbeits- und Lerngerät bestens bewährt. Doch ein etwas besseres iPad mit besseren Tools zum selben Preis dürfte in der Vergangenheit schon skeptische Schulleiter kaum umstimmen. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 27.03.2018, 23:02 Uhr

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